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August 1524,
und vereinbart, wenn die Appenzeller und die Gotteshausleute die Klöster St, Gallen und Rorschach überfallen,die andern Gotteshäuser gleichzeitig auch anzugreifen. (!. Die Bauern laufen nach Constanz zur Predigt; wasihnen da gesagt wird, weis; jeder Bote, 7, Es beschweren sich auch die Landgerichtsknechtc, sie seien des Lebensnicht sicher, wenn sie Frevel büßen oder Gebühren einziehen wollen. 8. Die Bauern allesamt seien schon einig,in kurzer Zeit keine Zinse und Zehnten mehr zu geben und nächstens eine „gemeine Theilnng" zu mache»-II. Darauf hat mau vielerlei gerathschlagt und an alle Gemeinden ein offenes Mandat erlassen, es sei beschlösse,alle Uebelthätcr, die sich zu Illingen und an andern Orten vergangen haben, ernstlich zn bestrafen; sie sollenschriftlich oder mündlich mit ja oder nein erklären, ob sie dazu helfen wollen oder nicht, und zwar ans denächsten Tag, der ans Freitag nach St. Verena (2. September) nach Baden angesetzt ist; da soll dannBote mit Vollmacht erscheinen, um zu beschließen, wie man mit Gewalt einschreiten wollte, wenn die Baue»'nicht gehorsam sein wollten. Unterdessen soll jedermann gerüstet bleiben, um im Fall eines weiteren Aufstausim Thnrgau dem Landvogt sogleich zu Hülfe zn kommen. K. I. Auf Johann Baptist haben die „nachgeschriebenenMänner zu Unterstamm heim ans eigner Macht, gegen das Ncchtbicten der Pfleger, Kläui Weber und Kl»»"Schüler, neben dem Kirchhof in dein Kalkofen verbrannt: 2 gefaßte Tafeln, 1 ungefaßte, 1 großes Kreuz »»den Salvator daran, das Bildniß U. Frauen und St. Johannis, darunter sehr kostbare, dazu über IlW Bill» 3die in und neben den Tafeln gestanden, auch alle Fahnen und Kreuze. In Oberstammheim 3 Tafeln,Fahnen und alle Bilder, auch Kreuze, Zeichen und Kleinode, mit großer Verspottung, sprechend: Höret m>e ^schreien; wie thnt einem das Feuer so weh; jetzt sieht man, daß es des Teufels Gespenst ist und Ketzenbda haben wir recht gethan und Gott im Himmel einen Dienst. Zu Nußbäumen 1 Tafel, viele Bilder,und Kreuze. Zu Waltalingen 1 Tafel, Bilder und Fahnen, das Sacramcnt in der Tafel verrückt;Jacob Ulrich, den Pfleger, wäre dasselbe verbrannt worden. Alle Bilder und Zierde», die sie in diesen Kill^verbrannt haben, sind (zusammen) mehr als 12 oder 14 Gl. werth gewesen. — Ferner haben sie aus den gc»»»^Kirchen und Capellen Scckcl oder Geldstöcke genommen und das Geld mit einander verzehrt, dabei gedroht,der es ihnen wehre, todtzuschlagen und mit den Götzen zn verbrennen. — Konrad Wepfer ist der gröbsteSchmähungen gegen Gott und die Heiligen; wer Zeichen, Bilder, Fahnen oder so etwas an dessen Hanse vo^tragen wollte, den jagte er zurück mit der Drohung, ihn z» tödten, und dabei hat er geredet, de» Landvogtdie Orte fürchte er nichts; sie wären nicht so mannlich, daß sie herausziehen und ihn darum „ersuchen" M»'^Der (Untcr-)Vogt ist Pfleger zn St. Anna, hat aber seinen Eid vergessen, ihren Nutzen („frommen") Z» stW ,und Schaden zu wenden, ist der erste gewesen, die Capelle zn berauben und hat daraus tragen Helsen L» ^Tafeln, Kreuze und Fahnen, Schriften, Zeichen und allerlei „Gotteszierden", hat auch Hand angelegt, sie Z»brennen, und das gefundene Geld, das von biderben Leuten dahin gegeben worden, mit seinen Helfern »e^eII. An dem Allem tragen die meiste Schuld die zwei Priester Hans und Adrian Wirth, die in ihren P>»» - ..offen geäußert, man solle aus der Kirche fliehen, wem: Messe gehalten werde, und auch selbst geflohen; >»»" ^in der Fasten und an Freitagen nnst Samstagen Fleisch und Eier essen, was sie ebenfalls selbst gctha», ^solle keinem Priester beichten; darum haben sie auch „den Menschen" »»gebeichtet das Sacramcnt lll'gebe»
es ohne Stola, Schellen und Lichter zn denselben getragen. Ferner haben sie gepredigt, die Messe, ivie siegehalten worden, sei eine Ketzerei und des Teufels Gespenst; sie .vollen auch ihr Leben lang keine mehr hab^Messe halten sei einer guten Mahlzeit zu vergleichen, welcher Andere zusehen müssen; dazu nütze das Lese»Latein so viel, als wenn man im Wald mit Holz oder Steinen redete; darum sollen die Laien entfliehe»; ^die Psnffen und „Gottesmetzger" bruinmcl» dabei so unverständlich, daß man Nicht wisse, ob sie einem st» ^