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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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Juli 1522,

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daß letzthin (bei Bicocca) ihre Heere zusammengestoßen; obwol aber die Eidgenossen und die Franzosen seinKriegsvolktrntzlich überfallen", habe dasselbe sich nur zur Gegenwehr gestellt und.den Vortheil, den esgewonnen, nicht verfolgt und damit den Absichten des Kaisers entsprochen; er hoffe übrigens, daß künftig beideTheile ein solches Ereigniß verhüten können. In Anbetracht des Bundes, den die Eidgenossen mit ihm haben,ersuche er sie nun nochmals, daß sie den König von Frankreich aufgeben, ihre Söldner zurückziehen und sich künftigdem Reiche anschließen möchten, was auch dem Herzog von Mailand und durch diesen ihnen selbst zu Gute kommenwerde. Er gedenke, nach England zu reisen und mit dem König ein Bündniß zu schließen, alsdann eine Botschaftzu den Eidgenossen zu senden, die das Weitere mit ihnen abreden werde; inzwischen wollen sie sich gegen Mailandals gute Nachbarn und Freunde erzeigen und den Franzosen keine Hülfe mehr leisten.

St, A. Zürich: A. Kaiser. Tschud. Docum.-Sammlung, Bd. VIII. Nr. 47. St. A. Bern: A. Ausland III (Kaiser). St. A. Lucern: A.Kaiser.

K. Bibl. Freibmg: Girard. Sammlung, Bd. V. K. A. Schaffhausen: Correspondenzen.

3) 1522, 21. Juni, Schloß Windsor. König Heinrich VIII. an gemeine Eidgenossen. Wie eifrig er fürdie Eintracht unter den christlichen Fürsten gearbeitet habe, sei wohl der ganzen Welt, und insonders den Eid-genossen schon längst bekannt; zur Förderung dieses nützlichen und wohlthätigen Werkes habe er den Cardinalvon Uork (Eboracensem), Legaten n latsrs, nach Calais gesendet, um die Zwietracht zwischen dem Kaiser unddem König von Frankreich schlichten zu helfen. Er habe dann aber gewissen Bericht empfangen, daß der Königden zu London geinachten Frieden, Bund und Eid zuerst gebrochen, was ihn, König Heinrich, schwer bekümmertHobe . .. Wiewol der Kaiser vermöge des Bundes mehrmals seine Hülfe gefordert, so habe er doch bisher nochnicht entsprochen, weil er gehofft, daß das Nebel vielleicht sonst gestillt werden möchte. Dies alles habe derKönig von Frankreich nicht gewürdigt, sondern auch ihn und die Seinen angefochten, was ihn nun zwinge, demKaiser Hülfe zu leisten w.Hieruf, diewil wir üch als unser alt bnndsverwandtcn (und) getrüwisten fründ allweggespürt und üch glichlich, ouch üwer festen und berüemten nation mit gröstem gunst wir angehanget sind, so bittenwir üch zum jemer gröstcn wir mögent, daß ir der Franzosen, ouch irer trüglichkeit ganz verachtend, kcis. Mt.,ouch unserer party üch anhenkind und dises kriegs, mit gmüet med kreften uns zuogefüegt, üch underwindind, undüber sölichs, daß ir von dem unrechten französischen joch üch selbs entledigent; die ding, die man üch, ouchüwer tugend rechtlichen schuldig ist, werden ir dest ringer überkommen, und werden ouch wir verschaffen, daßerwelter Babst, keis. Mt., der Herzog zuo Mciland und ander unser bnndsverwandten mit uns umd järliche jargcldund besoldungen üch versechent. Und daruf so bitten ipir üch flissenklich, nnsern bliesen und botten über dise fachschnelle antwurt (zuo) geben," zc. . St. A. Zürich: A. Grojibrit-mnien (lieber!.).

ImArchiv" der allgcm. gcschichtforschendcn Gesellschaft, Bd. XV, p. 314310, gibt W. Gisi in fran-zösischer Uebersctzung ein Schreiben des Kaisers an die Eidgenossen, dd. Windsor, 20. Juni, das übrigens nuroft wiederholten Gedanken entwickelt und theilweise mit N. 3 übereinstimmt. Daß sich von dieser Missive inschweizerischen Archiven kein Exemplar erhalten hat, darf ivohl etwas räthselhaft erscheinen.

Zu I, 1. 1522, 21. Juli. Schwyz an die eidgenössischen Botschaften. Schriftliche Beantwortung des vonAogt Lilly heimgebrachten Abschieds von Bern (den einzelnen Artikeln nach). Zu bemerken ist außer der^nnnerung, daß die französische Vcreinung durch heimliche Geldspenden und theilweise also durch Betrug zurAnnahme gebracht worden sei, die folgende Stelle:Getrüwcn lieben Eidgnossen, dwyl und wir uns im ansang"User geschworncn bünden und sidhar zuo mermalen znosamen vcrpflicht und gebunden als getrüw fründ undbrüedcr, deß wir uns ob gott will ewig gegen einandern halten wellcnt, so gebürt es sich doch wol, ein bruoder^n andern zuo ermnncn in anligenden dingen, die inen beiden zuo schaden reichen möchten; hierum, so wir jesu sorgen sind, wo wir Eidgnossen semlicher gforlicher sorgklicher händlen nit abstandint, daß es uns in gemeinkünftigen zyten zuo merem und großem schaden und Nachteil reichen möcht, darum so vermanen und bitten wiruch in sainpt und sunder, ob einich Ort under üch deß könnde finden gliinpf und fuog, das welle semlicher dingen"b und zuo uns stau zc. Dis alles sol nieman vermerken, daß wir hicmit jcnian ützit leeren, snndcr üch sampt"ud sunders getrüwer fründticher brüederlicher mcinig ermanen, damit und wir all in gemein unser land, lüt,und gnot deßter rüewiger besitzen und behalten jetz und hienach, ouch ivir under und gegen einandern deßterludlicher in guoter fründticher trüw nnd liebe fürhin wie bisher bliben mögen". . . St.A. Ben,: A. Schwyz.