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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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217
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April 1503. 217

, i». Der Herzog von Württemberg hat unser» Eidgenossen von Schivyz und Glarus geschrieben undZwischen ihnen und Herzog Albrecht von München ihrer Streitigkeiten wegen einen Tag angesetzt ans denSonntag Miserieordia uächsthin (30. April) nach Tübingen. Zürich, Lucern und Zug sollen in unserer AllerNamen ihre Voten auf diesen Tag nach Tübingen senden, die von Schwyz und Glarus sollen anch daerscheinen. Falls aber die Uusrigen im Feld vor diesen: Tage nicht zurückkehrten, so soll Zürich Vollmachthaben, den Tag abzusagen und einen andern au ein gelegeneres. Ort zu setzen. I». „Als dann demfranzösischen Boten, so setz zu Luceru ligt, von vnsern eidguossen von Bern etlich brieff, so der küng Imold hinwiderumb der bot den: küng schribt, vsfbrochen sind, vber dz er doch von unfern eidgnossen von Bern,Lucern und Fryburg mit Gleit versehen ist, Ist mit dem boten vnser eidgnossen von Bern gerett, daß sylolichs fürohin int mer tilgen, dann söllichs Vilser eidgnoschaft lob vnd er nit sin will." «. Schreiben an^e „Unfern im Feld". (Siehe unten 2).

Der Zürcher Abschied datirt: Mittwoch nach Palmarum, der Berner Abschied: Zinstag nach Palmarum. fehltim Berner-, I» im Zürcher Exemplar; dagegen enthält dieses folgende zwei Beilagen:

1. Schreiben derer im Feld an die Eidgenossen, ckck. 9. April 1503.

„Vnser früntlich willig dienst?c. Ucwer schriben vns jetzt zukamen haben wir mit sampt der ingeschlossnencopy des kttngs von Frankrich antwurt gehört vnd verstanden vnd fügen üch daruff zu müssen, dz wir mit demBälli von Tision vnd etlichen andern, so er bi Im gehept hat, in red vnd Handlung komm sind, in form vndgestalt als hienach begriffen wirt:

Vnd nämlich so hat vff vnser eruordcrung der bälli vns geantwurt, das des küngs statthalter, der Herr vonChaumont, vnd er vom küng beuelch vnd gemalt habend, den dryen ortten Statt vnd schloß Bellenz mit hoch vndnidern geeichten vnd aller andern rechtsame, begriff vnd zugehörd nachzulassen vnd zu vbergeben vnd dz der küng"och sin nachkamen, Herzogen zu Meyland, darzu noch daran zu ewigen ziten dhein vordrung, recht noch ansprachmeiner mer thun, gewünnen noch haben sollen in kein miß noch weg.

Zum andern, dz der küng geneigt vnd gutwillig sye, an verziechen sin botschaft in vnser eidgnoschaft zu vnsZU vertigen vnd mit vns die cappittel vnd alle die fryheit vnd priuilegien, so wir vormals von Herzog Ludwigenvnd sinen vorfaren gehept haben, vffzerichten vnd zu confirmiren.

Zum dritten, alle die so an den küng vorderung vnd Zuspruch tügen vnd darumb gloplichen schyn oder briefvnd insigel zu erzöigen haben, die selben solicher vordrung halb abzutragen vnd benügig zu stellen oder deßhalban zimlichcn orten rechtz zu pflegen vnd wz rechtlich erkant, dz dem durch die ansprecher vnd den küng on verrer-ziechen gelept vnd statt gethan werde.

Vnd vnder andern Worten so ist Im entfaren, des gelittnen costens halb den gemeinen man benügig zuMachen, aber zu nachgenden tagen hat er sölichs verhalten vnd vermeint, dz der küng sich genugsam erpoten vndzu vnserm fürnemen nit vrsach geben Hab. Vnd als vns solich Meinung vnd anzöig von dem gedachten Bellierscheint sind vnd luter sin antwurt gewesen ist, dz er witter gwalt nit hette, dem küng sin land vnd gut von' Händen zu geben, anders dann wie obstatt vnd doch mit Meldung, dz vns der küng keinen costen schuldig sye, sohaben wir daruff v. g. Herrn von Sitten, der vff hüt in eigner person vor vns gewesen ist, vnd Hern Vlrich vonSax, fryherr zc. gewilliget, früntlich in die fach zu reden vnd getrüwlich darin zu arbeiten, dwil doch der küngBellenz nachgelassen vnd der cappittlen vnd ansprechen: halb, wie oblut, vßrichtung, abtrug vnd rcchtucrtigungzugesagt habe, alsdann daran zu sind, damit dem geineinen man an sinem erlittenen costen beker vnd abtragverlange.

Vnd so nu üwer lieb mit vns gar wol weißd zuerwegen, dz diß obgerürt anzöig ettwaß witer vnd erlicherßud, dann die antwurt, so der küng üwer lieb zugeschribcn hat, vnd nu mer die obgenanten Herren von Sitten

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