8 Januar 1524^
mir uns gerüst, ob fach mär, daß er understan wellt, uns hinder sich über das wasser zuo schlachen, wellten wiriin das nit vertragen; aber die Franzosen, so by uns sind, vernreincnt nach iren kundschaften, er understandc cSnit mit dem züg, so sy habent; wann si sycnd ganz unwillig und das von vil mangels wegen, so sy habent n>der statt Meiland, als wir ouch verstand von den gefangnen, so haruß gefangen werdent, wie es fast tür darinnensye; wo dem also ist, so stat es daruf, daß sy müessen understan, uns riß dem feld zuo schlachen oder aberabziehen, es sye denn fach daß der Vapst ein friden mach, deß man im hie nit vertruwet; wann die Franzose»,so hie sind, vermeinent, er werde sin botschaft in die Eidgnoschaft schicken und etwas praticieren, das dem K»»gund uns Eidgnossen ein nachthcil möcht bringen, als denn üwcr gnad wol wirt verneinen in einer inissiv, s«gemein houptlüt voir der Eidgnoschaftgemeinen Eidgnossen schribcn. . Uewcr gnaden vil Ziio schribcn weißich nit, wann ich ungezwiflet bin, riwer gnaden sycn bcricht, wie der Signor Renz Aronen belagert Hab in nainc»des Küngs von Frankrich, welcher mit vil sliß und ernst sich widerstanden hat, die statt zuo erobren, welche ernoch nit hat mögen gewönnen, aber in guoter Hoffnung (ist), in kurzem welle er die gcwünncn mit gotts hilf"--'
St. A. Bern: A. Mailändcrkriegc.
2) 1523, 29. December (Dienstag nach Weihnachten). Freiburg an Bern. Es verlaute, daß ein Reichst«?stattfinden solle, auf dein der Herr von Bourbon erscheinen würde, um einen Anschlag zu einem raschen FeldMnach Mailand zu betreiben und des Königs Truppen dort zu verjagen, wozu ein Bischof von Genf, der desPlanes kundig sei, persönlich behülflich sein würde an Orten, „wo er dann sin Kescheid weißt". Das sehe »n»höchst bedenklich aus, und wenn die kleine Zahl cidg. Knechte, die dort liege, so unversehens überfallen werde»könne, so sei großer Schaden und Schmach zu besorgen. Dies melde man zu allfälliger Mittheilung an d>eEidgenossen und Ansehung eines Tages, wiewohl man vermuthe, daß Bern (von anderer Seite) den gleiche«Bericht empfangen habe. K. A, Fr-ib»rg- Mysivm, Bd. vm. >«.
Zu 1524, 2. Januar (Samstag vor Triuin Negum). Luccru au Frcibnrg (und die übrigenInfolge der von Bern empfangenen Berichte über den Reichstag und das Treiben des Bischofs von Genf h« ^man für nöthig erachtet, einen geineinen Tag anzusetzen und zwar auf Dienstag vor dein 2V. Tag (12. Jan»»«)nach Lucern, w. K. A. Fr-ibura: A. Luur».
Zu ti. Von König Franz liegt nur folgendes Schreiben vor:
1) (1523), 11. December, Vlois. König Franz 1. an die cidg. Gesandten in Lucer». Antwort aufSchreiben vom 9. November, betreffend die von dein Gesandten Voisrigault vorgebrachten Klagen über die Vc>letzung der Neutralität seitens der Grafschaft Burgund. Sie sollen glauben, daß die gemeldeten Uebertretnng^stattgefunden haben, und wenn das Gegentheil behauptet worden, so sei das falsch (par cko^uisomons otmutations); ivie es sich aber damit verhalten möge, so wolle man jetzt, den Eidgenossen zu Gefallen, von Gcg^maßregeln abstehen, würde aber im Wiederholungsfälle sich nicht mehr von solchen abhalten lassen, ?c.
St. A. Lucem: Missivcn der französischen Könige.
Ferner sind zu beachten:
2) 1523, (nach 26.) Dceember (rriiij). Bern an die Princessin (von Orange). Mitthcilung des Origi««^der eben eingetroffenen Antwort des Königs auf das diesseits an ihn erlassene Schreiben, von welchem maneinen Auszug (minutam) zurückbehalte. Anerbieten zu weiteren Diensten für die Erhaltung der NeutralitätOra^schast Äurgund. St. A. Bern: Latein. Missiven It. 128 t».
3) 1523, 22. December, Nürnberg. Ferdinand, kaiserl. Statthalter zc., an die Botschaften der Eidgcnos^„Nagnilioi, spootakilvs, sineoro eliloati. Dortioros sumus laoti, guantoporo saora Daos. et Datkolioa ^Dominus ot lrator nostor oolonclissiinus, inkortata sit, vos, im kostium suorum Llallorum krivolis sxooAwguo guaorolis auros proKontos ckisooelorotis a oapitulis guao intor eaotora oonoornunt oomitatum llurgu» ^supor guo alias oortus uoutralitatis traotatus luit orovtus, guam item vos konssto oonvoniontigus rospobl» ßuao ilkkatas lme in ro partes vostras oktuloritis, guoä oorto nobis aäoo gratum luit, ut non
nms nos ookikoro, guin gratias vobis ingontos agoromus llo kam oonstanti aniino ackt'ootionoguoguam ckioti kostos suk ilolis oommontivüsguo pro natura sua kuois et oalumnüs attontant oonoutsro.tantes ickoiroo vos »ummo paritor stuckio, ut sio sowpor woinoros vltioij, <>uock ost talium kortiuw »ov