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Oetobek 1524,
„Edlen, gestreng, erenfest, ersam weiß Herren, was ich zuosampt meinen willigen diensten liebs und guo^vermag, ist ewcren herrlichaiten und crberkaiten begirlichs fleiß zu voran berait. Gnädig gebietend Herren, cc dolimir t'nver schriben geantwort ist worden, Hab ich vor durch guot fraind des Ulrichs Zwingli antmurt gell"entpfangen und aus der bald erwogen, daß er nit die evangelisch christenlich warheit suocht, wie er den einseitig^fürgibt, dann wa er die liebet an den tag ze konden, solt er froo sein, daß solichs vor den verordneten ^frununen Eidgnoschaft gescheche, voraus nach dem er sich etlich zeit erbrochen hat, und in all winkel ausgeschwst"'nmn solle mit im die geschrift ficren und aus den Worten gottcs in anders berichten; so aber ich solichsim ze thon erbittig bin vor den seinen, zuicht er am Hag ab und laßt ain truck über mich außgecn, nach artlutherischen Evangelium, mit schmach und schandschriftcn und mit der umvarhait gegen gemein Eidgnosscn d>n^^»mint zuo verhetzen. Aber also icben sy das wort gottes, die gesellen, ja under dem schein des wort gottesketzery und buobery. Nachmals auf S. Mauritii des Hailigen martercrs tag Hab ich entpfangen euer ratsboN"von Stetten und Ländern bcger, daß ich sy verständige, was ich weiter in fürgenommcn(em) Handel zewillens sey. Vitt ich euer gnad, vcst und crberkait wie vor, daß ir als mannhaft bidcrbcn lcut den waren ^cristenlichen glauben beschützen und handhaben und kain ketzcry in die frummcn Eidgnoßschaft cinwnrzlendarzuo geb euch gott der allmächtig und unser lieber Herr Jesus Cristus sein gnad und gaben und stärke, ' ^laßt üch gar nit irren des Zwingli und seiner anhänger vcrfenrisch (sie) ketzerisch schreiben, darin ain sitl^st ^der Hailigen geschrift gebraucht, Kärlich erkennt, daß er, Zwingli, in der Halligen geschrift verstand nit tll" 'zuosammcn raspelt die stuck der schrift einschließlich, on alle gründ, die selben verwaltigt und zerreißt w'den verstand des Halligen gnists, zuo zciten auf dem todtcn buchstaben lcit (?) und sich und ander darmitDann wie Origcnes spricht, wir christen haben auch litternm occidentem, dcnu (der) buchstaben der gcscly'^ ^ ^tödt, wann man nit hat die rechte auslegung der geschrift. Darzuo er auch sein maister, den Luther,hnuptstucken nit verstat; dann wo er ist christenlichen brauch und ordnung iimbstoßcn, so nimbt er imlaischen verstand daraus. Wa Zwingli oder ctwan ander sich des widerspricht gegen euch, bin ich erbitllg, ^dein wort gottes, mit wolgegründtcn vernünftigen Ursachen vor cuwcr gemaincr Eidtgnossen darzuo verord»)richtcr, es sey zuo Baden oder Luzcrn, oder wo es ewer Herrschaft an einem unpartcischcn ort gelegen wlll ^deß ich euch kein ordnung oder maß gib, solichs trostlich mit der hilf gottcs erhalten; allein schreibt »Mund statt zuo, mit sampt nincm gelait fir vcrwaltigung, für die bösen lutherischen buobe», die meinerleib jctz etlich jar nachgestellt haben. Doch will ich nit, daß sich das gelcit dnruf ströck, was die richtcr »u>den: Zwingli wurden auferlegen; dann so wir in (der) disputation gehört werden, soll und will ich der oeken"der verordneten nachkommen, das der widcrsächer zuo gleichem teil auch verbunden werde, und sölich mein ^ ^bitt ich üch, gnädig, streng, vest, weis, günstig Herren, wellcnt nit annemen, daß ich das thue aus eitler ce> ^zeitlichs niitz, auch iiit gelauben geben den widersächern, wa sy mir das nach dem ärgsten dermaßenauslegen; dann allain thno ich das gott dem Herrn zuo cer firnemlich, zuo rcttung misers alten ivarcnglauben und aus christenlicher brüderlicher lieb gemainer Eidgnoßschaft, daß sy durch geblüembte falscheunder ainem schellt des wort gottes nit versiert wcrd, ain sölichs, loblichs notfest christenlichs comnum-soll euer gcnad und gmist nit mich darfür achten, daß ich mißbrcuch der geistlichen, es seycn bäpst, o>pricster, ordcnslcut ivell bereden, bcschitzcn oder beschirincn, sonder mit gcbürlicher rcvcrenz und cererbictuub^inen zno thon, als von gott gesetzt, vorbehalten, gern raten helfen und nach allem meinem vermigcudarmit sölich abgestellt werden, wie ich jüngst zuo Rcgcnspurg gethan Hab, wie dem hochivirdigistcn hcrica,^Laureiitio, b. Ht. legalen ?c. ivol bewißt. Es ist auch mein Hoffnung nit, daß ich den Zwingli iverdrechten ban bringen von seiner verstopfter niainung, iiach der leer S. Pauls und langer crfarnuß; (dennSant Johanns macht die ketzer nit bekeren, Hebionem, Cherintum und Nicolaum, Sant Peter nitSiinoncm, S. Cyprianus nit Ztovatum, S. Athanasi nit Armin, S. Hieronymus iiit Hclllidium Jov>"^S. Augustinus iiit Faustum Crestonium ze., Leo nit Eitircn oder Dioscormn, S. Bernhart die Albigenses?den Hussen. Ja das ewig wort, der sun gottcs, ward in seiner sicßcr hniligister leer von vilm,genommen, und ob sy schon ain mal revocieren, so bleiben sy nit daruf, wann sy sind verkert, sprichtivie dann der ketzer Pclagius gethan hat, als Augustinns nnzaigt, und Hieronymus von Prag zuo EosteB'