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3,1 (1858) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1478 bis 1499
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Juli 1478.

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Händen wären, erbiete sich der Herzog, vor die Eidgenossen mit ihm zu freundlichen Tagen oder zu Rechtzu kommen. Ferner wünsche der Herzog, daß die Eidgenossen den Krieg zwischen dem König von Frank-reich und den Burgundern vermitteln und daß die Richtung, so zu Zürich mit Burgund abgeredet worden,aufgerichtet werde, damit er selbst die Briefe um die verpfändeten Lande wieder erhalte. Endlich begehrter,dz man die brieff Im wasscrthurn zu Lueern ersuch vnd Im ze Händen gebe dz so Im nach tute der ewigen Richtung zugchör," wobei gleichzeitig Beschwerde geführt wird, daß einige derselben zu seinemRachthcil an Ba;el seien ausgeliefert worden. Auf diese Anbringen geben die eidgenössischen Boten folgendeAntworten: Mit Graf Eberharden soll ernstlich geredet und ihm empfohlen werden, dem Rechte nachzu-gehen und zu betrachten, was die Eidgenossen im Fall seiner Weigerung Oesterreich zu thun verpflichtetseien. Der Bischof von Chur und die acht Gerichte in Churwaldcn sollen ihre Botschaft an den Herzogsenden und mögen dabei auch eidgenössische Boten zuziehen: im Fall auf diesem Weg eine Ausgleichungnicht erzielt würde, so wolle man den österreichischen Boten weiter in der Sache antworten. Bezüglich derAufnahme österreichischer Angehöriger zu Bürgern und Landleuten wolle man das Begehren der herzoglichenNäthc heimbringen, man sei übrigens zu getreuer Beobachtung der bestehenden Verträge geneigt. Die ver-langten Urkunden sollen unverzüglich hervorgcsucht werden; dagegen soll auch der Herzog die vertrags-mäßige Vcrbricfung der Städte am Rhein aufrichten und den Eidgenossen zustellen lassen. >. Dem Dom-probst von Chur wird die verlangte Empfehlung an Papst und Kardinäle gegeben. Empfehlung desStadtschrcibcrö von Chur an die Stadt Wangen in Betreff seines dort anhängigen Rechtsstreits. 4. ImNamen des Landes Oberburgund klagt Herr Wilhelm von Rochefort, daß der König von Frankreich dasVolk bekriege, beraube, todtschlagc, Kirchen, Weiber und Jungfrauen schände, sie ans alle Art schädige, dasie doch ohne ihr Verschulden in den Krieg gekommen seien, und bittet um Christi Leiden willen die Eid-genossen, sich ihrer anzunehmen und Mittel zur Verbesserung ihres ZustandcS zu suchen, da sie auchGlieder des heiligen Reiches seien und die Eidgenossen laut der Richtung t5l),t)l)0 Gulden auf dem Laudehaben, weshalb sie berechtigt wären, ihre Vermittlung eintreten zu lassen, oder das Land als Pfand zuihren Händen zu ziehen. Hierauf wurde beschlossen, es soll aus jedem Ort ein Bote auf Kosten derBurgunder mit der Botschaft von Oesterreich an den König geschickt und dem königlichen Hauptmanngeschrieben werden, daß er die Feindseligkeiten einstelle, indem man deshalb mit dem König unterhandle.Die Boten sollen am Sonntag nach St. Jacobstag (2li. Juli) zu Bern eintreffen. Inzwischen soll jedesOrt bis Dienstag vor Maria Magdalena (2t. Juli) nach Lueern den Namen seines Boten melden, damitdie Namen in den Credcuzbricf gestellt werden können. ,». Albiu von Silinen berichtet über seineSendung zum König von Frankreich der Pensionen wegen; dieser verspreche, den Vertrag zu halten unddie Pensionen zu zahlen, wünsche aber Aufschub bis Allerheiligen (l. November). Für die Zahlung aufdiesen Termin werden, wenn es nöthig sei, die Herzogin von Savoyen und der Herr von Damier haften.Der König höre auch, daß er bei den Eidgenossen verdächtigt werde, und verlange nähere Angaben, umsich rechtfertigen zu können. Er gebe die Versicherung, falls er Salinö gewinne, die Salzpfanne nicht zubrechen, auch den Eidgenossen die ihnen gelegenen Schlösser zu überlassen, und wolle, wenn er Ober-burgund erhalte, ihnen die darauf stehenden t5t),Wl) Gulden auszahlen. Anch Herr Jost von Silinen,Bischof zu Grenoblc, cutbiete den Eidgenossen, daß der König gern sehen werde, wenn sie als Vermittlerauftreten, lieber alles das sott man sich berathen; jedenfalls aber sollen die Boten, die zum König reisen,trachten, das Geld mit herauszubringen, v. Eine Botschaft von Graubünden klagt, daß der Graf von

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