98
Januar 1501.
sind. Wenn es aber das inalefiz berürte, denn söllen dieselben vnser gnädig Herrn von denselben kein straffnemen. Zum fterden sprechen wir, das die lüt mit vnsern gnädigen Herrn des gotzhus S. Gallen vndvnser Herren den vier Orten der aidgnossschaft raisen söllen als si bishar mit ihnen geraiset; welliche abervor in die obgenante landtgrafschaft geraiset haben, dieselbigen söllent hinfür och darin raisen, doch vorbe-halten, dz alle die, die dein gerürten gotzhus zugehören vnd vornaher allweg init In geraiset Hand, bi irenaiden, die si vnserm gnädigen Herrn vnd gotzhus S. Gallen vnd den benanten vnsern Herrn den vier Ortenschwörend, pliben vnd deshalben von niemand anderm witer zeschweren ersucht noch getrengt werden söllent;wo aber gotzhuslüt vßerhalb desselbigen gotzhus landschaft in andern gerächten in der landtgrafschaft sässintin dieselbigen gericht söllent die zeraissen schuldig sin. Zum fünften so sprechent wir, wellicher dem gedachtenvnserm gnädigen Herrn von S. Gallen sinen man liblos tät, in desselben gotzhus gerichteu, wo das wäri, 'dz ein landvogt iin Turgöw von der landgrafschaft wegen ir gerechtigkait vnd straf von sinem verlassenengut ziehen vnd nemen mag; vnd ob derselbig wölti wider in des gotzhus gericht darnach zuge oder wandelte,so mugent vnser gnädigen Herren vnd gotzhus vmb ir gerechtigkait inhalt ir offnung In oder sin gutangrifen vntz Inen darumb benügen geschechen ist. Zum sechsten von des fridbrnchs wegen sprechen wir,wenn ainer friden mit worten, oder wie sich semlichs begäbe, vbergienge vnd doch niemand an sinem lipverletzen oder berüren tät, den söllen vnser gnädiger Herr vnd sin nachkamen zu straffen haben. Wellicheraber den friden früffenlich mit werchen, es wäre mit Howe», stechen, schlichen, vbergienge vnd denselbigen ansinem lip berürte, deßglichen ob ainer gegen aim wnrffe vnd fälen tät, so sölte denn semltchs der landt-grafschaft ze straffen zustan, doch dem malifiz unschädlich. Vnd ob iemand frid versaite vnd den nit gebennoch halten, sonder sich mit gwalt widersetzen wölte, den oder dieselben sölte man vänklich annemen vndeinem landvogt vberantwurten. Zum sibenden sprechen wir, wellicher in des obgesaiten gotzhus geeichtenallenthalben offen marchen vszuge, so sol vinb dz selbig stuck am ersten in dein gericht, da ain seinlicher,der das ton Helte, gesessen vnd darin dz geschechen wäre, rechtlich erfunden vnd darnach für landtgerichtgewisen werden. Zum Achtenden: Wellicher int recht masen, fiertel vnd gewicht vnd derglichen, brachte,sprechen wir, das derselbig am ersten och in den gerächten, da er gesessen und semlichs geschehen ist, für-genomen vnd von vnserm gnädigen Herrn vnd sinen nachkamen vmb die büß als umb x Pfund Den., daruines verpotten ist, gestrafft werden. Ob aber ainer sölichs so gröblich vnd mit gefürden gefelscht vnd verhandelthette vnd sich das erfunde, denn so sölt das dannethin für Landtgricht gewißt werden. Zum nünden vondes Kriegsloffens wegen : Diewil die gotzhuslüt vnserm gnädigen Herrn vnd gotzhus S. Galle» schwerrent,dz niemand an erlobt in kamen krieg ziehen, rrsten noch gan sölle :c., so sprechent wir, dz der selbig vnsergnädig Herr vnd sin nachkamen bi demselbigen aid pliben söllint vnd dieselbigen straffen mugint. Wennaber ainer verhandelst, das es im sin Er, lib vnd leben berürti, denn sol dasselbig dem inalefiz zestraffenzustan. Zum Zehenden, der landsiglingen halb, die nit erben hau, sprechent wir: Welliche landsigling niterben Hand, das vnser gnädiger Herr, sin nachkommen vnd gotzhus vou denselbigen vasnachthennen vnd denvall nemen vnd die landgrafschaft darnach dieselbigen erben vnd erbschaft inbringen vnd zu ir Händen ziehenmuge. Zum ainleften von der Vnelichen wegen sprechen wir aber, das die der landgrafschaft zugehörensöllen. Wenn aber ein vnelicher ein elich wib näme vnd bi derselbigen eliche kind überkäme, dieselbenkind sölten denn dannethin dem vilgenanten gotzhus zugehören vnd recht gotzhuslüt sin. Zum zwölftensprechen wir, dz in des gotzhus gerichteu in der landgrafschaft gelegen in dieselbigen offnungen gesezt vnddenselben lüten an den enden in aid gegeben werden soll, was den hohen gerichten zustand, dasselbig ainem