Druckschrift 
4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
IX
Einzelbild herunterladen
 

IX

sprachliche Erläuterungen eingelassen, wenn nicht die wesentliche Aufgabe des Werkes nach dieser SeiteBeschränkungen geböte.

8. Mit Rücksicht ans die (wenigstens meinerseits beobachtet^ Grundsatzlosigkeit der zeitgenössischenSchreiber in Betreff der Anwendung des Natal- oder des Eircumcisions-Stils wurde sorgfältig jedesDatum, das durch seine Form eine» Beitrag zur Geschichte des Kalenderwesens liefert, soweitnöthig in der originalen Fassung gegebe».

Obigen Bemerkungen schliche ich noch einige anderem»:

9. Auf Druckwerke wurde nicht überall hingewiesen, wo ein Abdruck von Acten hätte verzeigtwerden können. Es würde dies im Ganzen wenig nützen, und noch mehr hielt mich von der Häufungsolcher Citationen die Erwägung ab, das? ein Werk wie das vorliegende, das nur aus den Urquellenzu schöpfen und diese zugänglich zu macheu bestimmt ist, bei richtiger Anlage in den ihm gesetztenSchranken wohl selbständig auftreten darf.

19. Manche Erläuterung über vorkommende Schwierigkeiten in dem verarbeiteten Stoffe mußteich einer andern Pnblication vorbehalten, in welcher namentlich auf die historische Literatur noch mehrBezug genommeu werden soll.

11. Der ohnehin starke Umfang des Bandes erlaubte nicht, das angelegte Verzeichnis? vongleichzeitigen Druckschriften, welche in Text und Noten genannt oder angedeutet sind, hier noch beizu-fügen. Sollte dasselbe, bis 1532 ergänzt, auch dem zweiten Bande nicht einverleibt werden können,so soll es als Begleiter der überzähligen Acten erscheinen.

12. Im Uebrigen wird die Aehnlichkeit mit den unmittelbar vorhergehenden Bänden, die ich ammeisten zu beachten hatte, leicht erkennbar sein; deßhalb verweise ich im Allgemeinen auf die vonanderer Seite gegebenen Ausführungen. Ueber einzelne Puncte wird das Vorwort zum nächsten Bandezusammenfassende Rechenschaft zu geben haben.

13. Mit all diesen Erläuterungen ist eine Hauptfrage nicht erledigt, die bei diesem großentheilsvon den Anfängen des Glanbeuszwistes erfüllten Bande eine ganz eigenthümliche Bedeutung gewinnt,die Frage, och, der vorhandene Stoff, der überhaupt in dem Abschiedwerke Aufnahme finden sollte,treu wiedergegeben und unparteiisch ausgewählt sei? Indem ich das Urtheil den Forschern anheim-stelle, die das Gesammelte unbefangen würdigen werden, beruhigt mich das Bewußtsei», redlich Allesgesucht und benutzt zu haben, was meine Aufgabe erheischte, und in der Wiedergabe durchaus keinerParteianschauung gefolgt zu sein. Auch in der schließlichen Auswahl der Acten glaube ich kein Be-kenntnis; begünstigt, sondern jeder Partei für freien und allseitigen Ausdruck ihrer Beweggründe undAbsichten genügenden Raum gegeben und keine auch im Geringsten ungleich behandelt zu haben. Dabeiversteht sich indessen von selbst, daß die zurückgelegten Acten in vielen Einzelheiten bestimmtere Schlüsseermöglichen, als die hier mitgetheilten, und dadurch manche kleine Ausgleichung sich vollziehen lassenwird, die einstweilen vermißt werden möchte.