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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
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August 1444.

SV»

Bafel. ATTA, Cnde August.

Archiv Basel.

Friedensverhandlungen zwischen den Abgeordneten des Delphins (dem Herrn von Bueil undGabriel de Bernecio) und den Abgeordneten der Stadt Basel, unter Theilnahme von Voten des Con-ciliums und der Städte Bern und Solothurn.

Eine gleichzeitige Aufzeichnung dieser Verhandlungen (Basel, Bischöfliches Archiv Tr. I. Fasc. 14041500Nro. 12 lautet folgendermaßen:

Ze wisse», dz in dem Zar, do man zalt von Gots gcburt Tusent vierhundert vier vnd drissigk (vierzig) Zarvud in dem monat deß Ougsten, als der Delphin mit einer grossen mcnigi Volkes in tütsche lannt, nämlich in dasElsaß vnd vmb die Statt Basel gezogen was, das er in demselben monat vnd kurz nach der Stacht, so da bcschach zusank Jacob vff der Birß by Basel, sin treffeliche botschaft, mit namen den Herrn von Böel, sinen Canzeler Gabrielvnd etlich andere gen Basel in die Statt sante, vnd thet da an dieselben von Basel zu den Augustinern dasclbs ingegenwürtikeit der hochwirdigen Vättern vnd gelcrten Herren, die von dein concilio darzu geordnet wurdcnt, ncmlichvor dem Cardinal von Aile, dem Cardinal sancti Calixti, Herrn Friderichen, Bischofen zu Basel, Meister Johannvon Bochenstcin, Probst Grazcnsi, vnd Johann Gemminger, Offlcial zu Basel, vnd andern, durch den selben sinenCanzeler disc nachgeschribne vordernng:

Des ersten, wie Jr forchtsmner Herr, der Delphin, also in das laut von fachen wegen gezogen wer vnd wüstenilt mit der Statt Basel zeschaffcnde haben, denn guts, vnd wer also vff einen tag persönlich mit ettlichen den sinenfür die Statt geritten, dieselbe Statt Basel zebeschen, Helten sich die von Basel als vigend gegen Im vnd den sinengestellet, zu Im vnd den sinen mit Büchsen vnd anderm, vnd etlich der sinen erschossen, dadurch Jr Herr vnd die sinenswärlich geschmcilhct weren worden, begerten die selben boten von des Delphins wegen vmb schmach kcrung vnd Wandel.

Zem andern mal brachten sy für, wie von Alter die Statt Basel zu der Krön von Frankrich in schirmwisegehört hett, vnd hctt onch der Krön von Frankrich darumb getan jerlich, als dann sölichs in Instrumenten vnd Rodellen,so hinder der Kronen ligen, clerlich verschriben wer. Nun wer aber dem künig von Frankrich vnd der Krön vil invergangenen Jaren swär fachen zugefallen, da durch sy zu den vnd andern Rechtungen, so sy hett in Tütschen landen,nit gcwarten möcht. Begertend daruff die Kotten, dz die von Basel dem onch nachkamen vnd der Krön darnmb thunwellen, als dann das von Alter gewesen wer vnd die Instrument vnd Rodell wisend.

Vfs sölich vordernng wart durch der von Basel Ratzbotten, nemlich Herrn Arnolten von Ratpcrg, Andres Osper-nell, Heinrich Halbysen, Heinrich Zeigler, Conratten Künlin, den Vnderschribcr vnd andere, vfs ein söllich mcynunggcantwnrt:

Vff die ersten vordernng, dz Inen vil vnd dik grosse Warnung beschccn wer, wie ein groß Volk keine, die StattBasel vnd auch sy ze überziehen vnd ze nötigen, also hett es sich gefügt, dz vff einen tag ein sölich frömdes Volk zuder Statt Basel zugezogen wer vnd etlich der Iren an den Grendeln erstochen, da Helten auch etlich der Iren, dieStatt vnd onch sy zeschirmen vnd ze weren, daruß geschossen, vnd getruwten nit, dz sy vmb sollichs yemant keinenWandel schuldig wcrent.

Vff den andern artikel wart durch die selben Kotten von Basel auch geantwurt, dz sy söllich forderung vast frömbdvnd vnbillich neme; sy hellen onch sölichs, dz sy dehcincrlcy wegs zu der Krön von Frankrich gehören söltend, nieme gehört, dann sy einen Herrn hellen, der Jr rechter natürlicher Herr wer, vnd wcrc das Jr gnädiger Herr, HerrFridcrich, Bischofs zu Basel, der da zegcgcn säße, den sy onch dafür crkenntend, vnd gehörtend onch snst zu niemanden