36k Januar 1524.
das darf verbrennt, ist ein groß hübsch dorf gcsin, dorm vil guots wins gewesen, der (nn) aller verloren ist.Und als wir gerech wurden, zngen wir wider in unser lägcr, und im hcimziechcn verbrannten nur noch ein dorf.Der Herr ist des willens, daß er nun hinfür all tag will lassen brennen ze rings um die statt Meiland.gloub, hellen wirs nnfänklich gcthan, so waren wir jch in Meiland. Es ist nit anc, wir haben b>) ij"' liederlichekricgslüten by uns, weißt gott daß der Herr gern stich, daß wir uns deren abtäten und redlich lüt annämen; ^will aber jederman den sinen nfmachen, gott geb wo unser eer sig. Junker Hans (?) und ich haben bei»Herrn so vil angehebt, daß uf Hill datum diß rpt der lloli Härder und der Knltschmid heimwärts, den nächib"uf Arona zno, beleitct mit hundert reisigen, den nächsten über den Gotthart; (die) sollen uf iij>" redlicher knechb"annemen im Thurgöw und wo st die finden; es weißt hie dhein houptman nüt darnmb, es ist heimlich. Kust'fyend rüsten sich fast; aber mit der hilf gottes so wcnd wir unverzagt sin". . . (Vgl. N. 1).
St. N. Bern: A. Mailänderkriege (Copie).
3) 1524, 18. Januar (Montag nach Antonii), Nachts. Bern nn Lucern (deßgleichen an Freiburg).theilung von Schriften aus Lauis und von Hans von Dießbach. Man vernehnre zugleich, daß sich zu EnsiÄst^Landsknechte sammeln, Vie nach Mailand, wider die eidg. Knechte, ziehen sollen. Das habe man auch Frcibu>3und Solothurn und den Leuten im Felde zur Warnung geschrieben. St. A. Lucem: MWvm. - K. A. Fr°lbmg: A. Bon.
4) 1524, 18. Januar (Montag nach Antonii). Dasselbe an seine Hauptlentc in Mailand. Entsprecht'Warnungen, zc. St. A. Bem: Tmtsch Missivm, v. k. 222 a.
5) 1424, 19. Januar (Dienstag nach Antonii). Berti an Luccrn. Man höre mehr und mehr, daßLandsknechte in großen Schnuren nach Maitand ziehen, und daß der Papst, die Spanier, Vencdigcr und u» 'Herren in Italien, daher auch das.gemeine Landvolk zusammenstehen, um den König und die eidg. Knechte Züberfallen und zu vertreiben; daneben verlaute, daß dessen Heer gegen solchen Angriff nicht stark genug wäre, "'est?"man sich wundere, daß er sich nicht besser versehe; wenn den Eidgenossen daraus ein Schaden erwüchse, so würde 'nicht nur Unruhe und Zwietracht erzeugen, sondern den König in eine schwierige Lage gegen die Feinde und st'^eigenen Untcrthancn versetzen. Deßhälb bitte man Luccrn, mit den französischen Anwälten zureden, sie st'^''" .früher begehrten und bereit gehaltenen 9999 Mann ohne Aufschub annehmen und als Verstärkung abziehen laß' 'denn es sei zu besorgen, daß die Feinde die Frist bis zum nächsten Tage zu einem eiligen Angriff benutzen. D'sdieser Vorschlag den Franzosen gefalle, so möge Lncern die andern Orte von Stund an berichten; ans dein "WTage könne man dann ferner bcrathen, was die Nothdnrft erheische; wenn aber solches nicht geschähe, st'nran diesseits gcnöthigt, die Seinigcn heimzufordern. Daher bitte man um schnellen Bericht, :c.
St. A. Vcr»: T-Uisch Missivm, I>. 22g b. — St. A. Lucer» I Missive».
9) 1524, 22. Januar. Bern nn Besan^on. „?orvvnit nuno oerta relationo all aures nostras oapiln"^ 'gui armatos lanlltsleneobt (sie) eontra obristianissimum llegem Ipranoie all Nolliolaimm lluoatuw elubabont in manllatis, magnam peeunio summam et prosertim ultra oontum mille seuti (?) all manu«oitiarum vostrarum lloposuisso in liune llnem, ut in urbo Hisuntinonsi antollietos lanllskneebt llo stipo"promisso expollire et ipsi lleinlls all partes Italio sen lluoatus Lurgunllio prokoisoi possint, guoll «stnobis molostum ferst; oxpese.it enim inutue ainioitio vmoulum et eivilegii importantia, ut mllln p"'altorius bestes et inimioos sustinere et kovero sou zuvamon prestaro lleboat. bll ut vain in partem stlst'vvritate eortitullinem liaboamus, voluimus amieitns vestris oa guo all notitiam nostinm llovenorint, sigmn^ ^ ^oasllein rogantos, ut llo rol>us et nevitatibus buiusmelli inkoi mationem vapvro et nos boe tabollario ob ^»olam rem einisso llo eis gue pro manibus sunt, eertos kaoero volitis, guo et nos llo rebus et negotii« no ^prospiooro et ineonvonientüs guibusounguv tempestivo et pro nooossitato nostra rosistero possimus/ oot.
St. A. B-m: Latein. Missivm, n. . r.stsl
7) 1524, 23. Januar, Luccrn. Dangcrant an Bern. Heute früh seien die eidg. Hauptlentc, die der M'"lvon Montmorency aus dein Lagcr hcrnnsgeschickt, hier angekommen; sie haben nun dem Rathc knndgethan,viel Knechte verlangt werden, dabei die an gemeine Eidgenossen gerichteten Briefe des Admirals ?c. ülwrgc'bc" .gezeigt, daß keine Gefahr zu fürchten sei; hierauf habe er, der Gesandte, die beiden Hauptlentc sofortmit dem Auftrag, die Knechte anzuwerben und hinein zu ziehen, was er in guter Meinung melde, mit derihm dcßhalb nicht zu zürnen, zc. A. Bas-l: A. Mailtinderkriege tSolothurner