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3,1 (1858) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1478 bis 1499
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Juli 14N5.

Königs Vereinigung zur Zeit dagegen ruhen lassen, Bern will mit dem König von Frankreich keine Ver-einigung eingehen, weil solches gegen den Papst und das heilige römische Reich gienge; mit dem Herzogvon Mailand aber will es die Capitel beschließen helfen, weil die Eidgenossen dadurch zu nichts ver-pflichtet werden. Lucern: Wenn die Ni Waldstatte die Vereinigung mit Frankreich beschließen, so wolleeS im Namen Gottes auch darein gehen und die Capitel dermalen ruhen lassen. Uri will mit dem Königvon Frankreich abschließen, da derselbe sich erbiete, in die Fußstapfcn seines seligen Vaters zu treten, undda seine Leute eben bei ihm seien; von den Capitcln mit Mailand will dermalen nichts wissen. SchwhZwill mit dem Herzog von Mailand nichts zu schaffen haben, dagegen die Vereinigung mit Frankreichaufrichten mit den Orten, so darein gehen. Obwalden möchte die Capitel mit Mailand aufrichten; lxzng^lich der französischen Vereinigung habe der Bote keine Gewalt. Nidwaldcn dagegen will die Capitel ruhenlassen und die Vereinigung mit dem König von Frankreich beschließen. Zug ebenso; GlaruS wie Ob-walden. Freiburg: Wenn die Mehrheit sich für die Vereinigung entscheide, so wollen sie sich auch anschlichund die Capitel ruhen lassen, wiewohl seinen Herren am liebsten gewesen wäre, diese aufzurichtc"-Solothurn wie Frciburg. Beschluß: Damit mau einhellig werde, soll jeder Bote den Gegenstand noch-malö heimbringen und auf dem Tag zu Luccrn nach Bartholomäi endliche Antwort geben.

SIS.

L n cern.

441)5, 28. Juli (Dienstag nach Jacobi),

Staatsarcii!» Luccr» Allgemeine Abschiede. <!. Sllä. Staatsarchiv Aüricl» - Allgemeine Abschiede, II. 588.

t». Kürzlich sind einige Knechte von Schwhz den Urucrn zugezogen und haben auf dem Gottha^einen Läufer mit einem rothcn Kreuz niedergeworfen, der sie bat, ihn frei zu lassen, denn kämt»einige Walen von Mailand heraus, die ein bedeutendes Geld in einige besondere eidgenössischebringen sollen: au diesen möchten sie gute Beute machen. Hierauf haben die Knechte den Läufer st"gelassen, jene Lampartcr aber gefangen, nach Criclö und nachmals nach Uri geführt und ihnen cin'ö^Gut abgenommen. Nun sind diese Kaufleute auf diesen Tag beschicken und gefragt worden, wohinGeld bringen sollten. Hierauf antworteten sie, sie haben kein Geld in die Eidgenossenschaft, noch in bcsondere Orte führen wollen, überhaupt kein Geld, sondern nur KaufmaunSgut und Harnische bei sich gtl)^'sie haben sogar unterwegs Geld entlehnt, von einem 2l), von einem andern 12 Gulden; sie bcschwv^"die Wahrheit ihrer Aussagen und wollen die Köpfe verlieren, wenn ihnen das Gcgenthcil bewiesen wcl^könne. I». Die vier Orte Lucern, Schwhz, Uutcrwaldcn und Zug haben durch Boteil und Mahnbu^die Urner und andere eidgenössische Knechte, die jetzt gegen den Herzog von Mailand im Feld licg"^abgemahnt; gemeiner Eidgenossen Räthc haben dem Herzog geschrieben, gegen jene nichts Fcindscl'ö"vorzunehmen, damit um so eher die Sache vermittelt werden möge. v. Die Herzogin von Savohcn ^den Vcrmittluugötag, der ihrcö Spauö mit Wallis wegen auf St. Bartholomäustag nach Luccrn aNjsssetzt ist, zu besuchen zugesagt, daher sollen alle Orte ihre Boten auf jenen Tag mit Vollmacht dast^haben. «I.Als dann vff discm tag red gehalten vnd angezogen ist, daö man die VerkomnuS nu h>"st"'so man Vilser püud swert, allwcg ouch zu halten sweren sol, sol icdcr bot treflich heimbringen vnd vdem nechstcu tag völlig antwurt geben." v. Der Abt von St. Gallen hat um Varnbülcrö Hauö