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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
342
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October 1523.

IS8.

Zürich. 1523, 26.-28. October.

Staatsarchiv Zürich: Acten Religionssachen. — Acta oder (^eschicht :c.

Disputatioi? über Bilder und Messe.

Als Präsidenten fungirten Dr. Joachim von Watt und Dr. Christoph Schappeler von St. Gallen,Dr. Sebastian Hofmeister, Prädicant zu Schaffhausen. — Den ersten Tag nahm die Verhandlung über dieBilder in Anspruch. Gegen dieselben redeten Zwing!i und Leo Jnd, Konrad Grebel, Dr. Balthasar FAcd-berger, Dr. Franz Zink u. A., gewissermaßen auch M. Heinrich Lüti und Konrad Schund, Comthnr zu Kns-nacht; für die Erhaltung der Bilder sprachen Jacob Edlibach, Hans Käs u. A., gegen die Disputation über-haupt Chorherr Konrad Hofmann. — Der zweite Tag wurde der Erörterung gewidmet, ob die Messe ei»Opfer sei. Dagegen sprachen Zwingli, Wolfgang Ruple (Joncr), Leo Jnd, der Propst von Einbrach, KonradSchmid, Benedict Burgauer, Pfarrer zu St. Gallen, B. Friedberger, Dr. Hans Zwick von Constnnz, Auto»Walder, Heinrich Utinger, Wolfgang Grütcr, Jos Haas. Hch. Engelhnrt, Hans Konrad Jrmensee, von SchallHansen, Konrad Grebel u. A. Dafür Propst (Felix Frei), Martin Stcinli, Pfarrer zu Schaffhausen, Dr. Nießle,(z. Th. gegen die Disputation überall), Konrad Hofmann (deßgleichcn). Am Schlüsse wurde auch das Fegfe»c>berührt. — Am dritten Tage wurden verschiedene formelle Mißbräuche in der Messe und im Abendmahlerörtert von Konrad Grebel, B. Friedberger, Zwingli (z. Th. gegen Grebel), Konrad Schmid, L. Jnd u. A- ^Näheres gibt der gedruckte Bericht.

Wir nehmen von dieser Disputation Notiz, weil mehrere Orte die an sie gerichtete Einladung wenigstens'beantwortet und zwei Stände sich gewissermaßen an dem Act bctheiligt haben. Es rechtfertigt sich von selbst, dNvorhandenen Korrespondenzen hier einzurücken:

1) 1523, 12. October (Montag vor S. Gallen Tag). Zürich an die eidg. Orte (und andere Ständet'„Unser zc. zc. Jr wüssent, wie die evangelisch lere und göttlich geschrift setz allenthalb klärer und luterer jllsprediget wirt, dann vorhar (al. bishar) beschehen ist, dardurch vil zanks und Widerwillens sich erhebt, also dGeiner bp dem alten bliben, und der ander vermeinen will, wir nisten syent bishar übel gelert; und so wir »usetz bi einem jar ein Versammlung aller unser seelsorgern und lütpriestern in der statt und uf dem land geh^und uns erkennt habent, daß unsere lütpriester, seelsorger und prcdicanten allenthalb in unser statt und ufland anders nützit fürnemen noch predigen söllint, dann was st) mit dem heligcn evangcli und snst rechter göttlich^geschrift mügint bewären, werdent wir uf solichs uß sölicher götlichcr leer underricht, daß die bilder nit sdüusin, und daß ouch die meß anders werd gebrucht, dann Cristus unser erlöser die Hab ufgesetzt, und syent dasvil inißbrüch, dardurch vil zanks und gehäders entstat, darin uns als der oberhnnd zno sehen gebürt, und st'^siin und einigkeit zno machen, und habent also darnf im nnmcn gotts, damit solicher zank zno end gebracht unund erlülret riß der götlichen geschrift des alten und nüwen testaments, und ouch dicivyl by üch und au ennserthalb vil und mengerley grnwcns und anders dann die warheit ist, mag geredt werden, aber ein Znoswberuofnng aller unserer prclateri, lütpriestern, seelsorgern und prcdieanten, ouch anderer gelerten lütenrrnd darumb einen tag gesetzt, nämlich uf Sonntag nächst vor Simonis und Inda apostolorum, ist der sdis monats, nachts in unser statt Zürich an der Herberg ze sind, und inorndes und die nachfolgenden tag eshalten, lüterung ze geben und ein beschluß zc machen »ß der rechten götlichen geschrift des alten undtestaments, wie sich mit solichen bilden, und mißbrüchcn der messen halb st)g zc halten, damit dem willen g>H^und sinen gebotten gelebt werd, und siner heligen geschrift beider tcstamentcn. lind ist darnf an üch unser get'lieb Eidgnossen unser früntlich flyßig pitt, ir wöllint unrb cristenlicher liebe willen nß üwern lütpriestern,sorger» und predieanten einen oder mer, die gelertisten, nach üwerm gefallen uf obangezöigten tag schickt'