318 August 1523.
6) 1523, 20. August (Donstag vor Bartholome). Bern an Basti. Es verlaute, daß der Graf vonFürstenberg mit Rüstungen beschäftigt sei, welche besorgen lassen, daß er gegen den Herzog von Würtembergetwas Thätliches unternehme, wodurch demselben (Hinwider) Anlaß geboten würde, mit Hülfe seiner Anhängerzur Gegenwehr zu greifen, was man zu dieser Zeit ungern sähe. Da nun der letzte Abschied festsetze, daß dieParteien den vorgeschlagenen Rechtsentscheid erwarten sollen, so bitte man Basel freundlich, den Grafen zu ver-mögen, nichts Feindliches und den Eidgenossen Schädliches zu versuchen, sondern sich bis auf Weiteres ruhig
veralten, zc. St. A. Bern: Teutsch Missiven s. 183.
7) 1523, 20. August (Donstag vor Bartholomäi). Basel an Bern. Antwort: Man habe über den Grast»Wilhelm von Fürstenberg von anderer Seite das Gleiche gehört und ihm dcßhalb geschrieben, wie die Beilagelaute, in der Hoffnung, daß er sich solcher Anschläge enthalte; auch habe man ihm das Schreiben von Ben'zugestellt und ihm erklärt, daß man sich seiner cntschlüge, wenn er dem Abschied nicht nachkäme, w. (s. N. 5).
8) 1523, 25. August (Dienstag nach Bartholomäi). Basel an Graf Wilhelm. Man habe ihm letzthin »»?sein Begehren Rath ertheilt, darüber aber noch keine Antwort erhalten; da nun von den Eidgenossen bereitsmehrfach nach einer solchen gefragt worden, so begehre man umgehend eine bestimmte Erklärung, ob er sich be>»Abschied von Bern gemäß verhalten wolle oder nicht, ?c.
9) 1523, 30. August (Sonntag nach Bartholomäi). Basel an Denselben. Erwiderung seiner Zuschußdaß er dringender Geschäfte wegen sich nicht entschließen könne, w. Man begehre nochmals „satte" Antwort mitJa oder Nein, ob er dem Abschied nachleben wolle.
10) 1523, 3. und 12. Decembcr. Basel an Bern nnd Graf Wilhelm. Mittheilnng von Zuschriften »»^Antworten (ohne Belang). 7) — lo) K. A. Basel: Missiven.
Zll «>. 1523, 24. Juli. Antwerpen an die Boten der" XIII Eantone („dantonorum"). Erinnerung an tAfrühern Schreiben für den Kaufmann Johannes Vcrrccgue, dd. 15. October (1522) und 18. März (1523t-Man hätte kraft der erwähnten Privilegien bereits gegen die Angehörigen der Eidgenossen einschreiten könne»,habe aber aus besonderem Wohlwollen gegen die Nation nicht handeln wollen, ohne sie vorher gewarnt zu habe»-Indessen vernehme man von Johann Lengrant, daß den Kaufleuten Thomas Barillo und Philipp Piscator Z»gleicher Zeit viele Güter in Uri auf dem Wege nach Antwerpen geraubt worden seieil, weßhalb sie um Verweist»»!?für Restitution derselben gebeten; daher begehre man, daß die Eidgenossen bei Uri, Lucern und überall, ivo stnöthig sei, dahin wirken, daß die Genannten billig entschädigt werden. Im Fall des Entsprechcns werde »>»"die durchziehenden Angehörigen der Eidgenossen nach Kräften beschützen; im andern Fall wäre man genöthigbvon den vorhandenen Privilegien Gebrauch zu machen, ?c. St. A. Lucern-. Mission,.
Zu ii. Das an den König erlassene.Schreiben, dd. 8. August, recapitulirt die Schicksale des Grafen, erweistdie Unzulänglichkeit der für ihn ausgeworfenen Summe (1000 Kronen) und dringt auf Erhöhung um rvciü^1000, erneuert das Begehren, die dem Sohne Camilla bewilligten 30 Lanzen um 20 zu vermehren, und bei»Grafen Franchino Rusca seine Rcchtsame zu bestätigen, und gibt zu verstehen, daß die Nichtbeachtung bstst'Fürbitte ungünstig beurtheilt würde. — Ein Promotorial wurde unter gleichem Datum auch an den Maust"„cko Nomoransi st Ruscüuxot" erlassen. St. A. Bern, Latein. Missiv-n. ic. 88, so.
Zu 1523, 10. Juli (Donstag nach Margaretha). Bern an Lucern, Schnffhausen (nnd andere Ostst'Der französische Gesandte, Herr von Boisrigault, habe in dieser Stunde nach Ucbergnbe seiner Crcdenz eröff»^'das; der König des Willens sei, bis den 2V. August in eigner Person mit einem großen Heer über das Gcbiststzu ziehen, und zu diesem Unternehmen die Hülfe der Eidgenossen gemäß der Vereinnng begehre; indem »'»» ^ans die Bitte des Gesandten schriftlich anzeige, habe man beizufügen, daß General Morelet, der nächstenskommen werde, über alle näheren Umstände das Nöthige angeben solle. Zugleich werden die Eidgenosse» c>s»^'den Practiken, die der Papst wider den Köllig mache, keinen Glauben zu schenkeil, sondern redlich und standhaft ^
letzteren anzuhangen, ?c. St. A. Lurern, Missiven. — St. A. Bern, Teutsch Miijive», I'. 177. — K. A. Schaffhausen, Uorrespandenzen. ^
Zu 1523, 5. August. Bern an den Herzog von Savopen. Ilumilitsr est. est. Usrvomt, nun» ^uuiög nostrus guvnäni» sx rsvsrsnclissimw clnminw llurclinulillut! Ilwpanis uuticmis pstsro po»8oss!ouss