Mai 1552. ^
Wegen des Ungcwitters und der großen Wasser haben sie nicht schneller reisen können. Bei denen vonBern haben die Gesandten vernommen, daß sie denen zu Dijon wegen einiger Gefangener geschrieben habendaß sie bis zur Ankunft der Gesandten nicht fürfahren sollen. Den betreffenden Läufer haben die Gesandtenauf der Straße angetroffen; er habe eine schriftliche Antwort gehabt, welche die Gesandten geöffnet haben-diese habe nichts Anderes enthalten, als man habe die Gefängnisse untersuchen lassen und kenne niemand'der des Glaubens wegen gefangen sei. Der Bote habe aber gemeldet, es seien einige Tage vorher zweiGläubige verbrannt worden. Bei ihrer Ankunft haben die Gesandten dieses als wahr befunden auchvernommen, daß Einer, der von Paris gekommen und im Gesängniß gestorben war, todt verbrannt wordensei. und sonst noch eine Person vor einiger Zeit.... was Alles sich in zwei Monaten zugetragen habeDoch werde Ungleiches geredet; es heiße auch, diejenigen, welche gerichtet worden seien, haben falsche Briefegetragen und seien deßwegen bestraft worden, was Alles zu vcrmuthen sei, „allein schryben an die Christenhin und Wider gesin sygen". (Folgen Berichte über Kriegsnachrichten.) Bitte diese Mittheilung auch denenvon Zürich. Bern und Schaffhausen zukomme» zu lassen. S.. A. Zürichs Frankreich
222.
Maden. 1552, 31. Mai.
Staatsarchiv Vuccr»! Ailgem. Abschiede I>, k, 57. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Band IS, t. Z5S.
Staatsarchiv Bern: Ailgem. eidgenössische Abschied- blbl, S. 75Z. Land-Sarchiv Schwvz: Abschiede. Kantvnsarchiv Glarus- AbschiedeKantonsarchiv Basel: Abschiede Bd. s«. Kantonsarchi» Frciburg: Badische Abschiede Bd. St. Kantonsarchiv Solothnrn : Abschiede Bd SiKantonSarchiv Schaffhausen: Abschiede. Landcsarchiv Appenzell: Abschiede.
Gesandte: Zürich. Hans Rudolf Lavater, Burgermeister; Johann Escher, Stadtschreiber. Bern.Anton Tillier, Seckelmeister; (Jacob) Thormann, Venner, beide des Raths. Lucern. Hans Hng,Schultheiß. Uri. Josua von Beroldingen, Ritter, alt-Landammann; Jacob a Pro, des Raths. Schwyz.Jörg Neding, Landammann. Unter mal den. Heinrich zum Weissenbach, alt-Landammann zu Obwalden.Zug. Hans Letter, Ammann; Bartholomä Merz, des Raths. Glarus. Hans Brunner, des Raths.Basel. Jacob Rudi, des Raths. Frei bürg. Jost Freitag, des Raths. Solothurn. Konrad Graf,Schultheiß. Schaffhausen. Alexander Beyer, Bürgermeister. Appenzell. Othmar Kurz, Landammann!E. A. A. k. 104, b. Ilüäom: Kathol. Abschiede 1541—1590.
tt. Es erscheinen die Boten der fünf Orte, welche beim König von Frankreich gewesen sind, undberichten, sie haben den König im Feldlager zu Ziveibrücken angetroffen; der habe ihre Anbringen gütigangehört und ihnen gnädige Antwort ertheilt, von welcher jedem Boten eine Abschrift zugestellt worden ist.Daneben sei ihnen von der Regierung zu Ensisheim, den Städten Straßburg, Colmar und Schlettstadt lindvon dem Herzog von Zweibrücken und den Amtleuten der Grafen von Bitsch („Butsch") viele Zucht undEhre erwiesen worden. Man schreibt nun an den König und verdankt ihm seinen gnädigen Willen undsein freundliches Erbieten. Ii. Schultheiß Hug von Luccrn zeigt das Schreiben und die neue Zeitung derervon Ueberlingen an. Es wird denselben wieder geschrieben, ihnen freundlich gedankt und sie gebeten, wennihnen weiter etwas begegne, solches denen von Lucern zu melden, e. Der Herzog Christoph von Würtembergantwortet auf das in Betreff der Angelegenheit wegen des Geschützes an ihn gerichtete Schreiben, er sei derMeinung, es solle jeder Theil zwei Zusätzer bestimmen; er für sich iverde einen vom Adel und einen Doctoroder Nechtsgelehrten wählen; wenn aber die von Notweil hierin einiges Bedenken haben sollten, so sei er
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