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April 1524.
Zu «I, 2. Es sind nachträglich folgende Acten zu bemerken:
1) 1524, 5. März. Bern an den Herzog von Savoyen. Der von dem Tag in Lucern zurückgekehrte Botehabe gemeldet, wie unzufrieden die Eidgenossen darüber seien, daß der Bischof von Genf noch immer jenseit derBerge verweile und gegen den König von Frankreich und die Eidgenossen mit dem Connetable Umtriebe mache,ja man vernehme, daß der Herzog von Mailand Gesandte zu ihm, den, Herzog von Savoyen, geschickt, die sichnun bei ihm aufhalten, was großen Verdacht errege, sodaß'der Herzog, wenn er die Eidgenossen nicht zu beruhige»wüßte, vielleicht einen Angriff zu gewärtigen hätte. Wenn er also seine Lande und Unterthanen vor Schaden z»bewahren wünsche, so möge er den Bischof zurückrufen, die Gesandten wegschicken und nichts unternehmen, wasihm Feindschaft (von dieser Seite) zuziehen könnte; sonst würde er die Verheerung seines Gebiets zu besorgenhaben, was man in treuer Meinung als Bundesgenosse und Nachbar anzeigen wolle, ?c.
St. A. Bern: Latein. Missiven I. 109 a.
2) 1524, 14. März. Bern an den Herzog von Savoyen. Man hätte erwartet, daß er dem letzten Schreiben . «'(Recapitulation, s. 5. März) willfahren würde, höre jetzt aber von dem eben aus Lncern zurückgekommenen Boten,daß jene Ermahnungen und Räthe erfolglos geblieben, was den Eidgenossen insgesamt nicht wenig mißfalle,denn man könne wohl ermessen, daß daraus für den König und die Eidgenossenschaft der größte Schaden entstehenkönnte, und er, der Herzog, niöge glauben, daß ohne die Zwischeukunft Berns über Mittel wäre gerathschlagt worden,wie man gegen die Mailänder Gesandten und den Bischof von Genf verfahren wolle; damit nun aber die bisherbeobachtete Freundschaft bestehen bleibe, bitte man nochmals, jene Gesandten aus dem Gebiet Savoyens ivegZwweisen und zu verschaffen, daß der Bischof zurückkehre und an feindlichen Umtrieben sich nicht mehr betheilige,widrigenfalls wolle man, wenn dem Herzog etwas Feindliches zustieße, ihn dem Bunde gemäß gewarnt haben«
St. A. Bern: Latein. Missiven I. 110 a.
3) 1524, 16. März. Bern an den Herzog von Savoyen. Durch Briese der Augehörigen, die im Geb»von Mailand (dem König) diene», vernehme man, daß-ihnen die von Vercelli die Zufuhr sperren und die ansdem Wege betroffenen Lieferungen wegnehmen, was den Eidgenossen beschwerlich und nicht zu ertragen sei. Dnwllnun der Herzog nicht den Verdacht der Parteilichkeit und der Feindschaft, zuwider dem Bündniß, auf sich lnbe,wolle mau ihn des dringendsten ermahnen, seine Unterthanen insgemein und besonders die von Vercelli anzuhalten'den Verkehr mit Lebensmitteln und andern Bedürfnissen, die den Eidgenossen zugeführt werden, in keiner Weißzu hindern und überhaupt nichts Unfreundliches gegen sie zu thun; im andern Falle dürste er es nicht nln'ldeuten, wenn diesseits Maßregeln der Selbsthülfe ergriffen würden; deßhalb möge er sich auf dem Tag in Lucern,der nächsten Montag beginne, (erklären und) entschuldigen. St. A.Bcm«. La,°m. Msswen i. ni v.
17».
Lucern. 1524, 1. April f. (Freitag nach Ostern f.).
Staatsarchiv Lucern: Allg. Abschiede d. 2. k. 543. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. 9, 5. 138. ^
Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede >V. i>. 176. X. p. 43. ÄantonSarchiv Basel: Abschiede k. 107. jiantvnSarchiv Freibnrg: Abschiede Dd-
KantonSarchiv Solothnrn: Abschiede Bd. XII.
Gesandte: Zürich. Jacob Grebel; M. (Heinrich) Walder. Bern. Sebastian von Dießbach; AntonLncern. Peter Tannnnnn; (Peter) Zukäs; Vogt Hug; Vogt Gössi; Jacob am Ort. Nri. Vogt Blällll'(Jacob Troger, Annnnnn). Schwyz. (Gilg) Nychmuth, Ammann. Obwalden. (Niklans) Halter, Amman"'Nidmalden. (Marquardt) Zelger, Annnnnn. Zug. Götschi z'Hag. Glarus. (Jost) Tschndi, Amman"'Basel. (Jacob Götz), Salzherr, und (Urban vom Brunn). Freiburg. Hans Gadion (Ammann!). Solothurn. (Hans) Stölli, Schultheiß. Schaffhnnsen. Ludwig von Fulach. Appenzell. (Nicht angegeben)«(Lncerncr Absch.).