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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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456
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Juli 1524.

gute Früchte aus diesem neue» Glauben erwachsen, aber auch betrachten, wie es den Altvordern bei ihrem alte»wahren christlichen Glauben so wohl ergangen, wie sie oftmals mit kleiner Macht so herrliche Siege erföchte»und so große Macht und Stärke erlangt, was sie ohne Zweifel nicht erreicht hätten, wenn es nicht der WilleGottes gewesen, der ihnen seine Hülfe und Gnade verliehen habe. 7. Es sagen wohl Etliche, sie seien evangelischund hangen dem Gotteswort an, lind berühmen sich großer Heiligkeit und Gnaden :c.; man könne aber an ihre»Werken nicht erkennen, daß sie dem Evangelium folgen, in die Fußtritte Christi treten und das Kreuz auf sichnehmen; wo übergeben jetzt die neuen Lehrer ihre Neichthümer, Gewalt, Ehre, Pfründen, Hab und Güter »»^nehmen Armnth, Demuth, Keuschheit und andere gute Werke an sich, die Christus in: Evangelium lehre, m»auch die alten Lehrer und die lieben Heiligen wirklich gcthan, die ohne Zweifel aus Kraft des hl. Geistes »»dans Gottes Gnade gelehrt und geschrieben, alle zeitlichen Güter und Ehren und fleischliche Wollust verschmähthaben. Was thnn dagegen die neuen Lehrer? Sie streben nach großen Pfründen und Gülten; was ihnenOpfer" abgeht, muß man ihnen zwiefach ersetzen; sie werben um reiche Weiber, leben in aller fleischlichen Wollustund Ueppigkeit, mit Essen, Trinken, 'Gesellschaften und leichtfertigem Wandel, mit Geigen, Pfeifen, Singe»,Lautenschlagen ?c. Ob das göttlich, christlich oder den alten heiligen Lehrern gleich sei, könne Zürich wohl ermesse'»Es sitzen jetzt manche fromme alte Eidgenossen in dieser Stube, die sich wohl noch erinnern, wie es den Etgenossen vor Zeiten so glücklich ergangen, und ohne Zweifel würde es der Obrigkeit vor Jahren beschwerlichund verwunderlich gewesen sein, wenn geschehen wäre, was jetzt vorgehe; denn es seien hier in den Kirchen im»»»so ehrbare Gottesdienste, so hübsche Zierden und so ernstliche Andacht und Gottesfurcht gewesen, daß es Z>'»»^zu allgemeinein Lob und Ruhm gereicht habe; jetzt aber sehe es selbst, daß die neue Lehre allen Ungehorsa»»alle Leichtfertigkeit, alle Gottlosigkeit und alle Laster, Verachtung der Obrigkeit und alle Uebel mit sich bringe-8. Darum sei der Eidgenossen allerhöchste Bitte und ernste Ermahnung, daß Zürich bedenke, mit welchem Glanltdie Vordem in den Bund getreten, daß es sich nicht durch diesen Mißglaubcn von den andern Orten trcntsondern bei dem Glauben der Vordem beharre und diese bösen Sachen abstellen und strafen helfe, wodurchihnen das beste Gefallen erweise.O getrüwen Eidgnossen, lassend üch ein ganze Eidgnoschaft »och lieber s"»dann etwa zwcn oder dry üppig pfaffen"... 9. Denn man sei des ernstlichen Willens, in allen Gebieten, zuund Land und in allen Vogteien und Herrschaften, wo ein Ort oder dreie, viere, zehne, mehrere oder wenigesgemeinsam zu regieren haben, diese neue Seele und solche Mißhändel zu strafen und abzustellen, und hosst/Zürich das nicht hindern, sondern dazu verhelfen werde.

II. Hierauf hat Zürich eine Antwort verlesen lassen wie folgt: Zum ersten sagen die Herren st'»' ^freundliche Erbieten der zehn Orte ihren besten Dank und versprechen auch ihrerseits alles Gute. Die vorgebrachtArtikel seien nun aber lang und wichtig, indem sie Seele, Ehre, Leib und Gnt berühren, den Papst, die Priestschaft, das Heil der Seele, die vielen Mißbräuche und die ganze Christenheit antreffen; darum werden die Botbegreifen, daß Meine Herren nicht so eilends auf alles antworten können, wiewohl sie glauben, daß sie l>>^in dem, was die Bünde erheischen und was dem Glauben und christlicher Ordnung zngehöre, von anderengenossen sich nicht gesöndert haben; darum wollen sie gerne mit denselben darüber sitzen und zu gelegener Zauf Tagen erläutern, was sie genöthigt habe, so zu handeln, wie es bis anhin geschehen; desgleichen hoffe»mit ihnen einig zu werden über das, was sie der Gcschrift des alte» und neuen Testaments gemäß gethan hatswie sie denn in den ausgegangenen Schriften sich immer dazu erboten haben und in allen Dingen nichtszu thnn begehren, als wozu Gottes Wort sie weise; sie vertrauen übrigens, sie haben sich in keiner Weist ^verfehlt, daß es ihnen zum Vorwurf gereicheil könnte. Die Strafen gegen die Angehörigen in den ist»»»