723
Ä.
Ewiger Freundschafts- und Bundesvertrag der Städte Zürich und Bern.
R4SS, SS. Januar.
Staatsarchiv Bern.
Zn dem Namen der heiligen Driualtigkeit, Vatterö, Sund vnd des heiligen Geistes. Wir derBürgermeister, Rät, die zweihundert vnd die gantz gemeinde der Statt Zürich ze einem, vnd Wir derSchultheiß, Rat, die zweihundert vnd die gantz gemeinde der Statt Bern Zn Vchteland zu dem andern^il, Bekennen vnd j tun kunt Alten den so disen brief anstechend, lestent oder hörent lesen beide nu vndhienach: Das wir gar eigenlich angestechen vnd betrachtet haben, Wie vns der Almechtig got mit sinengnaden vnd miltikeit beschirmt, geholffen vnd zugeworssen hat Zn der maß, das vnser beider Stettenland vnd I lüt, hoch vnd nider gericht zusamen stossent, teglich zu einander wandlent vnd iro gewerbetribent, Darumb vns beiden Stetten wol gezimpt zu enander zu sechcnt, enander bistendlich, hilfflich vndgetrüwlich ze sind durch des willen, das wir beid stette vnd alle vnser guten fründ bester stergker vndaber alle vnser > vhgend bester krenkcr gesechen werden, haben euch darumb merklich betrachtet die fremdenvnd wandelbaren löiff, die ietz vffgestanden sind oder noch vffstan möchten, das sich ietweder Statt besterwißlicher gehalten könne, So haben wir mit gutem Rate vnd sinnlicher bewisung, durch nutzes, schirmesvnd friden j willen, liebes vnd gutes der vorgenenten vnser Stetten, vnser lüten vnd gemeines landesb'e getrüwen guten früntschaft, die wir vnd vnsern vorder«? biöhar lang zit getrüwlich von den gnadengottes mit vnd zu enander gehebt haben vnd ob got wil zwüschent vns vnd vnsern nachkamen ewcnklichen^vren vnd j bestan sol, sunderlich von nü«vem ze festnen vnd ze bestetigcn, einer bestünde?'«? e«vigensrü«,tschaft vnd buntnuß «nit enander zehabenne, «vissentlich vnd mit gantzen trüive«? Zn ein komm sigen,sament gelopt vnd gesworn haben liplich vnd gelert eide zu got vnd den heiligen, «nit vffgehebtcnHunden, für I vns vnd alle vnser nachkon,en, die «vir harzu ???it sunderheit eivenklich vnd krefftenklichverbinden, Also vnd in denen Worten, das «vir vnd vnser beiden Stetten nachkomen Zn allen vnsren^chen, gegentvürtigen vnd künftige«?, enander beraten, getrüwlich vnd vnuerzogenlich beholffen sin sollenwelle«?, j als verr vnser lib vnd gut gelangen mag, gegen allen denen, wider vnd vff alle die, so vns"v lib oder an gut, an Eren, friheitten, rechtungen, alten herkamen oder guten gewonheiten «nit gewaltane Recht angriffe«?, bekümbern, schedigen oder deheinen «vidcrdrieß tetten oder tun wölken Zn deheinj nu oder hienach, wenn deweder teil von dem andern darumb geinant wirk mit botten oder «nit^'eftn Zn gantzen guten trüwen an alle geuerde, doch mit denen gcdingen, vnderscheiden, puncten vnd^Nikeln, so hienach geschriben stand. Des ersten das «vir beid Stette vnd alle die, so in diser buntnuß^Missen I sind, enander getrüwlich beholffen vnd beraten sin sollen als vorstat, Neinlich zwüschent vnsernbeiden Stette«?, wa das deivedern? teil noturftig wurde, vnd für ietweder Statt vß dry «nil «vegen mit^"hen guten trüwen vnd mit als vil Volkes als dennc der Statt, so geinanet ist, erlich vnd aber der,^ ba j gemant hat, tröstlich ist nach gclegenheit der fache, vnd sol die hilff bcschechcn fürderlich ane^ziehen, doch «nit sölichen fürworten : Were das vff dewedrem teil Ze«??a«?, so in diser buntnusse begriffenangriffen oder geschediget «vürden, darumb der geschediget teil hilff begeren wurd vff die vhgend ^