Druckschrift 
4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
Entstehung
Seite
508
Einzelbild herunterladen
 

508

Juni 1545,

verdienen hcrtiglich gestraft füllen werden: und so der, so das sin verlüre, gelezt, alsdann der, so in dengittern ergriffen, denselben schaden abzetragen schuldig syn soll.

Von schatzung der spyß.

Es soll ein gricht in dem amt schätzen alles brot, fleisch und wyn, und zuvor deHeiner nützit usgäbennoch verkaufen, es werde im dann sunst erlaubt, by peen und straf unser landvögten. Wo aber die für'sprächen nit all by einanderu versamt Wären, mag ein fürspräch einen amtmann oder zwen zu im nenunenund schätzen wie obstat.

Wie zergelt soll gehalten werden.

Ein jeder würt, so in dem amt offen gastung haltet, mag zergelt, so im ufgloufen und vcrzert, »uteide behalten, doch nützit anders dann zergelt.

Um Verachtung her boten.

Und wer auch der oder die wäre», so um söliche vorgcschribne fräfel und cinigung begriffen und anzeigtwurden und die büß nit gäben wölkten, sonder die bot übersächcn, die füllen zu jederzyt unser» landvögte»zü rechter Kuß und straf ein pfund hallcr verfallen und uszerichtcn schuldig syn.

Wie ein ynzügling sich des amts genoß machen soll.

Welicher auch nun furo in dis amt uf eigen oder lechcn ziechen, derselbig soll erstlich einem w»toder demselben dorf, darin er ziechen will, glaublich brief und sigel siner geburt, harkommens und abschcidsgnugsamlich erzöugen und bringen: und so er demnach demselben dorf anzcnämmcn gevcllig, soll er alsdannunser», landvogt und inen zu rechtem ynzug gäben und usrichten jedem v pfund, und semlich gelt bezalen u»derlegen vor und ce er einige almenten und guter nutze und bruche und besitze, damit er dann ouch all undjeder fryheiten, gerechtigkeiten und harkommen in den, amt gnoß und in allen fachen wie ein anderer anits'mann gehalten und gebrucht werden.

Vom nachtbrot.

So jemand brachte eine» taglöner, soll er im zenacht ein brot, so eines schillingS wärt oder ein schilling,in welichen dörfern sölichs brüchlich, dafür gäben und usrichten.

Und als nun wir sölich gestelt und gesetzt artikel all und jede gehört und verstanden, und uns die >»tunzimlich syn bedacht, so haben wir dieselbigen, wie die von einem artikel an den andern obgcschribe» stand,us kraft und gewalt unser Herren und oberen bekreftigt und bestät, bekräftigen, confirmircn und bestätige»dieselben hiemit wüffeutlichen, also daß denselben nun hinsüro geläbt, stattgethan und nachgangcn fülle werde»one mengklichs yntrag und wtderrcd; doch unfern Herren und oberen ir recht und fryheit, söliche alle oderjetliche insunders ze mindern, ze meren oder gar nbzethun nach ircm willen und wolgfallen und guten bedanke»hiemit luter vorbehalten. Dcsglychen. daß unsere landvögt all und jede fachen, so in obgcmerkten artiklc»vergriffen und sy bedunken, inen als der rechten oberkcit zu strafe» zustanden, den verwürkten zu unser hcrre»und oberen Händen one allermengklichs widerred und yntrag wol strafen mögen, alles erbarlich. Und desalles zu einem waren, vesten, ewigen urkund, so hat der streng, vest, fürncm, wys, unser getrüwer lieberlandvogt zu Baden im Ergöw, Niklaus Jmfeld, ritter und des rats zu Untertvaldcn, sin eigen insigcl »'namen unser aller lassen henken an discn brief in rcgisters wys gemacht und gäben uf zinstag nach Pewund Pauli, der zweien heiligen apostlen, was der letst tag brachmonats nach der gcpurt Christi gczelt tusettdfünfhundert vierzig und fünf jare".

Nach einer im St. A. Lucern liegenden Abschrift, die unterm LS. December 1312 von der Kanzlei Aargau »lSmit dem in einem im ehemaligen oberfreiämtischen Archive liegenden, mit Nr. 172 bezeichneten Bande enthaltene»Hitzkircher Amtsrechte gleichlautend vidimirt worden ist. Ebenfalls im St. A. Lucern liegt ein zweites Exemplar, welchesauch spätere Nachträge enthält, anderseits aber auch ältere Bestimmungen übergeht. Als der ursprünglichen Quellenäher liegend, haben wir die erstcre Abschrift benäht; die andere, abgesehen von den schon erwähnten Verhältnisse»,ist offenbar weniger correct und die Schreibweise moderner: doch konnte sie mitunter benützt werden, um Mängel deS