September 1550.
2. „Item das ist die rechneten, so der toufliitcn diener bi> iren eiden geben disers jars durch Bellitzgefertiget han, und Hand die rechneten gen in bywesen und us gheis des fürnemen Bteyrat Schriber vonSchwyz, sandbot uf der jarrechnig zu Belitz. Beschechen uf frytag, den sybenden tag Septembers anno 1550."1. Miser Tiberius Burgo, Factor oder Diener folgender vier Kaufleute, als Thomas Sybertt, Miser dela Portha, der Ladercr und des Galeatzer Tawesch, erzeigt durch sein Buch, daß er dieses Jahr von allenvier Kauflenten nicht mehr als 1426 Saum durch Bellen; geführt habe, indem seine Herren ihre Gütererst auf den 9. Mai wieder auf die Straße geschickt haben. 2. Miser Benedet Ghiringhelli, der Herren vonAonn sd'Anone?) Schaffner, erzeigt in gleicher Weise 1012 Saum. 3. Miser Andrea Thatt, Schaffnerder Rawelascha, erzeigt in gleicher Weise 1135 Saum. 4. Francesch Tuß, Nicola Russen Diener, zeigtbei seinem Eide an, sein Herr habe erst mit dem 31. Januar angefangen Güter durch Bellenz zu schicken,und habe von da bis zum 7. September 532'/s Saum durchgeführt. Das bringt zusammen 3605'/z (sie)Saum. Jeder Saum zahlt 8 Schilling, bringt ans je 1000 Saum 100 Kronen. Die Zoller beklagensich, daß auf die Märkte zu Rüffle, Baris (Parese), Bollenz und Livinen niemand aus dem Herzogthumherauf kommen und von oben niemand heruntergehen dürfe. Diese Rechnung hat Melchior Rosenberg aufGeheiß und in Beisein des genannten Sendboten aufgenommen.
142.
Wern. 1550. 8. September.
Staatsarchiv Bern: JnstructionAuch IS t. 87. Kautonsarchiv Freibutj,: Muriner Abschiede X k. S75.
Jahrrechnuug der Städte Bern und Fr ei bürg in Betreff der Herrschaften Murten und Echallens.Gesandte: Fr ei bürg. Ulrich Nix, des Raths; Peter Früpo, Seckelmeister.
Boten von Orbe bitten, die Matte, genannt L'Isle de Vuuxmarcus, ihrem Spital zu schenken,^ie werden abgewiesen. Dagegen erhält der Vogt Auftrag, denen von Orbe für die Mühe und Arbeit, diedc des Grabens wegen angewendet haben, nach seinem Ermessen eine Vergütung an Geld oder Korn zuücben. i». Dieselben Boten verlangen, daß diejenigen, welche Gärten an der Ringmauer der Stadt haben,"»gewiesen werden sollen, dieselben mit Mauern zu versehen, wie es Andere auch gethan haben. Die Sache"»cd bis eine weitere Besichtigung Seitens beider Städte verschoben. «?. Ebenso der Antrag, die^hrlen im Moos in Baun zu legen. «1. Die genannten Boten verlangen ebenfalls, es möge denen von^cbe bewilligt werden, diejenigen, welche auf Anderer Güter gehen und daselbst Schaden zufügen, mit demH"lseisen zu bestrafen. Sie werden abgewiesen, doch eine Buße darauf gesetzt, nämlich wenn es am Tage^schieht 5 Florin, bei Stacht 10 Florin. Würde jemand mit Entwendung von Frischten oder sonstigen^chädigungm sich gröblich vergehen, so soll derselbe vor Gericht gestellt werden. «. Die Gotteslästerer,'"clche sich weigern Buße zu thun, nämlich die Erde zu küssen, sollen eingelegt und so lange gefangen gehalten""rden, bis der Schuldige I Florin bezahlt hat; daneben soll er immerhin noch die Buße verrichten. Würde^»and sich ch gröblich vergehen, daß er weitere Strafe verdiente, so will man diese vorbehalten haben.^ Dem Pierre Violett wird seine Buße von 50 Florin bis auf 10 Florin erlassen, doch soll hierin der Antheil^ Vogts nicht begriffen sei». Daneben wird erkennt, derjenige, welcher ihm („in") versetzt hat, soll achtund soviel Nächte bei Wasser und Brod gefangen gelegt werden. K. Die von Echallens beklagen sich,die von Lausanne ihnen eine neue Beschwerde auflegen, nämlich 3 Gros für jedes Fuder Wein, das sie