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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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April 1521,

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zimlich achtend, und uns allen nutz und eer bringen mag, so ist an üch unser fründlich pitt und beger, ir wöllentobangezeigten tag besuochen mit üwer ersamen wiseu potschaft; dann wir andern üwern und unfern lieben Eid-gnossen glichermis verkündt habent, ungezwifelter Hoffnung, jederman werde den besuochen und helfen verhandle«das so unser gmeiner Eidgnoschaft erlich und nutzlich sin werd; diß wöllent von uns im aller besten verstau,als denen so gern allwegen üch und gmeiner Eidgnoschaft zuo gnotem handlen, das sich mit gott und eeren wol(mag) verantwurten. Datum Sambstags vor Indien (16. Marz) Anno -c. rrj.

St. A. Zürich: Tschudische Documenten-Sammlung Bd. VIII, Nr. 32. K. A. Freiburg: A. Lucern.

2. Vortrag des französischen Boten, Herrn von Lamet, gegeben zu Lucern am S.April 1521.

Großmächtigen wisen Herren, ir müssend wie dann der aller cristenlichist Küng von Frankrich, min Herr,

vergangner jaren mit üch Eidgnossen in merklicher unrnow und zwitracht gestanden, darzuo etlich ursach geben,die vermeldtem minem Herr Küng und üch Eidgnossen nit holder gewesen sind, welchem fiirneinen beden teilenvil Übels und unruowen erwachsen, daruf die selben gestift, und sich wol habend mögen freuen, dann sy, als zuobesorgen, heimlich erbfycnd sind beden partyen. Sa nun der allmächtig ein benücgen (gchebt), und sölich krieg undmißhäll von uns hat wellen abwenden, ist man des ersten zno Jens bekamen mit etlichen Orten, und da von einemseiden und vercinung gcrcdt, dcrsclb aber nit allen Eidgnossen gemeinlich angnem gewesen, nild so der cristen-lichist Küng sölichs vermerkt, damit ir gmeinlich, niemand gesündert, einen andern ewigen seiden und abredniszuo Friburg beschlossen, in Hoffnung und guoter zuoversicht, er wurde zuo siner zit mit einer nachgenden ver-einung und fründschaft, zuo bestäten den selben ewigen friden, sich nächern, und darumb von dem friden, vereinnngund abrednng zuo Jens gestanden, damit ir gmein Eidgnossen by einandern unzerteilt blibent. So nun sink. Mt. bißher zuo vil malen durch sin erlich potschaft Werbung than, als ir deß guot wüssen tragend, hat alsoabermaleu sin k. Mt. mich harus zuo üwer großmächtig wisheit gesendt, üwer Eidgnossen von Luceru zuobittend, üch gmeinen Eidgnossen ein tagsatznng zuo thuo», siner Mt. fürnemen in sölichcm Handel zuo verneinen.

Dann min Herr der cristenlichist Küng begert nit anders mit üch zuo machen dann ein erlich ufrcchte pündtnisund vereinung, so beden partyen erlich und nutzlich, zuo beHaltung und gegenwer der Personen, landen, listenund Herrlichkeit, so der Küng und ir setz besitzend und inhaltend, hie diset und ennet dem gebirg, und gegenaller mänklichem, niemand usgenomen, guoter Hoffnung, üch werde sölich fründschaft und vercinung gefallen,und dheins wegs usschlahen.

So hat ouch sin k. Mt. in guoter gedächtnis und wüssen, daß diewil sine Voreltern mit üch Herren den Eidgnossenguot fründschaft und vereinung gehebt hat, sind bed teil in guotein friden und ruowen gestanden, und sich an lib,eer und guot geufnet; so aber die durch die widerwärtigen zertrennt worden, gar vil unruowen, müeg, kost undarbeit erstanden; hierumb sin k. Mt., wiewot die setz in keiner fyendschaft stat, ouch sich nit verficht von dheinencristenlichen fürsten geängstet werden, hat im (sy?) doch sölich fründschaft und einung setz in rüewiger zit wellensuochen und dero nachwerbcu und nit thuon als etlich, so üch suochend und üwer begercnd, so sy üwer notdürftig.

Darumb, großmächtige Herren, min Herren den Küng bedunken will, wann alle ding wol bestacht und ermessenwerden, ir herreu die Eidgnossen söllend sin begertc fründschaft und vereinung, die üch und den üwern zu vorteilmer dann im dienet, nit usschlahen noch verachten, dann ir sclbs müssend, daß sine und üwere land einandern gelegenund anstößig sind, darumb ir (wir?) einander gar stecht und bas mit lib und guot beholfen sin mögend dann die,so üch ferr und wit gelegen sind. Es Hand auch ir bed partyen dhcin gschäft noch ansprachen, dadurch ir lichtlichvon sölicher vereinung und fründschaft mögend triben werden, sunder mit allem glücksal und eeren beliben.

Und zuo bewärung der guoten stündlichen und gnädigen Meinung hat der Küng mir befolchen üch zu sagen,so ferr und üch das gfallen will, so sige sin k. Mt. deß ^uo friden, bis uf die inj oder uj»> knecht in sinbesoldung zuo nemen und die erlich zuo halten, daß jederman wol zuofridcn ist; die selben will er leggen in sinkünigrich oder in das herzogthumb Meiland, so bald die vereinung gemacht und beschlossen wirt.

St. A. Zürich: Absch. Bd. S. kol. 22. St.«.Bern: Absch. I. p. 208-70. A. Franknich I. K. A. Basel: Abschiede tot. WS (o-rs-tztj.

K. A. Freiburg: Absch. Bd. S6. K. A. S-lothurn: Absch. Bd. X.

3. Antworten auf den französischen Vortrag: Zürich bemerkt, man habe einen ewigen Frieden mit Frank-reich, desgleichen eine Erbeinung mit Oesterreich, die es halten will, und findet es nicht nöthig, jetzt nochandere Bündnisse zu machen. Bern ist geneigt, unter den abgeredete» Vorbehalten die Anträge des Königs