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März 1512.
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4642, 10. März bis 5. April.
Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, kl. 21l).
„Memorial was vns begegnet vff der Straß ist, wie vud was wir gehandelt haben" :
„Item zu Feldkilch sind wir potten zusammen kamen von der Eydgnoschaft, nämlich Bern, Lucern, Vre,Schwyz, Vnderwalden nid vnd ob dem wald, Zug, Glarus, Basel, Friburg, Solothurn, Schaffhusen, Appenzellvnd Sant Gallen vnd sind da im Namen Gottes geritten.
Item zu Landegk haben wir wyter gleit genommen von dem Pfandherrn vnsern beden Postbotten, so wirvon vns schiktend, den Einen zu dem Cardinal gen Rafena, den andern zu der Herrschaft Venedig vmb ein Gleit,vnd Heist der Pfandherr Herr Anthony von Nsan.
Vnd da wir kamen sind gan Meran, ist gesin vff Sonntag vor Mitfasten (14. März), do haben vns die Rätk. Mt. beschikt vnd vns fürgehalten, wie sy in beuelch habint, mit vns zu reden, wie Inen fürkomy, das ein Volkin der Statt sye von dem Schwyzerland, das welle also durch küngklicher Mt. Land vnd piet wider sine küng-liche Mt. etwas practiken vnd anschlag machen, das der k. Mt. widerwertig vnd Nachtheil sin welle. Inen syouch nit wüssent, das wir von k. M. kein geleit habent vnseres fürnemens also statt zethund, vnd sind also dißdie Rätt künglicher Mt.: Herr Jörg von Liechtenstein, Herr Jörg Trapp vnd dann etlich Schriber vnd Natt vonder Statt Meran. Also zeigten wir vnser gleyt, damit sy vns ließent ziechen vnd gabend vns wyter geleyt.
Item wyter hat vns angezogen Herr Jörg Trapp von wegen eines Handels, so Im begegnet von vnsernEidgnossen von Glarus, wie sy Im habend etlich Silbergeschirr nidergeworfen vnd vns damit gepeten heimzu-bringen vnd sömlichs wider zu sinen Händen stellen, als jeder pott wyter sagen kann.
Item darnach sind wir gan Trient komm, da haben wir geschriften funden von vnsern Postbotten, die wirzu Landegk hatten abgefertigt, die dann anzöigt, das wir nit sollen verriten biß Jr einer wider zu Trient zu vnskome. SölichH Hand wir also gethan vnd da gewartet biß vff den Vierden tag, do ist der ein komm vnd hat vnsdas geleyt bracht von dm Venedigern, das selbig gleyt wißt, das wir (nit?) sölten vff Vincenz vnd Badow rite«,do dann dasselbig von allerley fachen der franzosen halb. Sym wir wyter zu Rat worden vff Terffis zu zeriten vndsind also komm mit des Bischofs von Trient gleyt biß zu der Leytern, da haben wir geschikt zu der VmedigerUZug wyter vmb gleyt, ist vns ouch erlangt.
Vnd als wir zu der Venedigern Zug zur Leytern kommen sind, kam der Hauptmann zu vns vnd empsieugvns hoch mit vil gutten Wortten vnd gab vns zwen Retzen zu, die fürten vns durch die Wasser, denn sy grohwarent, wann wir wol vj tütscher Myl mustm rytm vmb Herberg, dann es sust alls verbrönnt was vnd reyt derein Netz mit vns an die Herberg.
Item darnach sind wir komm gen Terffis, do hat man vns erlich empfangen vnd geschenkt zwey fnßli w>tMalfasyer, viij Zuckerkuchen inj großer Hecht vnd zwey totzet kerzen vß weyßem Wachs vnd vns vil guter Wortgen. In derselben Statt brachmt sy die Türen ab Inn vnd vßer der Statt vnd forchtet Inen vbel.
Vff den Sunntag Letare (21. März) sind wir komm gen Venedig, sind von dem Wasser also hinabgcfareubis gen Venedig, do wir sind komm bis vff ein tütsche Myl, do sind vns die Herren von Venedig entgegen gefU'rm mit fünfzig gedektm Schiffen vnd vns mit großem Lob empfangen vnd vßer vnscrm Schiff genommen v»dallweg zwen in Iren eins vnd also mit vns hinin gefaren vnd vns ein großen Pallast Jngeben vnd do Er aberempfangen mit vil früntlichen Worten vnd ein Nachtmal lassen zubereiten vnd sich empottm alles das, so wwnotturftig syen, füllend wir begeren, wellend sy allweg gutwillig sin vnd vns zu willen werden, als jeder pottwol sagen kann.