Februar 1521, ^ 5
Z.
Mrunnen. 1521, 21. Februar (Donstag nach Jnvocavit).
Tag der III Waldstättc. — Ihre Bote» schreiben an Lucern:
„Uns Zwyfclt nit dann daß ü. e, w. wol bericht sye des spanS zivüschen den kilchherru van Gersow, lvelichedann das beriiert, und den Kamenzindigm daselbs, da die Kamenziudig vermeinen, daß ine» das recht zuo Gersownit gmein sye, als such unser jedes Herren und obren sich dcß erlütret Hand nach gstalt der fach, inen das rechtzu Gersow nit gmein sye, und sidmalen st) vorinals uf üch zuo recht haben wellen kommen und üch, als nurverstanden, darum augerüeft, Hand wir st) uf üch zuo recht bescheiden. Harum so verkünden wir üch das im allerbeste», mit früntlichcr bitt, daß ir üch der fach one wytern ufschuob beladen wellint und inen zu ruowen helfen, alswir uns gänzlich versehen," ?c.
Von weiteren Verhandlungen ist nichts ersichtlich. Zu etwelcher Aufklärung dieses Handels lassen wir nochdie vorhandenen bezüglichen Missiven folgen:
1) 1521, 16. März. Uri an Lucern. „Wir Hand den Handel, oder die urtel von üch usgange», zwischen denenvon Gersow wol verstanden, wie ir die für uns vier Wnldstett gewiseu .'c. . . . , von wegen daß die Kotten derovon Gersow ireil fächern oder ansprechern keins widcrrcchten mit nntwnrt Hand wellen sin. Da lassen wir üchunser Meinung wissen, däß wir wellen, daß die von Gersow den Knmenzinggen vor üch rechtes statt thüen und
' inen um ir ansprach antwurt vor üch geben, und bittend üch, ir wellend nochmalen versuochen, den Handel rechtlichuszuoüebeu; dann wir denen von Gersow solichs geschäftlich verkündt haben, daß wir das von inen wellen gehebthaben, sofcr die andren Ort, so hierin handien, des glichen willens sin werden. Da wellend üch glletlichen arbeiten,damit üch und uns der Handel ab (dem) hals komm" . . . Si.A. Lncew: Misswen.
2) 1521, 10. April (Mittwoch post Ouasimodo). Schwyz an Lnccrn. Wiederholung der Bitte, den beidenParteien von Gersan beförderlich einen Rechtstag anzusetzen mit dein Bemerken, daß es beim Ausbleiben deseinen das Recht dem gehorsamen Theil werde ergehen lassen. . . ^ St. A. Lmcm: Miss,«».
3) 1522, 17. Juli, Brunnen. Uri, Schwyz und Unterwalden an Luccrn. „Als dann Hans und BalthasarKammenzind von etwas fach (wegen) für üch zuo recht gewiseu, um daß inen das recht zuo Gersow nit gmeinsin crschinen wollt; da nun etwas »rieten vor üch um de» Handel ergangen, dorum sy urkundi begcrt Hand w.;darneben als dann durch der vier Waldstetten Kotten gerietst ist um den todschlag, so Baltnsser begangen hat, undnach Inhalt desselben rechtspruchs üch bcfolchen, dorum brief und sigel in unser aller namcu zuo geben de» bc-gereuden; aber wie dem, (so) sind inen semliche Urkunden noch nit worden; durch ivas semlichs verhindert, mögentsy nit müssen, und so inen daran vil gelegen sin will, als sy nies haben erscheint, so ist an üch unser früntlichernstlich bitt, ir wellent verschaffen mit den schribern oder denen, so der Handel befolhen ist, damit und inen scmlicheurkundy nach der notdurft usgericht werden; dorum erbieten sy sich zuo thuon, was sy schuldig syen den schribernoder stgleru," ?c. St. A.Luccr»: Ungeb. Absch.
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Zürich. 1521, 23. (bis 23.?) Februar (Samstag vor Ncminisccre ff.)
Staatsarchiv Zürich: Abschiede, Bd. s. kol. I. Bd. o. lbt. 17». Ebenda: Tschudische Abschiede-Sammlung Bd. 5, Xr. 2b.
Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, u. p. 245. Abscheide „sine llntv". LandcSarchiv Nidwalde». Kantonsarchiv Basel:Abschiede, 5ol. 2. Kantonöarchiv svrciburg : Abschiede, Bd. 87. Kantonsarchiv Solothnrn: Abschiede, Bd. X.
Gesandte: Zürich. (Felix) Schund, Bürgermeister; (Matthias) Wyß, Bürgermeister; Jacob Grebel;
Johannes Berger. Bern. Junker Ludwig von ELlach; I. Rudolf Nägcli. Lnccrn. Jacob Feer, Spitalmeistcr.
Uri. Ammann (Zosua von) Beroldingen; Vogt (Jacob) Troger. Schwyz. Vogt (Heinrich) Reding. Unter-