Mai 1524.
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i 1) 1524, 22. Mai (Sonntag vor Corporis Christi). Hans Zogcr, Connnissari zu Luggnris, an dieBotschaften gemeiner Eidgenossen. 1. Die Nnterthanen von Lnggarns und Mainthal und der letzteren Vogthaben heute geklagt über die schon lange herrschende Theurnng und (die Stockung des Verkehrs), sodass sie ihre^orräthe an Holz, Kohle, Lebensmitteln nicht haben verkaufen und das in ihre Maaren gesteckte Geld wieder^"'lösen können, wodurch sie großen Schaden leiden; ihre Käse mögen zudem die Hitze nicht ertragen, »nd wenns'ch das nicht andere, so könnten sie den „Jahrlohn" (hier Steuer) und den Zoll nicht baar bezahle». Cr bitteden armen Leuten hierin zu helfen, da sonst Viele von Haus und Hof ziehen müßten. 2. Des Kriegeshalb, sei nichts anderes zu melden, als daß immer noch eine Anzahl Feinde am Langensee liege, deren Absichten"An nicht erkenne.
2) 1524, 22. Mai. Michel Setzstnb, Vogt im Mainthal, an die eidg. Botschaften. Gleichlautend wieA Obigem (auch von gleicher Hand). St. «.?»«>»: «gwe».
Appenzell hat nur :»—
Zu I». Hier sind folgende Acten zn bemerken:
1) 1524, 28. Mai (Samstag nach Corporis Christi). Bern an Zürich, Lncern, (auch Frcibnrg, Solothurn,Aascl). Dem' savomschen Voten, der auf dem letzten Tage zn Lncern erschienen, seien hier soeben neue Instruc-tionen zugegangen. Da der Kaiser den Herzog um Hülfe midcr den König von Frankreich anspreche zur Eroberungder verlornen Lande, nnd ihn zudem auffordere, mit ihm, dem König von England und andern Verwandle» inBündniß zu treten,'wie auS beigelegter verdentschter Schrift zu ersehen, so möge sich Zürich (resp. Lncern .>c.)
zum nächsten Tage darüber berathen, um dem Herzog mit Antwort zn begegnen, was er ihn» oder lassen solle.»Dann nachdem der selb Herzog uns Eidgnossen nnd dem Küng wol gelägen, und durch sin landschaft uns znobeider fit nutz und schad mag begegnen, null uns bednnken, daß er nit zno verachten, snnder ns unfern vorteil znoenthalten spc° nß besorg, Ivo söÜchS nit beschähen nnd er gcnötigct söllte würden, der widcrpnrty nnznohangcn,daß wir deß wenig wnrden genießen". . . Se. A. B-m- T-»,sch Mission i>. 25» v. - St. A. Zürich: A. B-r„.
2) 1524 28. Mai. Bern air den Herzog von Savopen. Da er seinein Gesandten neue Instructionen zu-geschickt in Betreff der Zumnthungen des Kaisers, so habe man demselben gcrathen, sich zu dem bevorstehendenT"g in Baden zu verfiigen, um die Sache den Eidgenossen vorzutragen, -c. ZA in guaiitum enckom (ill. ck.^trrr)a nobi8 axoptat intolliAero, guick suxoi petita et roguisita oesaiio Kaiostatis sit respoiickeiickum, eon-"ultuin et porsuasum „eins vickotur, ut ill. ck. vestra »ose neutralem oxliideat, et guia oosario «t oliii-
IteZ sanguinis nexu sit odligata, gr.ock nee so ack unam vel alteiam xartem tleetat, guin inrmoguwta et paeiüea in secke perwaneat. ^rttamen nolumr.s r.t ill. ck. vestra l.uie persuasioni nostre aeguieseat,^anoe a veteris oonkeckvratis nostris super 00 rosolutionem intelligat", oto. St.A. B°.u: Lut-w. Missiur» 1. 12?».
3) 1524 (Mai?). „Das so der Keiscr hat bcfolchcn dem Herrn von Bionriens (?), minem Herrn demH-rzogcn von' Savor» von",vege,r sincr keiserlichen Majestät zuosngen." Erinnerung an die bestehenden Freund-schaftsbande, w. „Item daß zno fürdrung desselben (anschlags gegen Frnnkrich) der genannt . . Herzog angends
anncmcu ein püntnuß zno letzung rn.d beschirmnng mit dein Kciser und Küng von Engelland und andernsrr» pundgnosscn, rnrd daß er welle geben dnrchgang dem reisigen gezüg, so sin Majestät nndeistat zno füerenA die landschaft, so sin fycnd inHaben, mitsampt der spps nnd lpbsnnrung und andeui fachen dem > eisigen gezüg'sotdürstig, und doch daß darnmb zimlichc bczalung beschcchc, nnd wo sölicho beschickst, so tnot min Herr von
^"aoy das, so er schuldig ist gegen dem R»ch, dcßglpch gegen keiscrlichcr Majestät."
^ ^ ^ K.A. Solothurn: Abschiede, Bd. XII (Bermr Copic).
Zu I. 1524, 29. Mai (Sonntag nach Corporis Christi), llri an Lnccin. Vean vernehme, daß SchwpzVogt nach Mendris nnd Balcrna^ gewählt habe; hiepach gebühre sich, daß Uri cinen Vogt in das Blainthals^r, wozu „in» diesseits entschlossen sei. Das zeige man hiemit an, damit die Sache, wenn andere Orte Ein-sprache thnn ivolllen, bei Zeiten erledigt werde, nnd größere Irrungen vermieden bleiben. Dasselbe habe mandUg mitgctheilt. Ct.A. Äicer»: Missive».