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April 1524,
ewig leben sollen, der zngnusse geschriftlicher (sie) zuo befelchen, bekennend wir landrichter und gemein dry Pündteinhillenklich und unversch(e)idenlick) für uns und alle, so in un- j scren dryen Pündtcn gesessen und wonhaft sind,daß wir durch gemeins mannes nutz und frummen, damit sich ein jeder der unseren deß behelfen und befröwenmöge, etlich stuck med artikel samentlich mit einandern verdacht, beraten und ze halten angesechen und ^ angenomenhaben, wie dann die hierin von wort zuo wort begriffen und verschriben sind. Und des ersten, der absenten halb,damit dann die pfruonden an vil orten in unfern Pündten beschwert werden, sind wir rätig worden und habenbeschlossen, darmit sömlich pfr- ! uonden dester mit geschickter(en) Personen besessen, und dem gemeinen man daswort und (die) ler Christi dester trülicher fürgehalten und (er) nit in irrung gefüert werd, daß man hinfüroniemand, er sige pfarrer, caplan, münch, curtisan, oder was stands ald namens der wäre, kam j absent von denpfruonden in unseren Pündten weder annemen noch usgeben soll, sonders ein jeder Priester sin pfarr oder pfruottd,ob er aine hette und darzuo geschickt ist, die selbig selbs versechen und allda wonen; sofer aber ainer das nitthuon könnd oder wollt, so soll er doch die ^ selbig pfarr oder pfrnond niemand übergeben noch keinswegs ver-wenden, dann mit der gemeind oder kilchgenossen, darin die pfrnond ist, gunst und willen. Es soll ouch keinerum oberzelt absenten psarreir oder pfruonden kam heimlich vertrag mit dem anderen nit machen noch an- ! nemen,'dann welicher das täte, der hat sin pfrnond verloren, und mögend (dann) die kilchgenossen am andren, der silgeschickt und guot bedankt, darzuo annemen. Zum niedren, wenn sich begibt, daß ein pfarr oder pfrnond ledigwirt durch absterben, so soll die selbig verlichen werden ^ einer geschickten erberen person, die dann ein(en) lechrv-Herren, wer der ist, mit sampt den kilchgenossen darzuo tugenlich sin bedunkt. Zum dritten, so soll auch ^jeder pfarrer in todsnöten by sincn nndertancn belibcn, die selbigen trnlichcn nach sinem vermögeir versechen >»^trö- ^ sten, by verlierung siner pfrnond, Uf das Vierde ist ouch unser ordnung, wo ein priester in rursern Pündtevabstirbt, daß dann sin Hab und guot sinen rechten nächsten erben und stünden und fünft niemants andren ZU^gehören söll, nach bruch und gewonheit ains jeden gerichts, j allda er sin pfrnond gehebt und besessen hat. Zuwfünften, als dann bisher gewon gesin ist, so ein priester in unseren landen entlibt worden ist, daß man ctlichzit interdict nf biderb lüt, so deß kain schuld gehebt, geleit hat, dardurch das lob gottcs und sin dienst j gehind^tlvorden, ist unser satznng, daß fürohin dasselbig nit wyter gebrucht werden, sunder man nnts dester minder messetund andere cristenliche ordnung halten soll. Zum sechsten so haben wir angesechen und ist unser ernstliche wavnung, wann j jemand, es sy(e) inan ald wib, in krankheiten oder todsnöten lyt, daß daselbs kain geistliche per>o»,weder priester, München, nunnen noch ander, den oder die selbigen zuo kainem testament nit anzüchen noch raiz^'(soll) one bywesen desselbigen rechten erben; wo aber sömlich > erben dannziwinal nit vorhanden wärend, soda»>'so soll ein amptman mit sampt zwayen des rats oder gerichts, oder sunst dry erbcr manspcrsoncn, darzuo berücktwerden; die sollend des kranken will und mainung vernemen, und demnach soll (nach) gestalt der fach, ^sy j billich bedankt, nüt oder üt, dem testament statt gethan iverdcie. Zum sibenden, des übernutzes halben, üld^biderb lüt zum dickren mal um klain fachen zuo großem kostung (sich und unruowen komm, sind wir rätig u>deß ainig ivorden, daß nun hinfüro all- j weg das gericht, darin der span ist, darüber wie um ander stch"'richten und sprechen sollend, das sy göttlich und recht sin bcdnnkt, und was doselbs erkannt ward, doby soll es v»'-'appellieren belibcn. Zum achtenden so haben wir verordnet und zc halten I festenklich beschlossen, daß fürohingeistlicher am weltlichen, oder am weltlicher am geistlichen, noch kein lay den andren uf das geistlich gericht >citiercu, laden noch mit dem bann beschweren soll kainswegs, weder umb geldschulden, zuoreduieg, j frävel vkeinerlei Händel, allein nsgenomcn cesacheil oder rent und gült, dc>l kilchen oder pfruonden znogehörig, sondees Isoll jelliche party die andren um sin (sio) zuospruch suochen und anlangen, do er gesessen und wonhaft ist, ^