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Zuli 1446.
wäre billich, nach dem vnd die Eitgnossen gerett hettint, si wöltint ein ftuck vor, das ander nach klagen,das ft) dann seitint, ob sy mer klagen wöltint. Vff das die Eitgnossen antwortent, sy hettent zwo klagenin geschrift übergeben vnd zu recht gesetzt, daby liessint sy es ietz bliben; wöltint wir ouch klagen, dasmöchtend wir tun; wöltint wir aber nit klagen, so begertent sy vmb ir klegten, die sy vbergeben vnd zurecht gesetzt hettint, von den zugesetzten irs rechtlichen spruchs.
Vff das wir aber rettcnt, wir getruwetend, es were billich, sid wir Znen gegönd hettint des erstenze klagen mit sölichen fürworten, das ein Recht mit dem andern zu gen vnd entweders an dz andergevrteilt noch beschlossen werden sölt, vnd sy Zr klagen gesetzt hettint, das sy sagen sölten, ob sy merklagen wöltent; wen wir dann hörtint, dz sy nit mer klagen wöltint, so wölten wir ouch anfachen zeklagen. Satztent dz zum rechten.
Vff das giengent die Eidgnossen fressentlich vnerloupt vß der Stuben vnd belibent vff ir Meinung.Vff das begerten vnser zugesetzten an vns, durch lingrung willen der fach, gütlich davon ze lassenvnd sy darin Recht sprechend zu überheben, sunder ouch anfachen ze klagen; darin wir Znen ouch zewillen wurdint, doch dem anlaß mit allen stucken vnd artiklen vnschädlich vnd vnvergriffenlich."
I». Klagen, Antworten, Reden, Widerreden, Nachreden und Rechtschlüsse beider Parteien, wörtlichenthalten in dem Obmannsspruch vom 28. Februar 1447 (siehe unten Beilage 25), auch abgedruckt beiTschudi II. 474—488.
Dazu folgende urkundliche Notizen:
1. Laut einem Missiv vom 4. Juli (ixsa äio VIrivi) im alten Missivenbuch I. des StaatsarchivsBern hatten die beidseitigen Zugesetzten den Tag nach Kaiscrstuhl ans den 28. Juli (Donstag noch Jacobi) angesetzt.
2. Basel Offnungsbnch I. 267. 1446. „Vff Doustag ze nacht nach St. Jaeobö tag sol man Kottenby den Eydgenossen ze Keyscrstul haben."
I. Staatsarchiv Bern, alte Missive II. 1. 144s, 30. Juli. Ulrich von Erlach und Giliau Spill-mann, Venner, die Boten von Bern, melden ihrem Rathe: Sie haben auf heute zu Kaiserstuhl „im namcn Gotteserst die fach zwischen vns vnd vnsern Widersachern angefangen", also daß die vier Schiedmänncr ihre Eide geleistethaben; die Sache scheine langwierig werden zu wollen.
>1. Staatsarchiv Bern, alte Missive I. Nro. 353. 1446, 10. August (Laurcntii). Ulrich von Erlachund Gilian Spillmann, Boten Berns zu Kaiserstuhl, melden ihrem Nathe die Namen der auf dem Tage anwesendenBoten und Vermittler und wie weit die Verhandlungen vorgerückt seien :
„Vnser gar willig, vndertenig dienst zuvor, gnädigen, lieben Herren. Wir laussent üwer wißheit wissen, als wirietz ze Keyserstul zu tagen sycn, das da von den von Zürich Kotten sind der Bürgermeister Swartzmurcr, Rudy vonCham, der Stattschriber, vnd der Efinger. Die zwen zugesetzten vnd einer von Cham, der vnderschriber vnd der Rcygzu dein Bürgermeister als Kotten. Ouch so ist vom Adel niemant da, denn einer, genant Hans Wcrnher zum Whgervon Friburg vß Brißgow, von des Marggrafen von Niderbaden wegen, Thüring von Hallwyl vnd Bilgri von Hadorfsvon Küsscnbcrg, vnd einen Batten von Costenz, gengnt der Schatz, vnd einer von Rafenspnrg, genannt Schellang, v»dnit me, wie vil sy dann darzu gebetten vnd beruft hatten, vnd darzu der Stättlin Kotten von Rapreswil, Loffenberg,Waldzhut, Winterthur vnd Diessenhonen. Item so sind der von Ongspurg vnd Nafcnspurg boten, nämlich einer/genant Langmantel von Ongspurg, vnd der Züricher, Bürgermeister ze Nasfcnspurg, von gemeinen Aichstetten des nidcr»bunds zu vnser parthyc zngesant. Vnd habcnt also im namcn Götz die fachen angchept mit vnsern stünden vnd eitgnossenals klcgcr vnser anklagen, die von Zürich ir antwurt, wir vnser nachrcd, sy daruff ir widcrred, vnd wir daruff vnserbeschliessung vnd sy harwider ir bcschliessnng gegen einander allweg in geschrift den vieren vbergeben nach vnser not-