September bis October IÜ83.
Verwaltung des klingenthalschen Guts geführt hätten. Nach vieler Mühe gelang es den obgcnannten Boten dcci Herzogs und derEidgenossen, die Parteien zu bewegen, von der weitläufigen und kostspieligen Verfolgung dieses Handels vor dem römischen Richterabzustehen, und ihnen die Sache zur schiedsrichterlichen definitiven Entscheidung zu übergeben. Der Spruch erfolgte nun dahin,daß die Prediger den Frauen im Klingcnthal für alle ihre Ansprachen, welchen Namens selbe immer seien, tl,50N rheinische Guldenzu bezahlen hätten, und damit aller Streit gerichtet und geschlichtet sein soll.
I?»7.
Lucern.
2t). October (Montag nach G->m).
Staatsarchiv Lucern: Lucerncrabschicdcsammluiig. ü.M.
Boten: Zürich. Heinrich Röist, Altburgermcister. Berit. Peter vom Stein, Ritter. Lnccrn. AntonSchcrcr. Uri. Hans Jmhof. Schwhz. Vogt Aufdcrmaner. Untcrwaldcn. Heini Heide». Zug-Trinklcr. Glarus. Halts Blum.
t». Anton Scherer von Lnccrn, der zu Mailand gewesen, bringt von dem Herzog die 1700 Gulden,die Mailand nach der Richtung an die Ansprcchcr zu zahlen hat, dabei einen Befrciungsbrief von Für-leite und Zoll. Der Herzog sei freundlich gewesen und habe die Ursachen angegeben, warum er dasFriedcnöinstrnmcnt nicht unterzeichnet habe. In Folge dessen wird dem Boten von Uri, der allein ohneVollmacht war, bemerkt, man sei mit dem Frciheitsbricf zufrieden und wünsche, das! auch Uri sich damitzufrieden stelle. Diejenigen Ansprccher, welche ihre Forderungen früher eingegeben und sich erklärt haben,an den Kosten der Sendung Thcil zu nehmen, werden ans Dienstag nach Allerheiligen (ü. November)nach Lnccrn eingeladen. Neue, nicht bereits eingegebene Ansprachen sollen sofort abgewiesen werden. I». DieStudenten aus den eidgenössischen Städten und Orten, die sich auf der hohen Schule zu Paris befinden,sollen bei dem neuen König bestens empfohlen werden, das! er sie, wie sein Vater gcthan, gnädig halteund sie um ihre ausstehenden Fährgelder ausrichte. Auf das Begehren des Hans Senn, das! einPfcrd, welches er verloren, als er mit Ludwig Seiler von Luccru und Vogt Schiffli von Schwhz ZUMailand gewesen, ihm ersetzt werden möchte, wird erkennt, die beiden Boten sollen auf dem angesetztenTag zu Luccru Rechnung ablegen; ergebe sich dann in derselben ein Vorschuß, so soll daraus HansSenn entschädigt werden.
Willis au.
21. October (Dienstag nach GaM).
Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede. It. ZZI.
Orte: Zürich, Lucern, Uri, Schwhz, Unterwaldcn, Zug, Glarns und Solothurngegen Frei bürg. Schiedsrichter für die vm Orte: Ludwig Krämer, des Raths zu Lucern; Peter z"Käs, Landschrciber von Uri; für Freibnrg: Rudolf von Wippingcn, Ritter, Altschnlthciß; NiclansPcrrotct, Altburgermcister daselbst.
Die VIII Orte hatten Frciburg, nach Vorschrift des Bundes, der im burgnndischcn Kriege erobertenLandschaften und Städte und deren Benutzung und Beherrschung wegen auf diesen rechtlichen Tag nachWilliSau gemahnt und ihre Forderung und Klage vorgebracht nach Weisung eines Abschieds, der auch