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Juli 1S25.
SS4.
Zess. 1525, 25. Juli.
Staatsarchiv Zürich: Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. 6, Nr. 40. Acten Kleggau. Kantonsarchiv Solothttrn: Abschiede, Bd. XIII.
Kaatollsarchiv Basel: Abschiede.
Der fürstlichen Durchlaucht von Oesterreich Hauptleutc, Räthe und Coimuissarien haben auf die sonderlicheBitte und Unterhandlung der Rathsbotschaften von Zürich und Schaffhausen den Gewalthabern und Gesandtengemeiner Bauersame der Grafschaft Kleggau, Küssenbergher) Thal und Thiengen folgenden Vertrag bewilligt'''):
(I.) Nemlich daß sich dieselben puren all uinb ir begangen Mißhandlung in gemelter f. D. von Oesterreich('straf, gnad und ungnad') begeben, und erstlich (2 ir zwei 2) fcnnlin, darnndcr st) wider sein f. D. zogen, unddarzuo all ir Harnasch, büchsen und mccr, ausgenommen ir legen, (ch des tags und^) auf dem platz, daruf sy nach-folgend Huldigung thuon werden, von inen geben und ans ein Hufen legen, doch daß auf sonderlich beschehenfürbitt, nach Vollendung der Huldigung und sölichs irs gehorsamen überantwurtens inen ire lange wecr undHarnasch, ausgeflossen die fennlin, alle büchsen und geschoß, (' wider aus gnaden vergönnen, bis auf widerruefenund wolgefallcn f. D. von Oesterreich und ircr herschaft von Sulz, zuo Händen ze nemen, und sobald st) deßbegeren, die ze stund hernach wider zuo nberantwurten an cnd, dahin s>) bescheiden werden; bei welchem aberhierüber weiter onerloubt seiner oberkeit fendlin, büchsen oder ander gefchoß gefunden, der soll an seinem leibund gast gestraft werden, und die gcltstraf halber f. D. von Oesterreich, und der ander teil ir Herrschaft vonSulz zuogehören.')
(II.) Zum andern füllen st) irm gn. Herrn von Sulz von neuem swörcn, scin(er) gnaden getrew, gehorsamund gewertig ze sein, irn nutz ze fürdrcn und schaden ze warnen und wenden, und alles das ze thuon, so st)sein(en) vordem und im hievor gethon haben, und sich mit sein(er) gnaden umb seiner gn. znogefüegtcn schadennach zimtichen dingen auf das allerfnrderlichist vertragen. Wo es aber güctlich nit sein mächt, so soll es ('zuo f. D. oder dero verordneten Räten entschaid ston') und dabei auch ungewegert bleiben.
(III.) Item st) füllen in irn kirchen alle cristenliche ordnungen, wie von alter her, hinfüro ouch halten unddavon kein ändrung beschehen lassen; was ouch von den kilchen oder kilchenpflegern genommen worden, dasselbwider bezalcn.
(IV.) Item die radlinsiercr füllen gestraft werden nach eins jeden verschulden und verdienen.
(V.) Item sy sollen hinfür kein bruoderschnft mer haben noch gemeinden wider ir oberkeit halten, noch sichsonst rotten, bei vcrliernng irs lebens.
*) Wir fügen als Noten die zu Zell am Iii. August f. vorgenommenen Aenderu Ilgen bei; es werden aber die-jenigen, die ans den Inhalt keinen Einfluß haben, nicht berücksichtigt.
I. ch „straf und gnad" — 2) ^ Sonntag vor Verena".
t) „ze stund uß gnaden wider zuo neu Händen ze nemen vergöndt. Daß ouch das ein vendlin, so sich die purenblamver und weißer färb gebraucht, nach ir überantwnrtung durch f. D. Commissari den(en) von Zürich zugesandtund sy damit als einem bütpfennig vereert, doch mit dem underscheid, daß es fnrter disc» puren mit nichten merzuo iren Händen verfolge. Bei welchem aber hierüber weiter onerloubt seiner oberkeit büchsen oder ander geschoßerfunden, der sott zum ersten um zehcn gülden, und ob er das nit vermitt, zum andern mal um zwenzig gülden, undso das zum dritte^ mal bei im gefunden wind, fürter sein leben lang gar aus aller der Herrschaft Sulz gebietengestraft, ouch meiner mer ingelasscn werden, und die geltstraf allweg halb f. Dt. und der ander teil ir(er) Herrschaftvon Sulz zuogehören."
II. ') „nachgemeldter gestalt (s. Art. XIII) zuo obman und zuosätz güetlichem oder rechtlichem sprach und entscheid stan."
III. „Was die underthanen von den kirchen oder kirchenpflegern genomen oder cntlechnet, dasselb (sollen) sy wider bezalenund bekeren."