698
October 1546.
einem solchen Bündnisse beizutreten. Der König meine jedoch nicht, daß man die genannten Städte zn Orte»machen noch annehmen solle, weil das weder gut noch fruchtbar, und sonst der lutherischen Orte zuviel stie»'Würden die VII Orte befürchten, bei einem solchen Bündnisse würden die Neugläubigen zu stark und eskönnte hierdurch jenen in Bezug auf den Glauben Nachtheil erwachsen, so wäre der König erbötig, sich gege»°über den VII Orten nebst der Vereiuung mit Brief und Siegel zu verschreiben, sie, im Falle die Ncugläubige»und die beiden Städte mit ihrem Anhang sie bedrängen würden, mit aller Macht zu cntschütten.
Diese Antwort liegt als Copie ohne Datum und Unterschrift beim Luccrncr und Solothurncr Abschied rw>»28. Februar 1547 und es ist ganz möglich, daß sie bezüglich ihrer Eröffnung an die VII Orte dahin gehörtDie Gesandtschaft der VII Orte an den König wird sonder Zweifel mit der Gesandtschaft der X Orte, bestehendaus Abgeordneten von Lucern und Freiburg, zeitlich und personell zusammengefallen seien; man sehe die Abschiedvom 7. Dccember 1546 n» und 28. Februar 1547 x. Da aber sonst von der hier in Rede stehendenGesandtschaft der VII Orte weiterhin in unfern Aschiedtexten nichts Wesentliches verlautet, so glaubten wir,die Antwort des Königs nicht unpassend hiehcrzichen zu sollen. (Man sehe übrigens auch Abschied 26. October ound 24. November <l.)
Zu i». 1546, 21. October (Donstag nach Galli), Wyk. Diethelm, Abt zu St. Galle», au Lucern. D»sSchreiben, welches die von Luccrn mit den Rathsboten der übrigen vier Orte der alten Eidgenossenschast »ihrem letzten („ncchstgchaltcncn") Tage zu Luccrn an ihn erlassen, habe er verstanden und sei stets Willc»^gewesen, Alles was er in Betreff der besorglichen Kriegsläufe erfahre, zu berichten. Dem Abt sei einliege»drneue Zeitung über die Eroberung von Donauwörth durch den Kaiser u. s. w. zugekommen. Daneben verneh»»er von glaubwürdigen Personen, die acht Fähnlein Eidgenossen, welche zu Füssen gelegen, seien nach lll>»herabgezogen; hier sollten vier Fähnlein in der Stadt bleiben und die andern in die Besatzung nach AugsbwSkommen. Diese aber seien von des Kaisers Kriegsvolk wieder nach Ulm zurückgedrängt worden, und wiwihnen die Stadt nicht sogleich geöffnet worden, würden alle erwürgt worden sein. Die Schmalkalder stehe»in großer Furcht. (Vielleicht zum Abschied vom 11. October v.) St. A. Lucmn A. D-upch-s R-iH-
31«.).
Zürich. 154li, 20. October.
Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. Ist, I.MS Staatsarchiv Berit: Allst, eidst. Abschiede IM, S. i!73. KautoiiSarchi» Basel: Abschiede 1643-^Htantonsarchiv Schasfhanseii: Abschiede. Stadtarchiv Biel: Abschiede Vd. II.
Tag der evangelischen Orte und Zugewandten.
Gesandte: Zürich. Johann Haab, Bürgermeister; (Hans Rudolf) Lavater; (Jtclhans) Thumtzse»'Jörg Müller. Bern. Hans Pastor, Venner; Gladi Meyg (Map). Basel. Bernhard Meyer, Pannerhett'Schaff Hausen. Ulrich Pflum genannt Aberli, Zunftmeister. St. Gallen. Jacob Krum, „Stürmaster >Melchior Girtanner. Mühlhausen. Ulrich Wieland, Stadtschreiber. Biel. Hans Hafner, Venner.
t» Auf Genehmigung der Obern hat man sich berathen, wie dein Kaiser und den Kriegsräthen derchristlichen Vereinung auf ihre vielfachen Werbungen zu antworten sei. Mau hat diesfälligc Entwürfe lst'diesem Tag in aller Eile den Obern von Zürich, Bern, Basel und Schaffhausen zugesandt. Diese habe»übereinstimmend die beiden Vorschläge gebilligt. Daher hat man dem kaiserlichen Boten, Johann MüschsPfcnningmeister zu Dole, der jetzt hier gewesen, die Antwort für den Kaiser schriftlich und verschlossen zugeste^Er versprach, sie beförderlich dem Kaiser zuzufertigen. Ebenso hat man die Antwort für die Vereinungder post" den Gesandten von Zürich und Bern, die sich beim Feldlager jener befinden, verschlossen Überschußmit dem Befehl, dieselbe de» betreffenden Kurfürsten und Fürsten unverweilt zu übermitteln. Den beide»