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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
476
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August 1524,

bücher, Meßbücher und andere große Bücher, die im Chor waren, mit Helparten und andern Gewehren zerhaue»,desgleichen Betbücher und andere ohne Zahl zn Grunde gerichtet, eingefaßte Heiligthümcr, silberne Brustbilderund Zierden, kostbare Meßgewänder,goldene Stücke", Damast, Sammet, Seide, mit köstlich gestickten Kreuze»,alles zerschnitten oder weggeschleppt, eine Monstranz aus der Kirche entwendet von mehr als' 60 fl, Werth; daz»elf schwere (mächtig wol an lib") Ochsen, Kühe, Kälber, Schweine, Hühner, an 100 fl, werth Anken, Schm»^Kerzen, Wachs, Kessel, Häfen, zinnerne Schüsseln, Teller, Kannen, Küchcngcschirr ohne Zahl, Zigerkäse, Dsclplachen, und viel anderes dergleichen, dazu für wohl 200 fl, Bettzeug, für 30 fl, Leinentnch, auch Leder, SticstßSättel, überhaupt alles, ivas in einwohlgerüstctes Gotteshans" gehört, desgleichen Eisen, Stahl n, s. w,,für 1000 fl, Wein, für 80 fl. Haber, etwa 150 fl, Korn, auch Mehl, Brot und allerlei Speise fortgeno»»»^die Weiher abgegraben, drei der besten Pferde entwendet, die Conventhcrren und Brüderabgezogen", Klcidttund Pelze w. weggetragen oder unnütz gemacht, die Kirche und andere Gebäude, mit etwa 1300 köstlichen Glas-scheiden, verbrannt, zwei schöne Glocken, über 600 fl, werth, Tischmacher- und Dreherzeug mit viel andcw"entfremdet. Der ganze Schaden ist wohl auf 12000 fl, zn schätzen. Und als das Kloster gebrannt, haben d»Thäter, wie man sagt, den Gotteshauslenten verboten zu löschen und jedem, der es lhnn würde, gedroht ß»"eigenes Haus anzuzünden. Item zwei Pfarrerüberlaufen" und ihnen für mehr als 60 fl. Wein vertrinR»,dem einen drei Schweine geschlachtet und an seinen Vor-räthcn und anderer Habe großen Schaden zugefügt, il)»ckbeiden die Hänser zu verbrennen gedroht, sodaß sie genöthigt gewesen, ihr Leben durch die Flucht zu errette»-

St. A. Zürich: Tschud. Docum.-Sammlung, Tom. VIII, Nr. K3, wo auch x eingelegt ist. K. Vibl. Freiburg: Girard. Sammlung, T. V.

k. 1524, 17. August (Mittwoch vor St. Bartholomäus), Baden, In dem langwierigen Streit ZwistsFrau Susanna von Nappenstcin, gekannt Möttelin, weiland Peter Graf's, Burgers von St. Gallen, ehelichWitwe, samt ihrem Vogte Ulrich Nitz, Hofnmmann zn Bernang, und Peter Graf dein Jungen nebstGeschwistern, betreffend Rückerstattung des von Frau Susanna zugebrachten Gutes und ihrer Morgengabe,von den Boten gemeiner Eidgenossen ans Begehren der Gesandtschaft der Stadt St. Gallen, daß sie beiRechten, Gewohnheilen und Statuten geschirmt und das von Burgermeister und Rath gesprochene Urthcil >»umgestoßen werde, erkannt, es solle dieses Urtheil in Kräften bleiben, w, Siegel des Landvogtcs zu B»d^'Heinrich Fleckenstein, Stadtarchiv St, Gallm: Perg,-»».

Im Zürcher Abschied fehlen «I,i, im Freiburger und Solothnrner I». Basel und Appenzellnur «I, l' und mit Fragmenten der bezüglichen Beilagen (N. 3). Die Artikel ^ i sind >»l»U

zerstreut vorhanden, resp. von den Abschieden getrennt und mehrorts den Actensammlungen einverleibt.

Zu «l. 1524, 13. August, Ingolstadt. Johann von Eck, der HI. Theologie Doctor und Nice -Caneell»6der Universität I., an dieHerren und Verwandten -des alten Bundes der Eidgenossen". Edel :c. w. »Gl ^jctz oftermalen mit fröidc» vernomen, wie ir üch als bcstendig glidcr der heiligen cristcnlichcn Alchenirrnng, nüiv verfücrisch luterisch leren und kctzeryen trostlichen gebrnchen ttnd widerstanden, dcß derin eivigkcit gelobt sye, der onch üch in dem selben üwerm eristenlichen fürnemcit mit stufen) göttlichc»wpter stcrkcn und beherzigen welle; dann onc allen zwyfel der allmechtig sin eristenlichen glonbe» >utsundcr allweg durch sin göttlich gnnd etlich, die sin glori, ecr und gloubcn erhalten, schützen und schirnn'Mcrwcll; darum söllcnt ir üch als crlich loblich bestendig cristcn von üwerm gnoten eristenlichen .^i

abwenden, noch üch Uolrichen Zwinglins, prcdicanten zuo Zürich, verfücrisch lasterlich schriben davon ^ «lassen; dann der selb Zwinglin in sincr geschrift niänigfallig irrnng iiifücrt, den wareil eristenlichen glonben ^das wort gottes und die heilig gschrift kätzerisch vergwaltiget, zerrißt und in einen mißverstand ergerln) ^der ich mich hiemit erbüt und erboten haben will, Ivo und wann es üch gefellig und gelegen sin will, sw»0 ^disputation gegen bemeltem Zwinglin ußzefüeren, doch der gestalt, daß er Zwinglin nach unser beider