Juni 1551.
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wan den Zollern 630 Kronen nach; die übrigen 600 Kronen haben sie bezahlt. 7. Zoll und Bank zuMendris haben 100 Sonnenkronen ertragen. I». Doctor Bartholoinä Carulus von Lauis eröffnet, er habewit Erlaubnis; des Senats zu Mailand im Bisthuin Como ein Gut gekauft, für welches die von Como ihnbesteuern wollten. Er habe dann mit diesen vor dem Senat zu Mailand gerechtet und sei in die Steuerverfallt worden. Da nun die von Como viele Güter auf dem Gebiete der Eidgenossen haben, von denselbenaber keine Steuer bezahlen, so bitte er, ihm zu erlauben, jene Beschwerden, die er wegen seines Gutes inComo zu tragen habe, von jenen Gütern erheben zu dürfen, v. Die Fürsprecher von Balerna zeigen an,vor ungefähr acht Tagen seien sechs oder acht arme Gesellen von Balerna in Como gewesen, wo jederungefähr für 10 Schillinge Korn gekauft habe. Als sie mit demselben heim wollten, seien sie von denCommissarien angefallen worden und haben alles Korn und miteinander noch 2 Kronen dargeben müssen;^ rufen daher um Hülfe und Beistand an. ck. Peter Gurin von Lauis führt Klage, seine Zinsleute zuMendris besitzen einige Aecker jenseits der Märchen im Herzogthum. Als sie nun das in Garben gebundeneKorn auf Karren heimführen wollten, haben ihnen die Commissarien einen Theil dieses Korns sammt einigenOchsen genommen, was seit dreißig Jahren, seit welcher Zeit sie diese Aecker besitzen, nicht geschehen sei; sieverlangen, daß man ihnen gestatte, diesen Schaden bei den herwärts liegenden Gütern der Mailänder erhebenW können. Nachdem der Abschied geschrieben war, hat man erfahren, daß jenes Korn und jene Ochsen aufMendriser Gebiet weggenommen worden seien. Man hat daher dem Don Fernand geschrieben und ihnougewiesen, die Antwort dem Landvogt zu Lauis zukommen zu lassen und dieser soll über die Angelegenheitbie Obern berichten, v» Ein armer Gesell von Arzo („Arzio") besitzt seit fünfzehn Jahren einen Ackerous dem Herzogthum, von dein er jährlich ohne Hinderniß die Garben heimgeführt hat. Als er dieses auchUu gegenwärtigen Jahre thun wollte, haben ihm die Commissarien das Korn mit zwei Paar Ochsen genommenUnd ih» sammt seinein Sohn gesangen gelegt. Obwohl man dann zu Mailand mit dem Großkanzler» alsStellvertreter des Don Fernand, durch den Landschreiber zu Lauis reden und für die Gefangenen bitten ließ,^o ist nichtsdestoweniger der arme Mann lim 50 Kronen gestrast worden, die er bezahlen muß, wenn er derCzefangenschaft entledigt werden will. ll". Die Leute der Landschaft Lauis, welche Güter im Herzogthumhaben, eröffnen, man habe ihnen diese Güter messen lassen und von jedem Juchart einen gewissen Messerlohnöesordert; sie besorgen, sie werden für die Folge nach Verhältnis; diese» Maßes den nach den Rechten desHerzogthums Mailand bestehenden Beschwerden unterworfen. Ferner sei es der Fall, daß sie ihre Zinse undFrüchte ab diesen Gütern seit einigen Jahren ohne große Tratten nicht heimführen konnten. Da die Mailänderauf dem Gebiet der Eidgenossen auch viele Güter haben und bestimmt worden sei, diese sollen so gehalten'»erden, wie die Angehörigen der Eidgenossen im Herzogthum Mailand, dieses aber nicht zum Ziele geführthabe, so bitten sie, ihnen zu bewilligen, alle Beschwerden, die sie von ihren Gütern im Herzogthum entrichtenWusse», wieder von den herwärtigen Gütern der Mailänder erheben zu können. Von der Jahrrechnung zuBaden ist nun dem Landvogt zu Lauis eine Missive gesendet worden, die da meldet, wie in Betreff derCapitel mit Mailand noch nichts beschlossen worden sei, sondern Alles wieder an die Obern gebracht werde,wie das der Landschreiber, Johann Zumbrunnen, berichten werde. Da ferner die Angehörigen der Eidgenossen^treffend ihre Zinse und Güter im Herzogthum Mailand Beschwerden unterworfen werden, so ergehe analle Landvögte ennet dem Gebirg die Weisung, die Mailänder mit Bezug auf ihre Zinsen und Güter imherwärtigen Gebiet zu halten, wie die Angehörigen der Eidgenossen im Herzogthum Mailand gehalten werden.Dw Boten haben daher den Betreffenden von Lauis ihre Bitte, wiewohl sie dieselbe billig finden, nicht
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