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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
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147.?.

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techan vnd Eapittcl vnd den siben Zendcn vnd gemeiner landtschaft Wallis andersthcilS söllich obgeschribe» alt bnrgk»vnd landtrccht verfaßt, angenomen, empfangen sin, bcftan vnd bliben sol zu ewigen zitcn, wie die alten brief da«vswyscnd in aller maS vnd gestait, als wärend wir all mit einander» anfangs in solch bnrgk- vnd landrecht kamen vndin die alten brief mit namcn geschribcn vnd vergriffen, doch mit discr crklärung ic. ic."

Staatsarchiv vuccrn. Pcrgamcntene Urtundc mit fünfzehn anhangenden Siegeln.

Wahrscheinlich war das, was man das Burg und Landrecht von 1473 nennt, nichts anderes, als eine einfacheErneuerung des alten Burg- und LandrcchtS von 1417 unter Zustimmung des Bischofs Walthcr von Supcrsax, respcc-tivc Zurücknahme seiner am 6. September 1460 (siehe oben Abschied 482) dagegen erlassenen Inhibition. — In einemMissiv vom 18. März 14 76 an Luccr», Uri, Untcrwaldcn und Schwyz (s. ».) nennen Bischof Walthcr und Haupt,mann und Landleute in Wallis dieselben „Mitbürger und Landlcutc, auch gute Freunde".

Bern. 1474, T. Januar.

Schilling! Burgunder.zkricg, SZ. St.

Bern sendet in seinem eigenen und im Namen der ebenfalls in Vereinigung mit Burgund stehendenStädte Freiburq und Solothurn den Niclaus von Scharnachthal, Ritter, und den Petermann vonWabern, beide Altschultheißen, an Herzog Carl von Burgund mit einem Schreiben vom 28. December147.?, um steh flir gütlichen Vergleich in den Streitigkeiten des Herzogs mit der Stadt Mühlhauscnzu verwenden und verschiedene Klagen gegen den Landvogt .Hagenbach anzubringen.

Die beiden Schreiben sind abgedruckt bei Schilling a. a. O. 03, 94, die articulirtc Instruction ebendaselbstSS—SS. — Die letztere lautet folgendermaßen:

„Des Ersten sollend Ir sincn Gnade» vil HcylS vnd fröidcn nach vnserm bcgärcn von dem vnthödlichen Gottcrwünschcn zu bcgirlicher zukunft discr sincr landen, danncuthin dieselben Ehdgnoffen Im als einem gnädigen Herren,Inen vor andern vast gesellig, in allen triiwcn ze bcuclhcn.

Dcnne so wcrdent Ir sagen das, so Harnach mit ordmmg gemeldet ist. Nämlich am ersten zu bcritrcn die gnadder durchlltchteten Herren, etwa» zu Burgund Herzogen vnd besonders des vorgcnamptcn Hcrtzogcn gebärerö vndvattcrS, dessen gcdächtnuß nit allein kein alter nit vßtribcn, dann auch nit bcfinstcrn mag.

Demie VS semlichci», als cini vnbeweglichcu fuudamcnt, habcnt sich die sälige» vcrstcntmisscn, dardurch mcnklichzu allen thcylen in ruwcn vnd fridcn blybcn möcht, gemacht, dieselben der vorgcnampt Herzog mit sincm vattcr vndgebärer mit wolbedachtem mut vfgcnomen hat.

Dcnne das nach derselben Inhalt des vorgcnamptcn Herrn, des Herzogen, vndcrsässcn vnd den Eydgenossen fürsich vnd die Iren zu wandle» vnd ander vbrigcn in allen friintschaftcn gctrybcn sind.

Dennc das denselben verstentnussen durch die Eydgenossen allezit genug beschehen, wie wol merklich anfechtungcndenselben zmvider an sy besucht sind.

Dcnne von wägen deren von Miilhusen, wie dieselben in der Richtung vor Waldshut troffen begriffen sind,vnd besonders daS sy sich Ir merkten, gewerben vnd ander vbungcn völligklichcn gebruchcn vnd darby bliben soltcn,wie von alter harkomen ist, als dann der Artikel der bricht wiset, den Ir darumb ouch zöigcn söllent.

Dcnne wie aber nlltzit bester minder wider Inhalt derselben Richtung vnd besonders einen Artikel darin» be-griffen alle gctverb also abgeschlagen, daS weder köuss noch vcrköuss dann vast vcrborgcnlich in der Statt gctribcn sind.

Dennc das in sinnlichem wäsen alle vnd ictlichc nuznngen vnd zufäll der vorgenantcn Statt also abgangen, dassy zu nilt worden sind, vnd das sy vm sollichcr bcschwcrdcu wegen Ir Zins vnd laste »it habend mögen nach Ircmalten herkommen ertragen.