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4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
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668
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Ii 6 8 August 1546.

ausgenommen etwas Thätliches gehandelt, noch den Anhängern jener Ungehorsamen zu solcher Rebellionirgend welche Ursache gegeben habe; denn er habe sich zu Anfang der Kriegsrüstungen gegen die Mehrheitderselben gnädiger erzeigt, als er den Umständcn nach hätte thun sollen. Daß der Papst ihm Hülfe undBeistand Ihne, könne den Schmalkaldischen zur Beschönigung ihrer Nebellion mit nichten dienen, da nicht bloßandere Potentaten in Italien, sondern auch einige angesehene Fürsten aus den ältesten und vornehmste»Häusern im Reiche, die zum Theil der augsburgischen Confession selbst verwandt seien, ihm stattlich zur Seitestehen, was sie ohne Zweifel nicht thun würden, wenn sie bemerken könnten, daß das Vorgeben der Schwul-kaldischen begründet wäre. Daß hingegen der aufrührischen Aechter Streben nur dahin gerichtet sei, unterdem Schein der christlichen Religio» sich gegen ihre rechtmäßige Obrigkeit aufzulehnen und alle Glieder desReiches theils mit Gewalt, theils durch geschwinde Practiken unter ihre Herrschaft zu bringen und die Religio»sammt Friede und Recht im Reiche zu unterdrücken, das zeigen ihre frühern und jetzigen Handlungen sattsam-Es sei nicht nöthig zu erzählen, wie sie die ansehnlichsten Reichsstädte unter dem Schein der Religion ausihre Seite und unter ihre Gewalt gebracht und dann geistlicher und weltlicher Stände Lande und Leute wideralles Recht und den Landfrieden eingenommen und noch inne haben. Er schweige von den unchristliche»Dingen, die sie während dieser Empörung ohne Unterlaß treiben, wo sie Meister geworden, indem sie b»Huldigung fordern, den Geistlichen und Ordensleuten ihren Habit und die Uebung ihres Gottesdienstes ver-bieten, dieselben durch Drohungen und Gefängniß zur Abschwörung ihres Glaubens zwingen, die Gotteshäuserweit über ihr Vermögen brandschatzen, Kirchen und Klöster, die mit diesem Handel nichts zu thun habe«,stürmen und plündern, die Kleinode, Kelche, Monstranzen und andere Zierden daraus rauben, also allThun dahin richten, in geistlichen und weltlichen Sache» das Reich unter ihre Gewalt zu bringen; dazusuchen sie der Eidgenossen Einverständniß, ohne Zweifel in keiner andern Absicht, als ihr Vorhaben destogewaltiger anszuführen, einen Bund zu gründen, dessen oberstes Haupt sie wären, und jedermann nach ihremGefallen zu tyrnnnisiren; die Eidgenossen werden übrigens wohl erkennen, was sie selbst von solchen Plänen Z»erwarten haben. Dem Allem nach erwarte er, daß die Eidgenossen seine Widersacher in ihrer Rebellion aufkeine Weise unterstützen, sondern ihnen nach Gebühr mit abschlägiger Antwort begegnen, ihr Volk zu HwPbehalten, die schon Weggezogenen beförderlich und mit verschärften Geboten abberufen und gebührend strafen!daß sie auch die andern vier Orte in der Güte dahinberichten", daß sich dieselben von ihnen nicht ab-söndcrn, sondern neben ihnen in der alten erblichen Einung mit den Häusern Oesterreich und Burgund ver-bleiben, mit den Ungehorsamen sich nicht einlassen und ihnen keinerlei Hülfe oder Vorschub leisten.

St. A.Lucern: Allgcm. Abschiede U, i, e. iz». K. A. Freidurg: Badisch- Abschiede Bd. 14, nach den Abschieden von 1546.St. A. Zürich: Tschudische Documentcnsammlung X, k. 103, hier bedeutend kürzer gehalten.

^ 2) 1546, 27. August. Ebendaselbst. Der Kaiser an Zürich, Bern, Basel, Schaffhauscn. Fast durchweggleichlautend wie das Schreiben an die neun Orte, nur der Schluß weicht dahin ab: Der Kaiser erwarte »«»zuversichtlich, daß die vier Orte wie die neun andern sich erboten, der Erbeinung treulich nachkommen und sichvon denselben nicht söndern werden; das werde ihnen ohne Zweifel bei jedermann zu hohen Ehren und Ruhwgereichen und er werde solches gegen sie und gemeine Eidgenossen gnädig erkennen und nie vergessen.

St. A.Lucern: Allgem. Abschied- U, I, k. 143. - St. A. Zürich: A.Kaiser. - K. A. Schaphausen: Correspoudenzen.

Zu It. 1) Der schriftliche Vortrag der Gesandten der augsburgischcn Confessionsvcrwandten geht dahin!Sie seien durch den Papst verunglimpft worden, als ob sie zu diesem Kriege Ursache gegeben hätten undnur mit dem Schwert zur Billigkeit gebracht werden könnten, deßhalb habe er mit dem Kaiser ein Bündwßeingegangen, welchem beizutreten er auch die Eidgenossen einlade; bereits soll er bei einigen Orten undZugewandten Kriegsvolk werben. Obwohl man nicht glaube, daß die Eidgenossen diesem Bunde beitrete»werden, möge dennoch eine Erörterung der Sachlage am Platze sein. Die Augsburger Confessionsverwandtc»haben den Krieg nicht verursacht, sondern auf Reichs- und andern Tagen stets den Frieden gesucht, der ihnenauch zugesagt worden sei, da man auf mehr als einem Reichstag verabschiedet habe, daß sie der Religion wegennicht bekriegt werden sollen, sondern es soll die Spaltung durch eine christliche und freundliche Vergleich»»!?in einem freien christlichen, in Deutschland abzuhaltenden Concil oder Nationalversammlung oder auf einci»