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DIE KUNST UNSERER ZEIT

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Friedr. Wähle. Ein armer Teufel

(Aus den „Fliegenden Blättern", München)

fertige Ausarbeiten einer Zeichnung typisch, einprinzipielles Weitertreiben der Arbeit, das beialler Verschiedenheit der einzelnen künstlerischenElemente dem ganzen Kreise doch ein einheitlichesWesen verleiht. Dem gegenüber haben die „Jugend"und der „Simplicissimus" von Anfang an denGrundsatz grösstmöglicher künstlerischer Freiheitvertreten. Sie hatten nicht mit einem Leserkreiszu rechnen, der in dem Beharren des Stils derZeichner innerhalb eines gewissen Rahmens seinangestammtes Recht sah, denn sie bildeten sichihren Leserkreis neu und suchten ihn dazu zuerziehen, dass er gerade in der grösstmöglichenMannigfaltigkeit und Freiheit des Ausdrucks seinenGewinn suche. Das Kühnste und Keckste sollte

dieses Blatt zusammensetzt. Die Kleinheitder Reproduktion lässt oft keine Ahnungdavon aufkommen, dass die betreffendeZeichnung ein ausgereiftes Kunstwerk vonvielen Graden ist und oft genug mehr Arbeit„geschluckt" hat als ein farbiges Aus-stellungsbild. Das gilt namentlich von denOriginalen der Hengeler, Wenzell, Emil undRene Reinicke, Roeseler, Stockmann, Simm.Ohne engherzig zu sein, vertritt diekünstlerische Richtung der „FliegendenBlätter" im allgemeinen ein konservativesPrinzip. Vor allem ist für diesen Kreis das

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Friedr. Wähle. Chrysanthemum