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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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Juli 1521,

Zu «I. 1) Aus dem Schreiben Hetzels, von dem nur ein Auszug ohne Datum und Adresse vorliegt, sindhier folgende Daten hervorzuheben: In der allgemeinen Verschwörung gegen die Franzosen und Guelfen, derengefährlichster Ausbruch durch rasche Gegenmaßregeln verhindert werden konnte, haben die Schweizer in einer (un-genannten) Stadt sieben Knechte verloren, dagegen etwa 4t) Feinde umgebracht; der Legat bcdaure den ihnen zuge-stoßenen Unfall und verheiße die Schuldigen nach Gebühr zu strafen; der Papst halte die Leute gut und bezahlesieehrlich"; in Bologna liegen etwa 1900 Mann; 400 seien nach Rom abgefordert worden, um sie gleich denGardeknechten zu kleiden. Mit Ausnahme von Venedig, Genua und Ferrara sei ganz Italien in Aufregung gegenFrankreich und eifrig in der Rüstung; dagegen habe Venedig 5900 Graubündner in seinen Sold genommen, ?c.

St. A. Zürich: Tschud. Absch.-Sammlung, Bd. 5. Xr. 35.

Ferner gehören hieher:

2) 1521, 5. (al. 6.) Juli, Bologna. Gemeine Hauptleute in päpstlichem Dienst, in der Romagna, an dieeidg. Rathsboten.Großmächtigen ?c. w. Als wir dann mit einer zal knechten in unsers heiligen vatters dienstbeliben und besuocht sind von dem hochwürdigen Herren Antonio Pucio, Bischof zu Pistorien, . . - über das seidder Eidgnossen (?) zu einer beschützung und bewarung des lands Romania und der Stetten Bononien, Modonaund Rätz, mit erlichcm sold und artiklen angenomen, deren einer also lutet, und von uns bcgert von vorgedachtemlegaten, daß wir nit füllend ziehen noch kriegen wider üch als unser oberherren, wo die zuo einichem fürsten oldHerren mit den fänlinen geschickt wurden old (sunst) dienten, das uns der vorgedacht legat in namm unsers hl.Vatters zuogesagt, dann sin Ht. sye von üwer großmächtigen Herrschaft lenzere fründschaft begeren, und ist diezal der knechten j^viiij« und viij, und werden also mit sampt den setz gemelten knechten erberlich zalt, darumbwir mich b. H. erlich dienen wölkend, vermeinend damit üwer großm. Herrschaft groß wolgfallen und gehorsamkeitze thuond. Item wir thuond üch zuo müssen, daß wir uf Johannis Baptist vergangen mit den bürgeren zuo Fagenzaein scharmutz gehept, deß wir zum teil anfänger gewesen, und allda by den viij mannen verloren, und der irenhabend sp gnot lüt und ein erbere zal gelassen. Zngend demnach von inen mit gewerter Hand in das feld, fürdie Statt (?). Witer so wüssend daß der Herr de Lascut, des Herrn von Latreks bruoder, mit großem fliß anuns gesuocht, des hl. Vatters dienst zuo verlassen und in des Küngs von Frankrich dienst ze komm, welcheswir ganz nit thon und im hieruf dhein antwurt geben, . . . damit wir vermeinend, üwer großm. Herrschaft, derowir uns demüetiklich befelchend, ein groß gefallen thon haben" . . .

St. A. Zürich: Tschud. Absch.-Sammlung, Bd. 5. Nr. 35. St. A. Lern: A. Mailänderkriege. K. A. Freiburg: Absch. Bd. 128.

K. N. Solothurn: Absch. Bd. X. K. A. Basel: Absch. 5. 32 big. (Sämtlich Lucerner Abschristen).

3) 1521, 3.Juli, Gazznolo? (Gazion")- Herr von Lescun (v. Scntt, Thomas de Foir), Marschall vonFrankreich, Statthalter in Italien, an Hauptmann Hetze! und Andere.Großgeachten, allerliebsten fründ. Wirgloubent, ir habint ander unser brief, die wir üch durch einen usspächer geschickt Hand, empfangen, und wennunfern edlen sicherer weg wäre gewesen, hettend wir inen einen zuo üch geschickt, als wir dann ouch jetzschicktind, wenn inen der weg sicher wäre; dann ir söllent für gwüß haben, daß alle den unfern, so durchdise end ziehen!, findlicher wps werdent gefangen, und darum mit erzelung alles deß, das vorig unser brief sagend,bittend wir üch, daß ir üch in die besöldnng des cristenlichen Küngs wöllint begeben, als ir üch habent erbotten;dann wir wöllent üch all wol halten. Darzuo bittend wir üch, daß ir uns wöllint berichten, so schnellist das sinmag, was üwers gmüets deßhalb syg; dann sust so wöllent wir schicken zuo den Herren den Eidgnossen umetlich den iren, sölche besöldungen anzenemen."

St. A. Pirich: A. Frankreich. Tschud. Doc. Bd. VIII. St. A. Bern: Absch. I. p. IIS. Abscheide sino Nato. K. A. Basel: Absch. k. 77.

K. A. Freiburg: Absch. Bd. 56. K. A. Solothurn: Absch. Bd. X. K. A. Schafshausen: Abschiede.

Daß dieses Schreiben (ohne Zweifel nur Uebersetzung) so vielfach vorhanden, ist kaum bloßer Zufall; vielmehrscheint es seiner Zeit für wichtig gehalten worden zu sein.

Zu Die Basler Instruction berührt dieses Geschäft mit dem Auftrag an den Boten, sich bei Lucern undGlarus zu erkundigen, wie diese Orte es mit denen, die in päpstlichem Dienstemit ruoten usgeschlagen sindworden", zu halten gedenken. Bezügliche Korrespondenzen finden sich in den Basler Missiven. (Die den Betroffenenwiderfahrene Strafe wurde als zu hart betrachtet). St. A. Basel: A. MaMnd-rln-g-.