946
gebent, wie das von vns beschehe, ob die geschefft vnser oder vnser erben weren, vnd mit solher macht,als dann vns vnd vnsern Erben nach gestalt der fach ye zimlich vnd gut bedunkt zu sein, wenn wiroder vnser erben des von Znen ermant werden mit Ären briefen vnd Znsigeln oder Zren gewissenpotschaften. Vnd was hilff vnd bystand wir vnd vnser erben Znen thun, das sy damit benuegen habensollen.
Deßglichen ob sich fuegen wurde, das der obgenant vnser gnediger Herr, Hertzog Sigmund vonOsterreich, vnd seyn erben in Zren Zuhabenden landen an leyb, gut, Stetten, landen, leuten vnd Schlössenbekriegt, belegert oder benotget wurden, von wem das beschehe, Nyemand Hindan gesetzt, so sotten vndwellen wir, die vilgenanten Aydgnossen vnd vnser nachkomen, wo wir das vnser pundten halben gethunkünden, hicdishalb dem Arlberg der äussern landen Znen zuziehen vnd helffen sy retten vnd entschüttenVmb den sold vnser gnediger Herr von Osterreich vnd seyner gnaden Erben vns den zu geben, wie wirden eynandern in vnsern Stetten vnd lendern geben, so wir in vnsern eygen geschefften krieg haben,vnd mit solher macht das thun, als vns vnd vnser nachkomen ye nach gestalt der fach zimlich vnd gutbedunkt seyn, wenn wir vnd vnser nachkomen des von dem obgeschribnen vnserm gnedigen Herren vonOsterreich vnd seyner gnaden Erben ermant werden mit briefen vnd Znsigeln oder Zren gewüssen botten.Vnd was hilff vnd bystandö wir vnd vnser nachkomen Zn Hethunt, das damit sy benuegen haben sotten»
Wurde sich aber begeben vnd fügen, das der obgcmelt vnser gnediger Herr, Hertzog Sigmund, vndseyner gnaden erben an den Znnern Zuhabenden landen der Grafschaft Tyrol bekriegt, belegert oderbenotigt wurde, von wem das beschehe, niemand hindangesetzt, so sollen vnd wellen wir Aydgnossen vndvnser nachkomen dem obgenanten vnserm gnedigen Herren von Osterreich vnd seiner gnaden erben ge-trewlich Rettung, hilff vnd bystand thuen, wie die obberürt loblich bericht zwischen vnö beidentheilen dasvmb den sold zethun dargibt vnd Zuhaltet.
Ob auch zu zcyten, vber kurtz oder lang, des vorgemelten vnsers gnedigen herren>on Osterreichoder seyner gnaden Erben Vnderthonen, zugehörigen oder landsassen in allen siner gnaden landen vndgebieten seinen fürstlichen gnaden vnd seiner gnaden erben nicht wolten gehorsam, sonder widerspennigsein, wer die weren, dieselben sollen wir Eydgnossen vnd vnser nachkomen seinen vnd seiner gnaden Erben,wenn Zr gnad das erfordert vnd begert, mit guten trewen helffen gehorsam machen mit hilff vnd inder maß, als daruor geschriben steet.
Wurden auch wir Hertzog Sigmund vorgemelt oder vnser erben, vnd wir die Eydgenossen vndVnser nachkomen vns nach diser loblichen Vereynung vnd verstentnuß mit yemandt, wer der wer, wytervereynen vnd verbynden, als wir auf beidertheyl wol getun mögen, so sol doch dise vereynung allwegvorgeen, vnd der selb theil, der das thut, den andern vnder vns ausnemen vnd vorbehalten, das Zmsolchs nach laut diser vereynigung on allen schaden sein solle.
Vnd vmb willen, das das alles dest krefftiger vnd bestentlicher sey, nu vnd zu ewigen zeyten ge-trewlich vnd erbarlich von vns beyden theylen gehalten werde, So wellen wir Hertzog Sigmund zuOsterreich gunst vnd willen dartzu geben vnd vnser Zuhabende Stett der äussern landen gutlich vermugen,das sy alles das, so wir hieuor vnd yetz mit den vilgeschriben Aidgenossen vffgenomen haben vnd eyn-gangen seyen, vnder Zren ouch anhangenden Znsigeln on Verzug becrefftigen vnd dem allem nachzu-kvmen, das lauter zusagen, doch in all ander weg vns Hertzog Sigmunden vnd vnsern erben an vnsernsürstlichen Oberkaiten allzeyt vnvergriffenlichen vnd on schaden.
N9