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3,1 (1858) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1478 bis 1499
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September 1483,

den Todesfall seines Vaters zn äußern, dann die ausstehende Zahlung von Burgund und die rück-ständigen Pensionen zu fordern und um der letzter» Fortdauer nachzusuchen, sowie die eidgenössischenKnechte in Bedacht zu nehmen, damit sie nicht von einander getrennt werden. In dieser Angelegenheitsoll den 29. September l auf St. Michaelstag) zu Lucern ein Tag gehalten werden, um zu berathen,ob man bei allfälligem Begehren des jungen Königs mit ihm die Vereinigung erneuern wolle, in welchersein Vater mit unö gestanden, oder nicht; im erster» Falle wäre es nvthig, Abänderungen zu treffen hin-sichtlich der Söldner, daß der König, wenn er Söldner wolle, dieselben von den Obrigkeiten in den Ortenbegehre und sich mit denen begnüge, die ihm demzufolge von den Orten zugesandt werden und daß ernicht, wie bisher geschehen, noch solche aufnehme, die ohne Wissen und Willen ihrer Obern ihm zulaufen. Indieser Angelegenheit soll Niemand für sich besonders handeln, sondern Alles gemeinsam geschehen. I». Uriverlangt neuerdings acht Mütt schweres Gut einzuführen, mit Versicherung, daß es lediglich zu eigenemGebrauche sei. Darum will man auf dem Tag zu Lucern ohne längere Zögcruug antworten. «7. DerHandel, welchen der Niscr von Muri, und Heini Müller von Mcrischwaudcn vor den Eidgenossen haben,wird auf den gleichen St. Michaclötag angesetzt. «I. Dem Uli Heß von Zug wird urkundlich bezeugt,daß er in seiner Sache gegen Heini Näff von Zürich, sowohl am Mittwoch nach St. Vercnentag letzthinals am heutigen Tag zu Lucern erschienen, sein Gegner aber nicht erschienen sei, obwohl er nach demin Frankreich ergangenen Urtheil das hätte thun sollen, v. Lucern wird beauftragt, die neuen insLand kommenden Münzen auf der Eidgenossen Kosten zu untersuchen.

Lucern.

29. September cs:. Mi-h-mst-ig).

TtaatSnrchiv Lucer»: Luccrncralischicdcsammlung. I!. M?,

Boten: Zürich. Heinrich Nöist, Bürgermeister. Bern. Pctcrmann von Wabern, Ritter, JunkerRudolf von Erlach, beide Altschnlthcißc. Lucern. Petcrmaun von Meggen, Schultheiß; Heinrich Fcrr,Rathörichtcr. Uri. Vcnner Lusscr, undir Schräder". Schwhz. Ammann Abhbcrg; Hanö Ulrich. Ob-waldcn. Andreas Zunhofen, Altammaun. Nidwaldcn. Ammann Eucutachcrs. Zug. Rudi Letter.Frciburg. Der Schultheiß (Peter Pavillard); Rudolf von Wippingcn, Altschultheisi, und ir Stadt-schriber". Solothurn. Ein Brief mit Gewalt.

»». Auf die Nachricht, daß der König von Frankreich eine Botschaft au die Eidgenossen zu sendenim Begriffe sei, wird beschlossen, selbe abzuwarten und die Abscnduug einer eidgenössischen Botschaft nachFrankreich zu verschieben. I». Denen von Uri wird bewilligt, daß:wan saut Gallcntag für kumpt, Ireiner dann wider acht Mütt schwer gutz möge füren, wie dz die alt orduung wist." «. Lucern wirdbeauftragt, die Solothurncrkrcuzcr zu untersuchen. «I. Auf das Schreiben derer von Appenzell von desLandgerichts zu Rankwcil wegen, wird geantwortet: Wenn der Herzog ihnen etwas neues zufüge, wasihnen unleidlich sei, so wolle man ihn zum Recht mahnen nach Laut der ewigen Richtung, in welcher sie,die Appenzeller, auch begriffen seien. «. Zwischen dem Riscr von Muri und Heini Müller von Meri-schwandcn ist in Minne gesprochen, daß Riscr dem Müller bis zur alten Fastnacht 10 rheinische Guldenbezahlen soll.