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Juli 1545.
das in fremden Landen üble Nachreden veranlassen; bis jetzt sei gesagt worden, es könne einer mit „reingmalem" Gold in offener Hand durch die Eidgenossenschaft gehen, ohne beleidigt zu werden. Man soll daherbei den andern Orten darauf dringen, daß der Commissar dem Kaufmann das abgenommene Strafgeld wiedererstatte; zugleich daß dem letztern geschrieben werde, es sei die betreffende Maßregel ohne Vorwissen der Obernangewendet worden, damit dieser Kaufmann veranlaßt werde, wieder auf unsere Straße einzulenken. «I.Boten sollen ihre Obern berichten, wie der Commissar zu Bellenz mit den Juden verfahren sei, was manvon einer glaubwürdigen Person erfahren hat, so wie auch wie nach Erlaß eines Schreibens derer von llr:der Schreiber und Weibel ans der Portun mit einer darauf ankommenden Schaar Portngaleser gehandelthaben. Die von Uri sollen hierüber Kundschaften einvernehmen und die betreffenden Verhöre nebst diesemAbschied (den andern zwei Orten) zuschicken. In Betreff des Kornkaufs hat Natu» geredet, man habedie betreffenden Licenzien oder Fürdernisse theuer genug vom Commissar erkauft oder (ihm) bezahlt; deßhalbsei ihm in Abwesenheit des Commissars und Andern befohlen und in den Eid gegeben worden, das Kor»nicht theurer zu geben als »ach dem Geheiß des Nathes zu Bellenz. Nachdem dann der Commissar wiederdaheim gewesen, habe das Korn wieder aufgeschlagen, so daß die armen Leute sich beklagten. Es soll »»"jedes Ort über den Abschied und die Kundschaft sich berathen und seine Meinung denen von Uri zuschreibe»-I'. Der benannte Commissar hat an die III Orte geschrieben, wie Peter Paul Castanea, „Judex del gal Z»Mailand", den Eidgenossen berathen und beholfen sei. Nun schreit alles Volk, welch großer Wucher durchihn getrieben worden sei, „ouch ander insäl iner". Das null man verschieben, bis die Boten von La»iskommen und dann verfügen, was uöthig ist. K. Ludwig Dudeschg (alia« Dütsch) verlangt Namens sei»^Freundes Johann Alexius der Pflicht, gegen Peter Marter Bürgschaft zu geben, enthoben zu werden; ^erbiete sich sonst, den Frieden an Peter Marter zu halten, wisse auch niemand zu finden, der sich für ih»verbürgen wollte. I». Die von Burgo, (nämlich) Hauptmann Baptista sel. Sohn, verlangen, daß zu Gunstc»ihrer Mutter ein Geschenk errichtet werde. Man sieht aber wohl ein, wenn dieses erfolgte, würde man, m»^immer sie gegen Peter Marter vornehmen würden, nicht mehr auf ihr Gut greisen können. Deßhalb s»lldas jeder Bote heimbringen und auf nächstem Tag bevollmächtigt sein zu antworten, ob man solches zu-lassen wolle oder nicht. Dabei weiß jeder Bote, wie man über die Sache geredet hat, daß man ein Geschlechtnicht entehren oder vertreiben, sondern sich entschließen sollte, unter welchen Bedingungen so etwas zugelassenwerden möchte, i. Der Statthalter de Zgieß(?) eröffnet im Namen der Stadt Bellenz, bei der lieber-sluthung des Bollenzer Sees ob ihrer Stadt bei dem Wuhr seien große Steine daher gekommen. Nu» ^man gewohnt, auf dem Wasser gegen Mailand zu abwärts zu fahren; bei kleinen: Wasserstande sei das »»"nicht möglich, bei großem aber seien jene Steine hinderlich, und es seien um derer wegen schon einigesoneu ertrunken. Sie bitten, ihnen zu bewilligen, auf jeden Floß vier Kreuzer Zoll zu beziehen, dann wölb'»sie in zwei oder drei Jahren diese Steine brechen und herausschaffen; diesen Zoll wollen sie auch nur dre>Jahre lang beziehen; von fremden Leuten brauchen nur die aus Misox dieses Wasser; sonst werde esvon Livinern und Bollenzern beansprucht, „so dann der unseren sind". It.» Der Commissar berichtet, cthabe noch nicht erfahren können, wer die Schutzlöcher gemacht habe, welche in der Mauer des Weingartsvon Bastian Tudesch gegen Peter Marlers „Tubhus" dienen. Es wird ihn: geschrieben, er soll als getreu^Amtmann die Sache nochmals gründlich untersuchen und das Ergebniß den Obern ernstlich berichten. Solllesich nichts herausstellen, so soll er den Eigenthümer des Weingartens anhalten, die benannten Schutzloswieder zu verbauen.