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4,1,e (1886) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1549 bis 1555
Entstehung
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466
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März 1551.

II. 1. (L.März). Der Rath von Genf verhandelt über die Beschwörung des Burgrechts (mit Bern),wofür zwei Gesandte von Bern, nämlich Schultheiß Hans Franz Nägcli und Venner Thormann anhergekommensind. Der Rath beschließt, ans morgen den Generalrath zu versammeln. Vor denselben soll man dieVerbriefung des Bnrgrechts hinbringen, um dieselbe nöthigen Falls verlesen zu können. Dann soll dasBnrgrecht in gewohnter Weise beschworen werden. 2. (9. März). Der Generalrath ist wie üblich im Kloster(au olostro) versammelt, um denen von Bern den Eid ans das Burgrecht zu leisten, wie ihnen diesfallsgeschrieben worden ist und für dessen Entgegennahme die beiden Gesandten anwesend sind. Nach einerAnrede an das Volk eröffnen diese Gesandten, sie seien anhergekommen weil fünfundzwanzig Jahre verflösse»seien, seitdem zwischen Bern und Genf das Bnrgrecht errichtet worden sei; dasselbe wäre erloschen, wen»es nicht von beiden Theilen verlängert worden wäre. Gemäß seinem Inhalt seien die Gesandten von ihre»Obern anhergeschickt worden, um den Eid darauf entgegen zu nehmen. Auf das Verlangen der Gesandte»wird nun das Burgrecht und dessen Verlängerung verlesen und es fordert dann der Schultheiß, Alle solle»eidlich beschwören, das Vorgetragene zu halten und zu beobachten, so wahr ihnen Gott helfe. In dieserWeise wird geschworen. Hierauf verfügt mau sich unter Dank gegen Gott zum Mittagessen. 3. (10. März)-(Der Rath behandelt sechs Punkte, in der Meinung, diesfalls mit den Gesandten von Bern zu verkehre»-Sie betreffen Einzelnheiten, und zumal eine bezügliche Verhandlung zwischen dem Rath und den Gesandte»nicht vorliegt, so übergehen wir dieselben.) 4. (11. März). 1. Der Sindic des Ars berichtet, als er heutemit dem Schultheiß Nägeli bei einem Trünke saß, habe derselbe und sein Mitgenosse Thormann gcbete»,es möchten die während ihrer Anwesenheit in Genf vorgefallenen Streitigkeiten und Beleidigungen ihm'»zulieb verziehen und ungestraft gelassen werden; worauf er, Sindic, erwiederte, die Sache sei so schwer, daßzunächst darüber Erkundigungen eingezogen werden müssei?, wo dann an der Hand derselben der Rath nächsteDonstag nach eines jeden Gewissen über die Angelegenheit entscheiden werde. 2. Bericht des Schatzmeisterüber eine Bewirthung der Berner Gesandten und deren Gefolges (Detail).

I ans St. A. Bern: Nathsbuch No. 316 und 317, erste Abtheilung S. 70; 11 auS K. A. Genf-Rathsregister No. 45 k. 217 vorso (französisch).

160.

Waden. 1551, 10. März (Dienstag nach dem Sonntag Lätare).

Staatsarchiv Liicern: Allgcm. Abschiede c> Ä, k. ggo. Staatsarchiv Zürich! Abschiede Band 18, k. 187.

Staatsarchiv Bern: Allgsm. Abschiede bl, S. 44S. LandcSarchiv Schwvz: Abschiede. KantonSarchiv GlaruS: Abschiede.K antonSarchiv Basel: Abschiede Bd. S4. KantonSarchiv Drciburg: Badische Abschiede Bd. IS. KantonSarchiv Solotliurn: AbschiedeKantonSarchiv SchafsNausen: Abschiede. Landesarchiv Appenzell: Abschiede.

Gesandte-: Zürich. Hans Rudolf Lavater, Bürgermeister; Johann Escher, Stadtschreibcr.

Peter Jmhag, Venner; Ambros Jmhof, des Raths. Lucern. Hans Hug, alt-Schnltheiß. Uri. H"'"Vrügger, alt-Landammann; Jacob a Pro, des Raths. S ch w y z. Dietrich Jnderhalden, Ritter, Landau»'»""''Uuterwalden. Niklans Jmfeld, Ritter, Landammann. Zug. Hans Letter, Ammann. Gl»''"-'Hans Wichser, alt-Seckelmeister. Basel. Bernhard Meyer, Burgermeister; Heinrich Nyhiner, Stadtschu»"'Freibürg. Hans List, Seckelmeister. Solothurn. Urs Schwaller, des Raths. Schaffst»»!''.Ulrich Pflum, des Raths. Appenzell. Othmar Kurz, Landammann. E. A. A. I. 101, 1>- ll»'^'Kathol. Abschiede 1541 1590.