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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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477
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Februar 1510. 4^7

Heimbringen, ob man dem Junker Hans von Greifensee seine Eigenlente im Sarganserland abkaufen

"ber die daherige Anregung auf sich beruheil lasseil wolle. tl. „Vnderrichtung und befelchgebluig durch den

"sterheiligsten Vater den bapst, Herr Jullium, göttlicher fürsächung des namens der ander, dem hochwirdigen

Arsten vnd Herrn Akathysen, Bischof zu Sitten, gcdachts allerheiligsten vatters vnd der hl. kilchen macht-

botten vmb verstentiliß vild Verbindung, So Jr heilikeit begert zu follstreken niit den großmechtigeil Herreil,

Eidgnossen des grosseil puntz obcrtütschen landen, voi, artikel zu artikel als hienach volgt 1 Zum Ersten

st gilt gedachter Herr Bischof gemeinen Eidgnossen jetlichem ort insunders bepstliche privilegia, so durch den

heiligst^ Vater, Herr Jullium den andren Inen zugesant, Jnhaltung gnad vnd bepstlicheil Sägeil. Zum

pudern legt für gedachter bepstlicher machtpott, wie der allerhelgist Vatter begert fürsechung zethun siner

Seligkeit vnd der Helgen Nömschen kilcheil wider alle die, so siner hellikcit stand, ainpt, ouch der heligen

^chen vngemach oder betrttopniß zufügeil möchteil, von gedachteil Herren der Eidgnoschaft hilf vnd schirm

vvil sinen lieben Sünen vnd der helgcil Nöm. kilcheil fürgeliepten mit etiler vßgetruckten beschirmung

^bcher capitel vnd püntnis Jnzugan, vber die gemeinen Pflicht vnd gehorsam, so sy der Helgen kilchen

Jr fordren für ander erzeigt Hand. Nämlich ob Jeinan, wer der were, das Gott lang wenden well,

Pachter Rom. kilchen vnd dem Helgen vatter, ouch allen zugehörden siner helikeit vnd gemelter kilchen

lütteil, recht oder zugehör schaden weite oder vilderstlinde zu schedigen mit oder one Nüttel, als oft

^ geinelte Herren der Eidgnoßschaft von gedachtein vnserm heligsten Vatter erfordert vnd gemant werden,

^ ^anii sollend sy siner heligkeit vj"" fußknecht zukommen lassen oder mer, ob es nott sin wlird, die getrüw-

siuer helikeit und der Helgen Nömsch kilch zll dienen. Zum dritten sol solich puntnis v Jar weren,

' stl zu end die witter follstreken wellend, mögend sy tun. Zum sierden solend gemelt Herren der Eidgnoß-

^"st, so laiig als die puntniß wert, sich zu theinen fürsteil noch Herren verbinden, so gedachtem hl. Vatter dem

"pst vnd der Nömschen kilchen widerwertig sin weitend, noch den Iren zu denselbigen zu laufen nit gestatten,

st) des bericht werden. Zlim fünfteil erbüt sich genenlpter helger vatter die egedachten Herren der Eid-

^vschaft vber alleil gnedigeil willeil so sin heilikeit zll Inen hat, sy vnder sinen schirm vnd schatteil zu nemen

' put namen theiil pund iwch vereinung zu machen, darin sy nit begriffen, vnd ob jemand wer der sy

Rechtlich wolte oder gewaltlichen nötten, wider den mit geistlichem schwerd vnd allein bau vnd fluch pro-

s Zinn sechsten erbiet sich sin helikeit vin die trüw vnd andacht so sy silier helikeit erzöigen, ob sy

. ^ puntnis vollstreken vnd Jngand, vber den lon, so sy von gott dem Herrn cmpfachen werden, zu geben

dxx ^ ^rten vild der laildschaft Wallis, jetlichem Ort insunders tusent Niilscher Guldin vsf das zil, so sich in

^ pUiüilis bestimineil wirk, alle Jar vild jetlichs Jars insliilder, so lailg die puntnis wert. Zum Sibenden,

>-^ begeben wurde, das gedachte Herreil der Eidgnoschaft solich Summ knechten siner helikeit zukamen

p'b alsdann sol jedem fuosknecht vj francken vnd etilem vffyziaii old topclsöldner xij franckcn zu sold

^ werden vild sol der angan weiiil sy voil hus ziechend vnd wereil dry mailett. Vild ob es minder

sol sin helikeit nit destminder die dry nianett sold bezaleil. Vnd ob er der knechten lenger notturftig

Vnd" ^ helikeit von manett zu mailett bezalung thuil vild ein halben sold für das heimziehen.

sollend ouch die knecht, so angenommen werden, nach kriegs recht oder gewonheit für vnd für ziechen;

l>esp helikeit alle brüchliche ämpter vnd was sich zu thun gepürt, nachlassen. Vnd ist Harum ein tag

zi, nemlich vff nechst Zinstag nechst nach Remiiliscere (26. Februar) nachtz zl> Lutzeril an der Herberg° llnde."

^ fehlt im Berner- und Solothurner Exemplar. Auf »1 folgt im Berner Exemplar unmittelbar die In-struction des Bischofs von Sitten.