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AM 1524.
üch in allem dem so uns möglich ist, und unsere pündt wysend, wie sich frommen Eidgnossen gezympt,willfaren und nach schuldiger Pflicht gewärtig sin wellend.
Was aber das wort Gottes und das heil unser conscienzen antrifft, darvon könnend wir nit wpchen. Aberwie dem allem, so ist, wie vor zuo merem mal, an üch nit allein als unser Eidgnossen, sunder als glider undbrücder in Christo Jesu, unsers einigen houpts, heilnmchers und erlösers, unser ernstlich bitt, ir wellend n»ewir unfern gnädigen Herren, den bischoffen zuo Kostenz, Chur und Basel, ouch der hohen schuol da selbs, undüch allen und jedem Ort insundcrs zmn letsten gcschribcn haben, daran sin, daß umb Gottes cer, christcnlichwfrids und liebi, ouch unser seclcn Heils willen, ob wir wider das war wort Gottes handleten und nach dcrevangelischen leer nit wandletcn, uns sölichs hie zwüschcn Pfingsten durch üwere seelsorger oder sust gelert mennerinit dein waren gottswort und rechter göttlicher gschrift, beider des alten und nüwcn Testaments anzeugeu. De>iwellen wir nachmnln güetlich erwarten und nnS deß gegen den gedachten prelaten, dcro gclertcn, ouch gegen üch/üivercn seelsorgern und sust der göttlichen gschrift erfarncn, versehen. Und wo uns, ouch unseren prcdicante»,bcssers und warlichers erzeigt und erscheint ivirt, wellen wir uns allzrst nach dem willen und rechter leer Gott^lvpsen lassen, guoter zuoversicht, wir werde» uß der gnnd des allmechtigen Gottes in sinem wort also Vereinsdaß wir zuo letst durch unfern Herren Jesum Christum mit einander» sin ewiges leben besitzend. Das h^uns Gott. . Caspar Fry, Stattschryber Zürich.
StadtbiblivlhU Zürich.— St. A. Lucerii: Arten Rrlictiontihüitdrl (2 Urcmplnrc, von vrrschicdcner Ausgabe; dir rine trügt ans der Rückseite eineZwei sich gegcnübevstehende Männer, von denen der Eine spricht, der Andere gespannt zu horchen scheint, aber die Ohren mit den Händen schließt, :c.).
Es ist kaum zu verkennen, dasi obige Kundgebung Zürichs aus den Schriften Zwingli's geschöpft ivordcN/oder daß der Reformator dem Stadtschreiber bei der Ausarbeitung an die Hand gegangen sein dürfte.
Zu i. 1) 1524, 1. April (Freitag nach Ostern). Bern an Freiburg, Solothurn, Basel, Wallis.sind jetz von den unseren uß Lampartcn schrifteu zuokomcn, als ir an ingelegter copu werden sechcn und dar«verneinen, in was sorgen si stand, uß dein, daß vil von inen zicchen und si in nöten verlassen, das uns sinmißfallt; und so nu die uotdurft will erfordern, den biderbcn lüten, die von unser Eidgnoschaft au iren fyend^ligen, ane alles uerziechen zuo hilf ze komen, haben wir die unfern bescheiden angends zuo verrücken und du>nächsten über Sant Bcrnhart den unfern zuozezicchcn, und damit si in das land mögen komen, werden nur üuuuß unserem säckel fürsatzuug thuon und aii unser fürdrung uützit lassen erwinden. Und so wir in dcheinen Z>unssetzeii, dann ir nit minder beging spen, geineiner unser Eidgnoschaft lob, nutz und cer zuo fürdcrn, wolltenüch deß so uns begegnet, ouch unsers anschlags berichten, mit früudlicher bitt, üch wölle gefallen, die notdnuund was uns allen an der fach gelegen sin will, zuo bedenken und üch uns glichförmig und nach unserw ^trumen halten" ... St. A. Bern: Teutsch Missw-It n .r. 2SS b.
2) 1524, 1. April (Freitag nach Ostern), Bern. 1) Bezügliches Mandat für Stadt und Land, und >4Schreiben an die Hauptleute im Feld. w. e. 2St> ->. 2 -co
3) 1524, 4. April. Luccrn. Der französische Gesandte (LoyS Dnugeraut) ersucht Glariis, deil Kncchü^'^die jetzt ausziehen sollten, den ersten Monatssold darzuleihen oder wenigstens zu geben, was ihm möglich stC ^Hauptleuteu seien Ludwig Tschudi oder Hauptmann Hässi zu wähle». Mituuterzeichnet Casp. Sormniino.
St. A. Zürich: Tschud. DoculNl.'litt.'N-Sammlttng, Vd. Vlll- 5!>.
Zu ii. 1) 1524, ll. April (Samstag nach Quasimodo), 2 Uhr Nachmittags. Basel au SchassiM^Antwort auf die Anfrage, wie man sich bei dem neuen Aufbruch von Knechten verhalten wolle, :c. Muneinhellig beschlossen, dem Mehrtheil her Eidgetiossen zu folgen und dem von dem König bestellten Huuplu"^(Jacob zum Hasen) die Knechte, ^ic er anwerben könne, zu überlassen, aber Niemand zu zwingen, uns ^Stndtsäckcl gar nichts vorzustrecken und dem Hanptmanu für die Beschaffung des Soldes freie Hand zu lnsscU/
2) 1524, 16. April (Samstag vor Judikate). Basel an Dasselbe. Durch die dringenden ZuschAsi^,Ermahnungen von Bern und Lucern habe man sich bewogen gefunden, etwas Geld für die Werbung vurzuschu'n^doch gegen eine Verschreibnug des Hauptmanns, damit in der Eidgenossenschaft desto eher gute Freundschnsi ^Liebe erhalten werden. — (Vgl. Ii. i 3). K. A. B»scU M>isiv°»'