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3,2 (1869) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520
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October 1502.

daß es sich, besonders zu gegenwärtiger Zeit wegen Tod und Theuerung und weil viele Leute und derenGut, welche sich in des Königs Land befinden, zu Verlust kommen könnten, den Eidgenossen nicht schicke,Krieg anzufangen. Mit des römischen Königs Boten, Doctor Hepd und dem von Pfirt, ist verabschiedet,daß sie mit allem Fleiß sich beim König um Aufhebung der Mandate wegen des Kornkaufs gegen uns unddie Stadt Basel verwenden und daß es nichts destominder bei dem Mittel bleiben soll, welches durch denvon Habsberg und Blumegg abgerdet ist, daß des Königs Unterthanen den feilen Kauf zu Basel mögenbesuchen bis aus den Tag zu Zürich Sonntags nach Allerheiligen (0. November), doch mit Ausschluß allesVorkaufs und wir Eidgenossen auch andere freie Märkte besuchen mögen. Auf nächstem Tag soll manantworten, ob wir, wenn bis dahin die angeführten Schritte keinen Erfolg haben, eine Botschaft deßhalbzum König schicken wollen, tl. Der Bote von Solothurn soll das Anerbieten des Herrn Ulrich von Habs-berg, Ritters, Vogts der vier Städte am Rhein, bezüglich des Martin Schrank an seine Herren bringen.Dabei soll er unsere Meinung dahin aussprechen, daß Solothurn den Schrank anweise, dem vom Land-vogt zu Röthelu und dem alten Schultheißen von Solothurn gemachten Vergleich nachzuleben und keinefernem Widerwärtigkeiten zu verursachen. Wollte er das nicht, so erbietet sich der genannte Landvogt zuRecht nach Vorschrift des Baseler Friedens. Wollte Schrank auch dieses nicht annehmen und die vonSolothurn ihn nicht dazu halten, so wollen wir nicht dulden, daß er ferner den Frieden störe.

l fehlt im Lucerner Exemplar. Das Exemplar der Tschudischen Sammlung enthält nur 1», v, v, das

Berner- und Freiburger Exemplar nur 1», «I, v.

Lueern. 4 17. October (Montag nach Gally.

Staatsarchiv Lucern: Lucerner Abschiede, v. 161 It. Staatsarchiv Zürich: Abschiede, III. 288. Ebenda: Tschudische Sammlung, 45.

Archive Freibnrg, Basel, Schasshanfen.

Boten. Zürich. Felix Keller. Bern. Venrich Hetzel. Lucern. Petermann Fcer, Schultheiß;

Hans Nuß, Altschultheiß; Meister Heinrich von Alikon. Uri. Ammann Beroldinger; Ammann In der

Gassen. Schwpz. Vogt Stadler. Obwalden. Ammann von Fluh. Nidwalden. Caspar Zelger.

Zug. Niemand. Glarus. Hauptmann Margschriber (?). Freiburg. Jacob Henni.

tt» Auf Sonntag vor Allerheiligentag (30. October) wollen unsere Eidgenossen von Bern das Geldder Ausprecher austheilen. Jedes Ort soll den Seinigen verkünden, daß wenn Jemand von ihnen daranAnforderung oder Verbot gethan hätte, solche sich auf den angesetzten Tag zu Bern einfinden mögen, späterwerde ihnen darum nicht mehr geantwortet werden. I». Diese Tagleistung ist gehalten unserer Eidgenossenvon Uri, Schwyz und Nidwalden wegen in Betreff der Sache von Bellenz. Da haben wir Boten derübrigen Orte einander die daherigen Ansichten unserer Herren und Obern eröffnet, welche einhellig dahingehen, daß wir aus mancherlei Ursachen zu dieser Zeit uns in keinen Krieg verwickeln wollen. Das habenwir unfern Eidgenossen mit freundlichen Worten gesagt und sie gebeten, es zu bedenkeu, den Tag zu Lucernauf Martiui (11. November) zu erwarten und inzwischen nichts vorzunehmen. Dabei haben wir ihnen dieVorschrift des Verkommnisses zu Stans in's Gedächtniß gerufen, welche heiter besagt, daß kein Ort ohneWissen und Willen der andern irgend einen Krieg anfangen soll. Darauf haben unsere Eidgenossen voll