Druckschrift 
4,1,d (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1541 bis 1548
Entstehung
Seite
77
Einzelbild herunterladen
 

October 1541.

77

Einkünfte, aber große Ausgaben mit Knechten, Jungfrauen, Almosen und Anderm. Der genannte Landvogtberichtet nun, es sei ein schöner Vorrath von Korn und Haber da, auch bei achtzig Saum Wein, obwohletwas bereits verkauft worden; nur der Hausrath sei mit der Rechnung nicht vollständig verglichen. Zürichund Glarus wird davon Kenntniß gegeben. Heimzubringen, s". Der Landvogt in den Freien Aemternmeldet, daß Einige ihre unehelichen Kinder loszukaufen wünschen, und begehrt zu wissen, was für Bescheider ihnen geben solle. Da man nicht instruirt ist, so wird ihm befohlen, die Betreffenden vorzurufen undvon ihnen zu vernehmen, was sie eigentlich im Sinne haben, und dann an die VII Orte dariiber zu, berichten.Heimzubringen. Ks. Solothurn sendet eine Missive des Inhalts, daß die V Orte, wenn sie dem PapsteKnechte bewilligen, keine Solothurner aufwiegeln oder wegführen lassen, indem es die Fehlbaren an Leib undGut bestrafen würde. Heimzubringen. In. Dieser Tag wurde angesetzt auf Begehren des Papstes. Essind aber die Instructionen verschieden, indem einige Orte den Aufbruch ganz abschlagen, andere nur anhörenund berichten wollen. Weil nun die Umstände gefährlich sind, weil die Macht der Türken vorrückt und„die Strafe des Todes" vorhanden ist, so hat man diesmal dem päpstlichen Gesandten keine bestimmte Antwortgeben können; es soll aber jeder Bote die Sache treulich heimbringen, damit man sich vereinbare und derGesandte abgefertigt werden könne; deßwegen wird ein Tag in Brunnen angesetzt auf Donstag vor Galli(13. October), zu dem man auch Freiburg einladet. Z. Ein Schreiben derer von Lauis, betreffend ihrenSpan (mit den Anstößern von St. Leonhard), bittet um Vollziehung des Abschieds von Bremgarten. Lucernsoll daher seinen Boten abordnen; Zürich wird ersucht, auch den seinigen zu schicken und den Obmann beizu-ziehen. Die Boten sollen nicht zu große Kosten fordern.

Im Schwyzcr Abschied fehlt!.

Zu j (auch v und k). Der Zürcher Mschicdcband 14 (k. 306—9.) enthält 1. das an Zürich erlasseneSchreiben der V Orte, d. d. Zug Dienstag nach St. Michaelstag (4. October), worin die Art. e, k, ! desobigen Abschieds mitgetheilt, ans das beiliegende Schreiben von Lauis verwiesen, die Oeffnung desselbenentschuldigt und die Vermittlung der eingelegten Missive an Glarus begehrt wird. 2. Das Schreiben vonVorsitzern und Rätheu des Thales Lauis an Zürich, d. d. 28. September (lateinisch). Sie bitten nebenbei,die Urtheilsprecher nicht auf ihre Kosten zu schicken, da es sich um ein Recht der Obrigkeit handle, jedenfallsdie Kosten bescheiden und erträglich zu machen. Mittelst Missive vom 8. October (Samstag nach Fmncisci)ersucht Zürich Lucern zu Händen der übrigen Orte, die Angelegenheit zu verschieben. St. A. Zürich: Missiven-buch 1541—43, 1. 62.

Zu Ii. Freiburg entschuldigt sein Ausbleiben schriftlich wegen herrschender Pest, Abwesenheit Vieler

im Herbst u. s. w. N> A. Froiburg: Missivenbuch Nr. IS, k. 103.

36.

Arminen. 1541, 13. October (Donstag nach Dionys«.)

Staatsarchiv Liiccr»: Allg. Absch, v. 2, k, soa, Landesarchiv Schwyz: Abschiede. KantonSarchiv Zug: Abschiede Bd, 2,

Tag der V Orte.

k». Ueber des Papstes Werbung um Knechte hat man sich zu folgender Antwort vereinigt: 1. Mandanke Seiner Heiligkeit für alle erwiesenen Wohlthaten, mit der Bitte, daß sie, wenn es ferner nöthig würde,abermals das Beste thuu wolle. 2. Der eingetretene Auszug in der Geleitsbewilligung wird (mit dem gewöhn-