Druckschrift 
4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
323
Einzelbild herunterladen
 

August 1523. Z2Z

t» 1523, 13. August. Ludwig vou Dießbach, Landvogt zu Lauis, an die eidg. Boten in Luceru. In denätzten Tagen haben die Gemeinden von Lauis, Luggans und Bellenz mit den Landuögten einen Tag gehalten^gm des freien Kaufes und Passes für Salz ?c., sich aber nicht vereinigen können, wiewohl die von Lauisund Luggaris erboten, demjenigen nachzukommen, was von gemeinen Eidgenossen „jetzt" in Luggaris verordnetworden; das haben die Bellenzcr abgeschlagen. Darum bitten ihn die Laniser, den Herren zu schreiben, siemöchten in der Sache nichts entscheiden, ohne ihre Gründe gehört zu haben; demzufolge begehre er, daß beideParteien in gleicher Weise geladen werden. St. A. ?»-->»: Msswen.

Die Lucerner Sammlung Allg. Abschiede hat nur die Namen der Gesandten und ein rohes unvollständigesConcept des Textes. Dem Zürcher Exemplar fehlen «> >, > >, >»; (q ist nirgends dem Abschied einverleibt),dem Berner p, dem Basler und Schaffhauser I, i», p, dem Freiburger und Solothurner nur n», p.

Zu 1523, 14. August (Vigilia Assumpt. Maria). Rothweil an die eidg. Botschaften in Lncern. 1. DenEbschied von Bern, den Ritter Caspar von Bubcnhofcn betreffend, habe man so spät („kurz") erhalten, daß manihn nicht so eilends beantworten könne; daher bitte man um Anzeige des nächsten Tages, wo man gebührendeAntwort zu geben gedenke. 2. Wiederholung der unter N. b gegebenen Nachrichten. St. A. Lucmn Misswen.

Zu «- (auch <»). Es sind hier einige Acten nachzuholen, die einzigen, die noch vorliegen:

1) 1523, 5. August. Ludwig von Dießbach, Lnndvogt zu Lauis, an die eidg. Sendboten auf dem nächstenTagc, zuerst in Uri zu eröffnen. Er habe gewisse Nachricht, daß der Herzog dem Kavalier von Pnsterla („?bnstern")Befehl gegeben, die Plätze Bellenz, Lauis und Luggaris einzunehmen. Auch werde an der Trcsa fortwährend„gebollwerkt" und große Straßen von Varcse her zugerichtet, und sei auf heute oder morgen eine Verstärkungmit Geschütz und einer Anzahl Spaniern oder Romagnern erwartet. Darüber sei nun das Volk in großer Furchtund rufe dringend um Hülfe und Rath an, da die Feinde so nahe liegen, daß sie einen Neberfall in zwei Tagenuusführen könnten. Obwohl man noch nichts Bestimmtes wisse, sei man doch eines Angriffs gewärtig, und scheinees daher an der Zeit, für die Landschaft zu sorgen, ;c. K. A. Fntbmg: A. T-ssm. Vogntm (C°p>-).

2) 1523, 9. August (Sonntag nach Oswaldi). Bern an die IV Waldstätte. Aus dem Schreiben desbandvogtes zu Lauis sehe man, in welcher Gefahr die cnnctbirgischcn Landschaften seien; da nun der großenRüstung der Feinde gegenüber etwas gethan werden müsse, was von hier aus nicht möglich sei, so bitte man dievier Orte, sich eilends darüber zu berathen und Mittel zu suchen, damit ein Zusatz dahin geschickt und die Land-schaft nicht „also" verlassen werde; was Bern darin zu thun gebühre, werde man nicht unterlassen; denn wäreMan den Dingen so nahe wie sie, so würde man so ernstliche Anstalten treffen, daß die Gefahr wohl abgewendetMerden möchte. St. A. Llicem: Misswen. — St. A. Bern: Teutsch Misswell, n. lsi I>.

ll) 1523, 9. August (Sonntag nach Oswaldi). Bern an den Landvogt zu Lauis. Antwort ans dessenschreiben: Hinwcisung ans die Zuschrift an die „Länder", und Auftrag, selbst die nöthigcn Vorkehren zu treffen,u Man nicht wisse, was jene Orte thun werden. St. A. Lern: Teutsch Misswen, I>. e. ISS.

istl S. Hieher gehören folgende Schriften:

1) (1523), 7. August, Konstanz, unterzeichnet V. S., mit Adresse: „Gen Frpbnrg zu antwurtcn". Erstcheinigt den Empfang von zwei früheren Schreiben, das erste durch den „Segcnsenschmid", das andere, vom, ^uli, durch den eigenen Boten, und verspricht, den Korrespondenten samt seinen „Gesellen" dem Erzherzog,^ Herrn des Briefstellers, bestens zu empfehlen. Dann meldet er, das; zwischen dem Kaiser, dem König vonmgland, dem Herzog von Mailand und den Vencdigcrn am 30. Juli eine Vcreinnng beschlossen worden, daßwohlgcrüstcter Landsknechte an den Bodensce rücken, um ins Elsaß zu ziehen, und anderes Volk mit( ^rrei und Geschütz nachfolgen werde, sodaß gleichzeitig mit dem Einfall des englischen Heeres Frankreich vonau aus angegriffen werden solle, und man hoffe, den König dermaßen zu schwachen, daß er die Feldzüge nach, M'lnnd aufgeben müsse. Ersuchen, fleißig zu schreiben und keine Kosten zu scheuen, da sie vergütet werden,esondere über die Verhandlungen des Tages von Bern (3. August) zu berichten. S. N-»e s.