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December 1822.
Frauen Vogt von Lucern eingenommen 479 Pfd. 6 Heller und ausgegeben 458 Pfd. 6 Heller; demnach bleibter schuldig 20 Pfd. 4 Schl.; dabei ist fein Gehalt schon verrechnet. Die Frauen (das Frauenkloster) haben nochVorrath an Kernen 13 Mntt 2 Viertel, an Haber 2'/2 Malter. «I Es beschweren sich die Thalleute vonEugelbcrg über den „Frieden", der ihnen von den Kastvögte» auferlegt sei, nämlich gegen ihre Nachbarn in Unter-walden nid dem Wald. Wenn zwischen ihnen Friede gemacht werde, so lassen die von Nidwalden je nach fünfJahren den Frieden ab, während sie, die von Engclberg, dabei bleiben müssen, was ihnen zu großem Schadengereichen könnte. Das ist heimzubringen, um auf dem nächsten Tage, der hier sein wird, darüber Antwort zu geben.
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(Lausanne. 1522, e. 22. December. .
Staatsarchiv Bern. Kantonsarchiv Freiburg.
Tag einer Botschaft von Bern und Freiburg, behufs gütlicher Vermittlung zwischen dein Bischof von Lausanneund den Landschaften Saanen, Oesch ?c., wegen Errichtung eines Wochcnmarktes in Bulle.
Ein Abschied wurde wahrscheinlich nicht verfaßt. Ueber die Frage selbst und die voransgegangenen Ver-handlungen lassen wir die Acten sprechen:
1) 1522, 5. November. Bern an den Bischof von Lausanne. Die Bürger von Gesscncy, Oesch, Rossiniereund Nougemont haben klagend angezeigt, daß die. von Bulle von dem Bischof die Erlaubnis erworben, einenWochenmarkt zu halten, was ihnen, jenen Burgern, offenbaren Nachtheil brächte, indem sie das Korn und andereLebensmittel bald theurer bezahlen müßten, zc. Man bitte nun den Bischof, er möchte mit Rücksicht auf diealthergebrachte gute Nachbarschaft die gegebene Zusage uns schicklichen Gründen widerrufen und seine Ilntcrthanc»gütlich bewegen, sich mit einem Jahrmarkt zu begnügen, zc. St. A. V->n- r°t -m. Mijsivm, i. :>.
2) 1522, 16. December, Freiburg. Versammlung der „Burger" wegen deren von Greyers, den Markt zu Boll(Bulle) betreffend, den der Herr von Lausanne aufrichten will. „Ist inen geantwurt, nimm Herren sye der Handelfast leid, und (ist der botschaft) mit vil hübschen langen worten gesagt, wo min Herren sich mögen gebrochen gege"(dem) Herrn von Lösau, daß er sins willens abstand, das wellen sy gern thuon, und schicken iren botten gen Bern,si auch zuo bitten, den Handel helfen in der fründschaft zerlegen, den großen Unwillen zuo stillen und vor großenbluotvergießen zuo sin; dann min Herren spen wal so warlich beruht, wo der merkt ufgericht, (daß) der nit weUbeharret, dann daß si einandern treffenlichen flachen werden, deß (?) si und minen Herren möchte zuo schafstnwerden; wo dann min Herr von Losan des, so er ein g. prelat ist, ein nrsach sin, wnrd im hcrnachmals leid."(ch
K. A. Freiburg: Rathsbuch Nr. 40.
3) 1522, 13. December. Bern an (den Bischof von Lausanne). Um den Span zwischen ihm und deaGemeinden von Gessmay zc. wegen des Marktes zu Bulle zu beseitigen, habe man beschlossen, nebst Freibmgauf nächsten Sonntag Abend eine Botschaft nach Lausanne abzuordnen, die morndeß vor dem Bischof erschein"
solle, Zc. St. A. Bern: Latein. Missiven, 15. 7 a.
4) 1522, 29. December (Montag nach Weihnachttag rriij). Bern an Freiburg. 1. „Von unserm ratsbotteMso jetz sampt dem üwern by unserm Herrn von Losan von des wuchenmerkts wegen zuo Boll gewesen, haben w"verstanden, was daselbs gehandlet, also daß nützit geschasfet, und unser Herr von Losan uf sinem fürnew^beharret, und sin beschluß und Meinung ist gewesen, by althargebrachtcr frpheit und gerechtigkeit ungeschwächtbelyben, mit erbieten, wo in jemand davon wellte wysen, darumb für üch und uns, ouch üwer und unser l. 0'gnossen und Mitbürger von Solothnrn, und ob es not ist, für dir übrigen Ort alle zuo rechtlicher lütrung ch"komm. Und so uns nu will bedunkm, daß sölich unscrs Herrn von Losan beger und erbieten fuog und gG"habe, und uns nit gebüre, in dawider zc trängcn, zc nötigen oder durch jcmands beschwere» zuo lassen, wollig