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Juni 1505.
waldeil. Arnold Frunz, Seckelmeister. Zug. Werner Steiner, Altannnann. Glarus. Jost Kuchli,Ammann.
!». Jedem Boten wird eine Abschrift von dem Missiv des römischen Königs gegeben, wodurch derselbeverlangt, daß seinem Sohne, Erzherzog Philipp, die 18 Gulden zurückerstattet werden, welche ihm zn Koblenzvon den Büchsen, die er den Rhein herabgefertigt hat, zu Zoll abgenommen worden sind. Unter den Bote»ist das Mehr geworden, die 18 Gl. nicht zurückzugeben. Man will gewärtigen, was die von Waldshntdeßhalb vornehmen werden, der Vogt von Baden soll darauf Acht haben. I». Die Botschaft des Königsvon Frankreich ist vor uns erschienen und hat angebracht: 1. Der König habe sie beauftragt, uns zu melden,er sei lange Zeit in schwerer Krankheit gelegen, nun aber durch die Gnade Gottes wieder hergestellt; erhoffe, die Eidgenossen werden solches mit Freude hören. I. Er habe mit dein römischen König einenBericht und Frieden abgeredet und angenommen, der uns zu keinem Nachtheil gereiche, sondern allein dasLehen um das Herzogthum Mailand betreffe. Er werde gegen uns allezeit die Freundschaft und das Bttndnißhalten und begehre, daß solches auch von uns gegen ihn geschehe. 3. Es walte zwischen ihm und dendrei Ländern ein Span, des Zolls zu Luggarus wegen, auch seien allerlei Ansprachen von Privatper-sonen zu bereinigen. Der König begehre mit unserer Hülfe und Vermittlung diese Anstände in Ziemlichkeitzu beseitigen, damit fiirderhin die alte Freundschaft ungetrübt fortbestehe. Der König habe auch der Bot-schaft, die er vormals bei uns gehabt, befohlen, in diesem Sinne zu handeln und sei der Meinung gewesen,die Sachen wären ausgetragen. Da es sich nun aber nicht so verhalte, so sei dem Statthalter und de»Regenten zn Mailand befohlen, darin so zn handeln, daß die Eidgenossen des Königs gute Gesinnung erkenne»'4. Wiewohl Bern mit den andern Eidgenossen die Vereinung mit dem König besiegelt habe, so habe esbisher derselben nicht nachgelebt. Daher begehre der König, daß Bern, wie die andern Orte, der Verein»»!!stattthun, die Eidgenossen möchten durch eine Botschaft sein Begehren bei Bern unterstützen helfen. — Dara»?wird geantwortet: Man freue sich der Wiederherstellung des Königs; seinen Frieden mit dem römisch^Köllig lasse man „ein gut fach sin." Aber man habe von der bevorstehenden Ankunft der französisch^Botschaft keine Kunde gehabt, daher habe kein Bote Befehl, zu der verlangten Verweildung bei Bern nütz»'wirkeil. Wenn übrigens der königliche Bote im Land zu bleiben gedenke, so werden die Voten des Tag^voil ihren Obern dießfällige Instruction einholen. Was den Span mit den drei Orteil und den Priv»i-ansprechern betreffe, so geben die königlichen Boten stets gute Worte lind doch bleibe die Irrung unausg^tragen und es möchte daraus bald neue Unruhe entstehen. Darum sei unser Begehren, daß dem König ^Sache so vorgetrageil werde, daß die drei Orte endlich zufrieden gestellt „vnd des küngs halb wort »»^werk glichförmig erfunden werden" — alles mit guten freundlichen Worten. Den Boten der drei Ländckist aufgetrageil, die Gewahrsame und Kapitel, die sie über den Zoll zu Luggarus habeil, auf den nächst^Tag mitzubringen, damit wir die hören und erfinden, woran der Span gelegen sei und damit wir, we»"Erläuterung nöthig, dieselbe geben und Unruhen verhüten mögen. «, Darauf hat der Bote von Und»walden im Namen seiner Obern von dem königlichen Boten 1000 Franken gefordert, welche an ^Pension verfallen seien, dazu 400 Gl. an Kosten, ^vas Alles ihnen zu Ablesch mit Recht zuerkanntDer französische Bote antwortet, die 1000 Frankem wolle er gern' bezahlen, der Kosten wegen habe ^weder Befehl noch Gewalt. Darauf haben wir uns des Kölligs gemächtigt, ihnen für die Kosü"100 Franken zu geben und an Unterwalden geschriebeil, sie möchten sich mit den 1100 Frankeil begnügtund dieselben zu Freiburg im Uechtland gegen genügsame Quittung in Empfang nehmen. «R. Auf dl'»'