August 1524, ^7Z
"bsasstu zu lassende. Veit Guter, kaiserlicher Sccrelär, übergibt aus ein ihm zugesandtes Geleit sei» besiegeltesUceditiv vou Statthalter, Negeuteu und Nätheu im Ober-Elsaß uud meldet dauu weitläufig, (1,) wie die StadtA'aldshnt gegen die obgeuauute Regierung sich uugchorsam erzeige, indem sie der lutherische» Sccte so eifrig""hange, daß sie trotz allen Befehlen den Priester, der dieselbe in sie gepflanzt, nicht wegweisen wolle, wodurchNast und das Regiment geuöthigt werden, sie mit thätlicher Gewalt von ihrem unchristlichcn Glaube» abzn-^"'gen; sie begehren deßhalb zu wissen, was dieselben in diesem Falle von den Eidgenossen zu erwarten hatten,wie sie sich gegenüber denjenigen (Angehörigen) verhalten würden, die sich unterstünden, denen von Waldshntbeistand zu leisten, — Antwort: Man zweifle nicht, daß die Obern an dem Vornehmen der genannten Negierunggroßes Wohlgefallen haben; darum wolle man die Sache in den Abschied nehmen und erwarte, es werden"berau so ernste Verbote erlassen, daß Niemand der Ihrigen sich dagegen verfehle; wenn aber dennoch EinigeMben überträten und den Waldshntern Hülfe brächten, so möge das Regiment mit denselben verfahren wie' denen von Waldshnt. 2, Derselbe Gesandte zeigt mit Bedauern an, daß Zwei von Stein, die Urheber der^»Pörnng (im Thurgan) »nd der Beraubung des Klosters Illingen gewesen, in Waldshnt beschützt werden,/s ohne Ziveifcl nicht geschähe, wenn die Stadt noch gehorsam wäre. Darauf wird ihm erwidert, daß zweiwlche (Flüchtige) auch in Lindau seien,' und das Ansuchen gestellt, daß das Regiment dieselben ans Betretenund ausliefere, um von denselben vernehmen z'u können, wer an solchem Handel schuld sei, wobei manspricht, ans gestelltes Begehren „solche" (Angehörige Oesterreichs) auf Betreten auch zu fangen und ihrer"brigkcit zu überantworten: 3, Sie (die Regenten) bitten und ermahnen die Eidgenossen, zu Beschirmung desH Glaubens die lutherische Lehre, als die Wurzel aller Bosheit, Laster, Unchrbarkeit und Ungehorsams wider" Obrigkeiten, zu unterdrücken und ernstlich zu strafen. Darauf erfolgt die Antwort, man sei Willens, das""H Vermöge,, zu vollstrecken und ersuche sie, auch ihrerseits bei diesem Vorhaben zu beharren, wie jeder BoteSU sagen weiß. «I. (Doctor) Johann „von Eck" zu Ingolstadt in Bayern schreibt, die Eidgenossen sollen/ burch de» Zwing« von Zürich nicht verführen lassen, und erbietet sich, uns zu Gefallen, „wenn es möglichan einem unparteiischen Ort mit demselben zu dispntircn und mit der Hülfe Gottes ihn zu überwinden.AbsckM dieser Missive wird (auch) Zürich mitgetheilt. «. Zürich hat die vier Gefangenen, nämlich Hans/Ah, Untervogt von Stammheim, seine Söhne Hans und Adrian, beide Priester, und Bnrkhart Nütimann von"Ruinen, »ach Baden gesendet und dabei begehrt, daß dieselben nur über die Frevel zu Illingen vernommen und" "wa anderer „lutherischen" .Eändel wegen befragt werden. Dennoch hat sie ein Ausschuß von den OrtenVtnnd n„d peinlich" thcils über die Ereignisse zu Illingen, thcils über allerlei andere Dinge verhört, diedurch „„'deiche ,,„d festliche Kundschaften erfahre» hat. t. I. 1. Der Landvogt im Thurgan bringth ^nge des Gotteshauses'Illingen vor über den großen Verlust, den es erlitten, der sich wohl ans 20,000.„/clause; es wolle sich jedoch 'mit 12,000 Gl. begnügen und bitte, de». Vater zum Wiederaufbau bchülflichf 2. Ferner meldet er, daß ein Laßle Widenbach von Stein, zu Ncunforn angesessen, zu Illingen gar,i/""ch gehandelt habe, und frägt an, ob er dessen Zinsen, Güllen und Güter zu der Eidgenossen Händen'°llc. Ca- klagt, wie die Bauern im ober» und Niedern Thnrga» überall wilder und ungehorsamerde,, ' ""d osfm drohen, 'daß sie nächstens an die Gotteshäuser, dann an die Edlen und Neichen gcrathen undy. ^Mössische,, Landvögtcn nicht mehr gehorchen wollen; sie geben ..... drei oder vier „Oertli" nichts undsta,./ '"'t Hülfe der Zürcher Bauern, der Gotteshansleutc von St. Gallen, der Nhcinthaler und Anderer^ ^»ug st;,, »nd selber Herren werden. 4. Sic wollen auch keinen kleinen Zehnten »nd de». Landvogt keineWürben »nd Fastnachthenne» mehr gebe». 5. Einige Gemeinden im oben. Thurgan haben sich versammelt
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