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September 1525.
II. 7. September (Donstag vor Maria Geburt). Heinrich Wetzet zc. an die Boten der Eidgenossen. Siewilligen abermals in den gemachten Anstand, begehren aber, daß sich die Gegner zu Händen der Eidgenossenverschreiben, denselben zu halten; aus dem Felde wolle man vor dessen Ablauf nicht ziehen. Wenn weder gütlichenoch rechtliche Unterhandlung zum Frieden führe» sollte, so wären die Bauern vielleicht genöthigt, das Land zuverlassen; für diesen Fall bitten sie die Eidgenossen, dasselbe zu ihren Händen zu nehmen, wozu sie mit Leibund Gut behülflich sein würden, zc. K, A, Basel: A, Bau-M-Rebellio». — Schreiber. Bauernkrieg III. 124.
2) 1525, 6. September, Basel. Heinrich Rubli und Hans Effinger an Bm. und Rath in Zürich. „Strengenzc. zc. Als üwer . . wysheit uns uf den tag gen Basel abgefertiget, habend wir allhie funden die botteu vonBern, Solothorn, Schaffhusen und Appenzell, aber von Länderen niemands, das unser Eidgnossen von Baselübel beduret hat. Also sind wir Kotten von den sechs Orten zuosamen berüeft und habend unser Eidgnossen vonBasel uns die Handlung zwüscheu dem Adel und (der) Pursame der lenge nach erzelt, und was inen, auch unsallen uß derselbigen Handlung für schaden begegnen möge, entdeckt und uns mnb rat gebetten, wie doch nochhütbytag in (den) Handel zuo komm, damit das bluotvergießen und verhergung des lands verhüetet (wurd). Alsosind wir rätig worden und haben dem Adel setz zum zweiten mal, mich der Pnrsame geschriben, ze verwilligen,daß wir mit sampt Hern Marggraf Philipsen witer giietlich und rechtlich zwüscheu inen handle» möchten. Derhat ein(en) tag gen Offenburg ernempt uf Zinstag nächst künftig (12. Sept.). Also haben die puren geantwortet,was wir st) heißen, wellen st) thuon und uns ir lib und guot vertrnwen. Ob aber der Adel bewilligen welle,mögen wir noch nit wissen. Wir meintcnd, wir wetten vcrrittcn sin, so habend unser Eidgnossen von Basel unstrungenlich gebetten ze verharren, ob darnach etwas gnots möchte geschafft werden zc. Sunst . . ist noch nüt imseid tapfers gchandlet, dann daß sy zu beden theilen täglichen scharmutz haltend, die Edlen und Buren umb-komen; doch ist noch kein schlahen beschchen, und tonst der Pursame vil knechten zuo; deßglichen so stärkt sichder Adel ouch, und ist ze besorgen, wo es nit durch hilf gottes fürkommen, es werd ein groß bluotvergießendaruf erfolgen. Unser gn. Herr Marggraf Philips hat geschriben und begert, daß wir Eidgnossen den tag zuoOffenburg söltcn helfen besuochen. Deß sind alle Kotten guotwillig, soferr die partyen die güetliche und rechtlicheunderhandlnng bewilligen wellend." Damit zc. St. A. Zürich: A. Hegau.
3) 1525, 3. September, Ensisheim. Landvogt, Regenten und Räthe, nebst dem clsässischen und sundgauischenAdel an die eidg. Boten in Basel. Antwort ans ihr schriftliches Ansuchen vom 5. d. M., dem Markgrafen Philippvon Baden gütliche Mittlung, im Fall des Mißlingens rechtliche Entscheidung zu bewilligen, zc. Wie man früherschon auf solche Zumuthungen geschrieben, könne man sich diesseits nicht weiter einlassen, als die f. Durchlauchtdem Markgrafen (selbst) gestattet habe, wobei man zu bleiben gedenke zc.
K.A.Basel: A. Bauern-Nebellion. — Schreiber, Bauernkrieg III, 125.
4) 1525, 8. September. Die Regierung in Ensisheim an die eidg. Boten in Basel. Da sich die Bauer-same wieder empört habe, und etliche Angehörige der Eidgenossen dieselbe verstärken, weßhalb sie sich auch desihnen zugesagten Trostes berühme, was aber nicht bloß wider die Erbcinung, sondern auch gegen alle Obrigkeitund Ehrbarkeit sei und deren Verderben herbeiführen könnte, so begehre man im Namen der f. Durchlaucht, daßdie Botschaften ohne Verzug bei Strafe an Leib und Gut die Ihrigen heimforder», damit gegen die Ungehorsamendesto wirksamer könne gehandelt werden, und wiewohl man sich keines Abschlags versehe, ersuche man doch um
schriftliche Antwort, zc. «. A. Basel: A. Bauern-R-beMan. — Schreiber, Bauernkrieg III, I2S, 12°.
5) 1525, 8. September. Bern au seine Gesandten in Basel, Caspar von Mülinen und Anton Noll. Ant-wort auf ihr Schreiben wegen des Tages in Offenbnrg. Weil man sich früher entschlossen, sich keiner Parteiaußerhalb der Eidgenossenschaft anzunehmen, befehle man, daß sie nirgendshin reiten, sondern in dem Fall, daßzu Basel gütlich nichts erreicht würde, sofort heimkehren. Sodann vernehme man, daß Basel der aufrührischenBanersame etwas Geld geliehen habe, was man „sehr fast" bedauern müßte; darum begehre man, daß die Botender Sache insgeheim gründlich nachfragen; vernehmen sie nichts Gewisses, so sollen sie davon schweigen; bekämensie aber deßhalb sichere Nachricht, so sollen sie vor dem Rath erklären, daß man solches höchst befremdlich finde,indem sich die Stadt dadurch parteiisch mache und (den Empörern) die Mittel (5,ursach") verschaffe, Unterthanender Eidgenossen aufzuwiegeln, was großen Schaden verursachen könnte, zc. Zu einem Vergleich in Basel wirke
Man jedoch gerne mit, Zc. Si. A. Bern: Teuisch Miss. I>. k. 424 i>.