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4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
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October 1546.

Im Bieler Exemplar fehlt A.

Der Vorname des Gesandten Girtanner aus dem Stadt St. Gallcr Rathsbnch 15411556, S. 1^1,vom 14. October.

Zu Hier müssen ferner folgende Acten beziehungsweise Bemerkungen einbezogen werden:

1) Beim Zürcher Abschied liegen zwei Concepte desselben; das eine geht auf ein früheres Stadiin»Berathung. Die Boten bcrathcn die Antwort an die Confessionsverwandten. Dem Kaiser wollen Ber»und Schaffhausen gar nicht antworten, die andern aber entwerfen eine Antwort. Man findet für nothwendig'in Betreff allfällig erforderlich werdender Unterstützung der Stadt Constanz sich im Geheimen zu unterrede»'lieber diese drei Artikel berichten die Boten sofort heim an ihre Obern und wollen bis Sonntag beisawine»bleiben, um die fcrncru Instructionen abzuwarten. Bern tvird gebeten, sich in Betreff der Antwortenden übrigen Orten noch vor Schluß des Tages zu vereinigen.

2) Die Antwort an den Kaiser geht dahin: Aus dem Vortrag der Botschaft des Kaisers unddessen Schreiben vom 1. August an gemeine Eidgenossen und demjenigen vom 27. gleichen Monats an b»vier Orte, das man aber erst dieser Tage erhalten habe, entnehme man den geneigten Willen des Kaisttzu den Eidgenossen, Wofür man besten Dank sage. Man sei entschlossen gewesen, diesfalls dem Kaiser »"den nenn Orten die gleiche Antwort zu übermitteln. Das aber sei dann durch den Vortrag des Gesandt^des Papstes, durch des letzter» Schreiben und Brcvc an gemeine Eidgenossen, hauptsächlich aber durch ^diesen nütgetheilte Bündnis; zwischen dem Kaiser und dem Papst verhindert worden, die im Widerspr»-mit den Eröffnungen des Kaisers die gewaltsame Vertilgung der heiligen christlichen Religion, welchevier Orte wie andere Deutsche angenommen haben, in Aussicht stellen. Daneben haben die christlichen Einn»g^'verwandten durch eine Botschaft vortragen lassen, die gegenwärtige Kriegsrüstung bezwecke nicht die Bestraf»^von Ungehorsam und Aufruhr, sondern die Vertilgung ihrer christlichen Religion und der Freiheit der deutschtNation, Aus diesen Gründen habe man die Antwort so lange verschoben, bis man von dem Kaiserlässigt sein würde, wessen man sich gegen ihn mit Bezug auf das angeführte Bündnis; in Betreff des Glaubstzu versehen habe, was man zur Zeit den» kaiserlichen Boten mündlich angezeigt habe. Da nun der K»istin seinem letzten Schreiben neuerdings versichert, das; er weder die christliche Religion und das Wort Gott^noch die Freiheiten der deutschen Nation unterdrücken wolle und den Eidgenossen (uns") sowohl in dicstBeziehungen als auch sonst gnädig und gewogen sei, so hoffe man, er werde in dieser Gesinnung verhakund sei man crbötig, wie bisher Alles, was man zu leisten schuldig und verpflichtet sei, zu erstatten.

Einige Wider erlassene Verbote in den Krieg gezogen, so sei das wider Wissen und Willen dergeschehen; wem; auch niemand heimgemahnt worden sei, so werde dennoch die Ungehorsamen bei ihrerkunft die gebührende Strafe treffen. Der Kaiser möge den Verzug dieser Antwort nicht ungnädig aufnehmt'

Im St. A. Zürich: Missivenbnch 154547, t. 59, mit dem Datum vom 28. October, gefertigt im Namen der vier Städte, besiegelt vonZürich: abgedruckt bei von Jan: Staatsrechtliches Verhältnis; der Schweiz zum Deutschen Reich, Thl.III, S. 170, mit dem Datunlvom L«. October.

6) Die Antwort an die Schmalkalder bewegt sich in folgenden; Sinne: Ihr Schreiben von; 26. Scpü»^aus den; Lager von Donauwörth habe man erhalten. Ueberhin erinnere man sich, wie sie in; Anfang ^Krieges an gemeine Eidgenossen wegen des Dnrchpasses und um Uebcrlassung von Knechten um gebühren ^Sold, ferner daß die Eidgenossenschaft dem zwischen den; Kaiser und Papst errichteten neuen Bündniß nbleiben, der Gegenpartei der Schmalkalder kein Kriegsvolk zu Hülfe senden, sondern der christlichen Verein»^Hülfe und Beistand beweisen möchten, geschrieben haben. Auf dieses hätten einige Orte eine Antwort crthe> >der sich aber die evangelischen Städte nicht angeschlossen haben, Wiewohl sie nicht unterließen, unter Vorbeifernerer Antwort ihren guten Willen zu bezeugen; jene Antwort sei in Folge besonderer Umstünde l>Munterbliebe». Mit den; letzten Schreiben werde neuerdings gewarnt und angefragt, obuns" gelegensich den; Papst und Kaiser als Feinde zu erklären und den Kaiser in den nächstgelegenen Landen anzugrell^Man verdanke die ertheilte Warnung; die herrschende Zwietracht sei de» evangelischen Städten leid; " ^>;ach ihrer Lage können sie in das Anmuthcn der Schmalkalder, sich jetzt Feinde zu bereiten, nicht einwilligt