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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
Entstehung
Seite
223
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Juni 1503. 22Z

der verein nit wenig schwach vnd schad von gemeinen eydtgnossen vnd von der Statt Basel begegnet vndTschechen, da sin k. M. des willens vnd fürgefaßter meynung syge, sölich schwach vnd schad ze rechen, vndwiewol bißhar dieselben widerwertigen allerhand st)g behalten, so Hab doch sin k. M. die hofnung zu gotdem allwechtigen, dz sin gütlich gnad Im Hinwider syg gegen Inen werd gnedigklich verlichen, damit solchZugefügt schwach vnd schaden gerochen werden, vnd vf sölichs an die nyder verein gemeinlich begert, dasIm zu sölichcm sinem fürneinen beholfen sin vnd siner k. M. x"> man ze fuß vf Iren costen vier monat^»g halten, so welle sin k. M. dagegen mich x'", nämlich vj"' ze roß vnd iiij'" ze fuß, och vf sin costenhalten u, s. w., mit wer derglichen wortei,. Vf sölich anbringen die gesandten der vereyn begert haben,hus die k. M. Inen söllich sin beger In schrift geben vnd volgen lassen, das mögen an Jr fründ, Herrenund obern bringen vnd fürer antwurt dazu geben. Vf sölichs ist von den küngklichen reten zugesagt, das^e k. M. werd ryten vff Ensheim, da dannen welle er Inen söllich geschrift mitteilen lassen. DemselbenVach ist die Vereyn wyter gen Kolmar beschriben vnd daselbs an die gesandten getragen vnd begert, sinerh M. gggg «Hg ^ lichen; die welle sin k. M. Inen wider geben vnd sölle einer siner k. M. rete sich ver-^chriben. Daruf die Vereyn geantwurt hat, das sölich darlichen vß obligen vergangiwr kriegen vnd andrersuchen vnd vnvermögens halb nit gelegen sye, vnd dz abgeschlagen. Doch haben sich die von Straßburg'ut lassen inerten, aber vnder nnderm gefragt, warumb die zwen fiirsten, nämlich der bischoff von Straßburgvnd Basel, nit beschriben. Ist geantwurt, das dieselben sürsten Jr botschaft nit zugegen haben söll sich^uiail lassen irren, dann denselben etwas größeres vfgelegt syge, so sy erstatten werden. Vnd die Vereyn^ le das gelt oder nit, nütz destminder werden sy sechen vnd spüren, was Inen begegnen werde."

8 fehlt im Zürcher Abschied, scheint eine auf den Tag gebrachte und den Boten mitgegebene Nachricht(„Zitung") zu sein.

Zu Ein ähnliches Schreiben an Lucern lautet:

„Min früntlichen grüß vnd alles gut u. s. w. Ich laß üch wissen wie vnd ich dann heruß bin kommen,Nachdem vnd denn im feld abgeredt ist, den friden zu beschließen vnd von wegen seiner küngl. majestet zu confir-nnren. Nun ist in derselbigen beruht nit me dann ein artikel antreffendt Senioren, Hanß Jak. de Trifulß. Nubegegnet hievon minen Herren von Vri, das ich nit zu üch kommen mag, vnd kan nit wissen vß was vrsachen,und ich doch der bin, der wytter von vnserm Herrn dem küng mundtlich mit üch vnd andern Eydgnossen zu reden,damit die früntschaft vnd vereinung zu halten, sunder die nit mindern, vil er zu meren, als ich üch wol wölteberichten, wo ich zu üch möchte komen, als ich denn von der k. M. vollmechtigen gewalt han, früntschaft vnd liebennt üch zu meren vnd die brieff vnd sigel, Jargelt vnd anderes, das in aller wiß vnd form, wie vormals, zuhalten. Demnach, lieben Herren, wirbt üch der Statthalter von Lyon selbs mundtlich ouch wytter berichten, danner ouch ein bott vnd anmalt der k. M. ist, das er dann in empfelch von mir hett. Möllen üch Harm bewysenvnd erzöugen nach minem sunders guten vertruwen, so ich zu üch han, will die k. M. vnd ich insunderheit vmbuch beschulden. Datum zu Vri vff Mittwochen nach ?outoeoston anno xw iij Jar."

üwer gut fründAnt. von Baissey,

Landvogt zu Dijon, Gubernator zu Chum.

An Schultheiß u. Rath zu Lucern.

Besiegeltes Original im Staatsarchiv Luccrii,