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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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August 1524.

4. Betreffend das van ihm aufgerichtete Fähnchen äußert er sich dahin, er habe dasselbe, als Pfleger Z»St. Anna, in seinem Hanse gehabt und im Sturm mitgenommen, in der iPcinung, daß sich der Hanfe dadm")bewegen ließe, abzuziehen.

5. Wegen des Sacraments, der Meßgewänder und anderer Zierden befragt, erklärt er, nicht zu wissen,dieselben herausgenommen und geschändet; den größten Schaden hätten übrigens die Gottcshnuslcutc selbst getha»,er sei aber nicht dabei gewesen, als man sie abgemahnt. .

K. Wer das Kloster angezündet, wisse er nicht; daß es geschehen, sei ihm leid.

7. Auf die Frage, ob ihm nichts bekannt sei, daß sich vielleicht Etlichezusammen verbunden, vcrpstich^oder vereinbart", was etwa ihr Anschlag gewesen, und auf wessen Beistand sich dieselben vertröstet, bezeugt cuvon einem solchen Bunde und irgend welcher Hülfe nichts zu missen; zu Stnmmhcim und Nußbäumen seien wo)die Gemeinden einig geworden, ebenso die von Stein, daß sie gute Nachbarn sein und einander beistehen wollte"'wenn Fcuersnoth oder andere Gefahr sich zeigte, und wenn etwa Priester oder Andere in ihrem Bann gesaugtwerden sollten; ein Anschlag gegen Gotteshäuser, Edellcutc, den Landvogt oder andere Ehrenlcntc sei ihm »>'".kannt; es sei nur etwa in der Gemeinde unter dem gemeinen Mann und bei dem Weine geäußert worden,maneins nach dem andern abthun wolle".

8. Item gefragt, wer die Gemeinde z» Stammheim geführt und ihr den Rath gegeben, die Bilder Z» ^brennen, nennt er Konrad Wepfer, der mit seiner Rede das große Mehr gewonnen und sich in allen

als der roheste und entschlossenste (frevlest") erzeigt, und unter Anderm auch gesagt, man müsse einmal anKnebclbärte, womit derselbe die Eidgenossen in den Ländern gemeint habe. Bei dem Auflauf zu IllingenKonrad Steffen von Stein (s. o.) und Erasmus Schund unter den hitzigsten gewesen; letzterer habe dabei offe»"Aufruhr gepredigt. (Vgl. Z.)

II. Hans Wirth, des Untervogts älterer Sohn, wird zuerst befragt der lutherischen oder zwingt'!^Händel wegen. Er bekennt, in der Fasten und zu andern verbotenen Zeiten Fleisch und Eier gegessen und P>>Untcrthancn zu Stammheim gepredigt zu haben, daß dies kein Unrecht sei; doch solle man sich hüten,Ncbcnmenschen damit zu ärgern. Als man zu Stammheim die Bilder zerstört, sei er zu Stciu gewesen, ^seinen Untcrthancn hernach gebeten, darüber zu predigen, damit sich das gemeine Volk nicht ärgere, habe er ul>"dann gesagt, sie hätten ihr Leben lang keine bessere christliche und göttliche That verübt, und ihnen aus dem ^Testament gezeigt, daß man keine Bilder haben solle.

Bei dem Sturm zu Illingen sei er von Anfang bis Ende gewesen, aber nur einmal in das Kloster h»m^gekommen; die Sache habe ihm nicht gefallen. Wer das Kloster angezündet, wisse er nicht; er habe »»»"Gassenrede" gehört, daß ein Hintersäße (oder sein Geschlecht), der vor Jahren durch ein Eberschwein des kmHauses ein Kind verloren, den Brand gestiftet; es gehe aber auch die Sage, daß einer von Wart mit cnKropf, der jetzt entflohen, die Schuld auf sich habe.' ..

Ferner gibt er zu, daß die Gemeinden Stammheim, Nußbaumen und Stein sich zu gegenseitigem Sg!vereinbart (s. o.), und erstcre 64 Mann verordnet habe, die bei einem Sturmelaufen" sollen.

Wer das Sacrament zu Illingen verschüttet, sei ihm gänzlich unbekannt; er wisse nur, daß ein cntlmmMönch, der jetzt in Zürich gefangen liege, als Thätcr bezeichnet worden. Konrnd Albrccht und Galli Seilest ^Stein seien besonders frech gewesen, indem sie denVater" mißhandelt und mit den Büchern außer der K»»Fische gesotten haben. . ^ jM

Er bekennt sich endlich offen zu der zwiuglischeu Secte und daß er einem Kranken das Sacrament ohne .gereicht und es ohne Kerzen, Schellen und anderes, was bisher üblich gewesen, zu demselben getragen habe. st.

III. Meister Adrian (Wirth), der jüngere Sohn, ist ebenfalls geständig, ganz nach der zwingl»!^.Art gepredigt und eine Klosterfrau zum Eheweib genommen zu haben. Nur von ferne habe er e»'fnh"^st.jeiner zu Ncfteubach vielleicht wisse, wer das Kloster zu Illingen angezündet. Er sei ebenfalls bei dein ' .gewesen, aber auf die Abmahnung von Zürich sofort heimgekehrt; im klebrigen stimmt er mit den Aussage'» I»Vaters und Bruders übcrein. St. A. «ucmn A. RcttnionshSnb-l. ^

Mancherlei nähere Angaben über diesen Proceß enthält Bullinger's Reformationsgeschichtc, I, 136 "